Der
letzte Monat in Japan ist angebrochen.. °A° Panik!
Nun,
noch geht es, aber man spürt schon deutlich den herannahenden
Abschied.
Bevor
ich dann noch mal in eine längere Pause gehe wegen unserer
Kyoto-Reise, möchte ich als hier erst mal noch von der letzten Woche
berichten und kann nur hoffen, dass ihr mich auch fleißig auf den
letzten Metern noch begleitet.
Nachdem
ich also am 31.7. (Montag) in der Früh noch fix den Blog fertig
gemacht hab, bin ich recht bald wieder zur Bibo gefahren. Nun habe
ich endl. das eine Buch fertig bekommen, aber dennoch war meine
Stimmung nicht die Beste. Auch ein Telefonat mit Mutti konnte mich
nicht wirkl. aufbauen. Und nachdem ich ein bisschen auf Youtube
versackt war, wollte ich mich an eine weiter Antwortmail für den
Rüstungsexperten machen. Doch ich konnte mich kaum dazu aufraffen,
weshalb ich Doreen um Hilfe gebeten hab. Zusammen geht manches eben
einfacher und sie kennt manche Satzstrukturen in denen ich mir noch
nicht sicher bin und umgekehrt.
Obwohl
ich den Vortag doch etwas spät im Bett war, ging es am Dienstag
(1.8.) so gesehen relativ zeitig raus. Nach ein bisschen Haushalt
wollte ich eigentl. meinen Plan verfolgen,in dem vorgesehen war zum
Museum zu fahren. Doch auf dem Weg dorthin erreichte mich eine
Nachricht von Doreen, dass bei ihr in der Uni Tag der offenen Tür
ist, und ich ohne Probleme in die Bibo könnte. Etwas überrumpelt,
fasste ich die Gelegenheit doch beim Schopf und so trafen wir uns in
der Bibo. Und ich kurz wünschte ich, ich wäre an der Sophia
gewesen, denn das Angebot an handfester Literatur war bedeutend
besser, als an der Keio. -.- So lieh mir Doreen zwei Bücher aus und
ich machte ein paar Kopien.
Anschließend
trennten wir uns wieder und ich wollte meinen ursprüngl. Plan doch
noch verfolgen. Allerdings schlief ich in der Bahn diesmal wirkl. so
ein, dass ich den Ausstieg aber mal so richtig verpasst hab. Erst als
die Häuser kleiner wurden, hab ich gemerkt, dass ich schon lang am
Ziel vorbei war... also in die Gegenrichtung eingestiegen und an der
richtigen Haltestelle raus. So fehlte mir aber schon ca ne halbe
Stunde und das Museum schloss schon 17°°. Nur eine knappe Stunde in
der Ausstellung zu haben war dann doch etwas eng und ich ärgerte
mich im Nachhinein nicht noch ein paar mehr Notizen gemacht zu haben.
>.< Dafür entschädigte dann aber der Musemusshop mit seinem
Angebot. Den Ausstelungskatalog und die vorhandene Fachliteratur
konnte man zwar vergessen, aber ich bin trotzdem Geld losgeworden.
^^'
Als
ich aus dem Museum wieder raus kam regnete es, passend zu meiner
Stimmung und so gab es aus Frust ein riesiges Abendbrot.
Am
2.8. (Mittwoch) gab es Nachts gegen 2°° ein recht starkes Erdbeben,
weshalb ich auch wach geworden bin. Es wackelte ganz schön stark und
alles klapperte und knackte. Kurz überlegte ich, ob es notwendig sei
aufzustehen, aber da mein Fenster eh (als Fluchtweg) geöffnet war,
entschied ich mich liegen zu bleiben. Kurz darauf war ich auch schon
wieder eingeschlummert. Um kurz nach 7°° noch mal das selbe Spiel.
Da war ich allerdings noch müder und reaktionsunfähiger. Es war,
glaube ich, beide Male ca ein 3er Beben..
Fix
erledigte ich nach dem Aufstehen ein bisschen Haushalt, damit ich
mich über Mittag in meinem Zimmer verschanzen kann, solang der
SakuraHouse-Putztypi im Haus wütet. Nachdem der weg war, bin ich mit
Doreen nach Sasazuka gefahren, um noch ein paar kleine Besorgungen zu
machen. Allerdings blieb ich an einem Schaufenster kleben, die
Vogel-Plüschtiere im Angebot hatten. Bislang sah ich dort nur
Wellensittiche & Co, aber da hing eine herzallerliebste
Schwanzmeise mit rum, und so traf mich wahrlich Amors Pfeil und ich
musste sie einfach kaufen. Ich mein; ein Schwanzmeisen-Plüschi, wie
geil ist das denn?!
Auch
kulinarische Köstlichkeiten haben wir erworben, bevor es ärmer,
aber glücklicher wieder heim ging.
Nach
den doch recht ruhigen letzten Tagen gings am Donnerstag (4.8.)
wieder richtig rund. Nach dem Ausschlafen bin ich bald nach Shibuya
aufgebrochen, wo wir dann zu fünft Sushi essen gegangen sind. Wir,
das sind Audrey & Yugo, Morena, Doreen und ich. Das Restaurant
ist zieml. abgefahren und bei Ausländern recht beliebt. Wir saßen
an einer Theke, an welcher das Sushi auf 3 'Gleisebenen' zu einen an
den Platz gefahren kommt, nachdem man es über ein Touchpad
angefordert hat. So toll die Aufmachung ist, so schlecht fand ich
allerdings die Qualität. -.- In dem, wo ich mit Angelina war, war
der Fisch besser. Der Rest schien aber angetan..
Danach
sind wir wieder Purikura machen gegangen, was wieder sehr amüsant
war und nach einem kurzen Schlenker durchs Loft, gings zu Fuß weiter
nach Harajuku.
Dort
steuerten wir, auf Empfehlung von Morena ein koreanisches Kakigori
(geschabtes Eis)-Restaurant an. Wir mussten über eine Stunde teil
auf der Straße, teils im Treppenhaus warten, aber das war es wirkl.
Wert!
Da es mir aber doch ab und an nach dem Sushi aufgestoßen
hatte, entschloss ich mich nur etwas zu trinken, durfte aber von
jedem mal kosten und mich so gesehen bei Morena mit durchfuttern.
(Danke noch mal, es war wirkl. Lecker! *^^*) Sie hatte das Kinako
(Sojabohnenmehl) gewählt und ich liebe dieses Zeug! Das Eis an sich
war viel weicher und glich eher schmelzenden Kokosraspeln, als
Eisstückchen, wie es sonst üblich ist.
Voll
bis zum Stehkragen löste sich unsere Gruppe auf. Ich bin also mit
Doreen noch mal ins ClosetChild gehuscht und schon wieder hatte ich
kein Glück. Schon 2x denke ich darüber nach eine Bluse zu kaufen,
will aber noch mal drüber schlafen und wenn ich wieder komme, in dem
Plan sie nun doch zu erwerben, ist sie nicht mehr da.. tja, das ist
der Fluch an SecondHand Läden, jedes Teil nur 1x verfügbar... u.u
Dennoch
kehrten wir auch noch mal in den Daiso ein, bis wir uns auf den
Heimweg machten. Hier blieben wir allerdings an einem Kurzwarenladen
am Bhf hängen und kaum 5min später standen wir schon drin und
schnackten mit der 81-jährigen Besitzerin, die den Laden jedoch
nächsten Monat aus Altersgründen schließen will und es daher jetzt
einen Ausverkauf gibt.
Die
Omi war wirklich zuckersüß und obwohl wir sie nicht immer
verstanden haben, hatten wir zu dritt trotzdem viel Spaß. ^^
(Freitag,
4.8.) Wieder kam ich erst spät aus den Federn und bald mussten wir
uns auch schon wieder anhübschen. Yukata und Frisur dauern eben
immer ein Weilchen. Doch in voller Montur gings heut nach Ikegami in
den dortigen Tempel zum Bon-odori-Fest. Morena wartete bereits und am
Bhf und wir waren etwas zu zeitig am Tempel. Aber so blieb Zeit sich
noch ein wenig umzuschauen und das kulinarische Angebot abzuchecken.
Deswegen gönnten wir uns auch noch was zu Essen, bevor dann Musik
und Tanz starteten.
Obon
ist eigentl. ein Fest an dem man den Ahnen huldigt und in seine
Heimat zurückkehrt. Doch mittlerweile hat es auch Matsuri-ähnliche
Züge bekommen. So also fanden wir uns am Tanzplatz ein, in dessen
Mitte eine Tribüne errichtet war, auf der ein Trommler stand. Auf
der nächstfolgenden Ebene folgten Tänzerinnen, sowie auch an der
Basis tanzten die Profis. Drum herum das gemeine Volk, was mehr oder
minder Ahnung von den strikten Bewegungen hat. Wir schlugen uns
allerdings gar nicht so schlecht und auch wenn die Lieder sich
wiederholten, hat es mir viel Spaß gemacht.
Den
Ausflugstipp hatten wir durch eine Mail von SakuraHouse bekommen,
doch wir waren auf eigene Faust gegangen. Dennoch trafen wir so viele
Bekannte wieder, die wir schon bei der Samurai-Parade kennengelernt
hatten. XD Und auch der SakuraHouse-Orga-typ fotografierte auch uns
fleißig. Und tatsächlich haben wir sogar wieder den Bilderlink bekommen (auch wenn wir vergleichsweise selten drauf sind ^^' https://www.flickr.com/photos/36733168@N04/albums/72157684630364324)
Morena
brach etwas eher auf, doch auch wir strichen kurz vor 21°° die
Segel, denn obwohl ich meinen Obi heut ausgesprochen schön gebunden
hatte, drückte irgendwas auf den Bauch. Erst als ein Teil etwas
löste, ging es mir wieder besser.
Am
Samstag (5.8.) gehörte der Vormittag wieder an sich angesammelten
Sachen, Ausmisten war angesagt. Kurz nach dem Mittag verabschiedete
sich auch Katharina von uns, denn sie zog in ein eigenes Apartment
um. Und so sind wir erst mal nur noch zu dritt.
Doch
auch heute stand ein Ausflug an. Denn gegen 16°° trafen wir uns mit
Morena in Koiwa, um zu dem Hanabi am Edo-gawa zu gehen. Der Masse
folgend und Proviant kaufend hatten wir uns etwas verfranzt und
mussten ganz schön pilgern um zur anderen Seite am Fluss zu kommen,
doch das marschieren hatte sich gelohnt! Eine riesige gemütl.,
grüne(!) Rasenfläche wartete auf uns, auf der sogar noch Platz frei
war. Unglaublich!
Ganz
entspannt mit Essen, Quatschen und Spielen warteten wir auf das
Feuerwerk und wurden von hunderten Libellen umschwirrt. Ehrlich, so
viele Libellen hab ich noch nie gesehen. Bald tauchten auch die
ersten Fledermäuse und der Mond auf, so ließ das Feuerwerk nicht
mehr lang auf sich warten. Wir hatten die perfekte Sicht und auch
wenn der Qualm manchmal nicht schnell genug abgezogen war, um die
folgenden Schüsse zu sehen, war es eines der schönsten Hanabis, die
ich je gesehen habe! Mich hat es trotz der Hitze des öfteren
gefroren. Übrigens gehen die Feuerwerke hier immer von ca. 19:15 bis
20:30!
Der
Weg zum Bhf war weit, die Blase voll und so mussten wir die
aufgestellte Dixis verwenden... ein Abenteuer für sich....
In
der Nähe des Bhf sind wir allerdings noch in ein CoCO-Curry
eingekehrt und ich hatte ein leckeres, wenn auch leicht scharfes
(Schärfegrad Normal ô.O) Curry mit Tomate und Spargel.
Nachdem
wir müde zu Haus ankamen verquatschten wir uns dennoch mit Audrey
und Yugo in der Küche.
Dementsprechend
spät war ich auch am Sonntag (6.8.) erst wach. An dem Tag passierte
dann auch im Grunde nicht viel. Man könnte es auch mit, ich habe
geräumt, geräumt, geräumt und wegschmeißen/ aussortieren
zusammenfassen. Wobei sich mir die Frage stellte, warum sind Bücher
so schwer?? Ein Blatt Papier ist doch so leicht.. >A<
Ich
werde wohl nicht drum rum kommen, noch Päckchen schicken zu
müssen... *seufts*
Außerdem
haben wir heut ganz oft mit Audrey gequatscht. Ich werde sie so sehr
vermissen, wenn ich wieder in Dtl. bin. Sie ist echt ein Sonnenschein
und irgendwie zu einer Art Schwester geworden. Oft leidet sie sicher
unter meinem Engl., aber sie ist so geduldig. :3 Man muss sie einfach
lieb haben.
So, dann geht es am Samstag diese Woche auf die Kyoto-Reise. Deshalb verabschiede ich mich hiermit erst mal wieder in eine Schreibpause...
Ich hoffe, dass ich noch mal dazu komme aus Japan etwas zu schreiben. Ich gebe mir jedenfalls Mühe.
Wie angekündigt werde ich die Reise wohl erst in Dtl. verschriftlichen.
Bis
dahin
Eure Misuka ;)
... noch 2 Tage !!