Hallo meine Lieben, da
bin ich wieder einmal. Wie angekündigt folgen nun ein paar Beiträge
zum Thema „Tücken des Alltags“. Ich möchte euch diese seltsamen
Begebenheiten oder Kuriositäten keinesfalls vorenthalten. Staunt
also nun als erstes über meinen Erfindungsreichtum. ;D
* Der Becher aus der
Flasche
Ganz zu Beginn meines
Aufenthalts in Japan hatte ich ja nur mein Zimmer zu Verfügung und
sonst nichts. Weder Geschirr oder dergleichen gab es. Es gab zwar am
Wochenende nichts vom Wohnheim zu Essen aber durch die Bentô aus den
Konbinis oder den Fertiggerichten lies sich auch ohne Geschirr ganz
gut auskommen. Doch ein Glas aus dem man trinken kann wäre nun doch
ab und an ganz praktisch. Aber ich wäre nicht ich, wenn mir hierzu
nicht etwas eingefallen wäre.
Da es hier eh keinen
Flaschenpfand gibt und alles sowieso im Müll landet, habe ich mir
also eine Flasche mit einem stabilen Boden gesucht und den unteren
Teil kurzerhand in einen Becher umgewandelt. Einen Becher im 100-yen
Laden kaufen wollte ich nicht, denn es hätte mir sicher Leid getan
diesen dann nach der Zeit wegschmeißen zu müssen....(^^')
* Das Kissen aus den
Mülltüten
Nach einigen Nächten auf
der Sperrholzplatte und dem dünnen Futon mit dem großen Kissen war
mein Nacken ziemlich verspannt. Das Kissen lies sich mit der Zeit
auch nicht platt liegen, also musste ich wieder einmal eine Lösung
finden. Zum Glück hatte ich, alle bisher beim Einkaufen erhaltenen
Tüten aufgehoben. Kurzerhand stopfte ich alle Tüten in den
Kissenüberzug und verwendete das andere Innenleben als ein
'Sofakissen' für mein Bett.
Zwar raschelte mein
Ersatzkissen die ersten drei Nächte ganz schön und war dann ganz
schön flach. Aber im laufe der Zeit kamen immer mehr Tüten hinzu
und die raschelten nach ein bisschen platt liegen irgendwann auch
nicht mehr. ;)
* Das Loch in der Wand
Ich weiß nich so recht
warum es dieses Loch gab, aber es war da! Und der einzige Grund wozu
es gedient haben könnte war wohl, den Durchzug im Wohnheim zu
garantieren oder Studenten, die nie lüfteten im Sommer vor dem
Erstickungstod zu bewahren... Aber im Herbst / Winter wurde das Ding
ganz schön unangenehm. Es gab eigentlich eine Klappe, die man durch
eine Schraube zu drehen konnte, aber die schloss das Loch nach außen
auch nicht 100% ab. Um wenigstens die Zugluft ein bisschen
einzudämmen hatte ich schon schnell eine Lösung gefunden.
Ich nahm Maß und
übertrug diese auf eine Plastiktüte, schnitt mir den Kreis aus und
klebte das Stück Tüte über das Loch, wobei ich die Ränder so gut
wie möglich mit Klebeband abdichtete. Isolation bot das zwar nich
grad viel, aber so zog wenigstens erst mal kein kalter Wind mehr
herein. (^^)d Clever, wa?!


