Montag, 26. Mai 2014

Wie es war und wie es ist...

Hallo an alle. Hier ist es in letzter Zeit ganz schön still geworden. Ich hatte viel zu tun und wie der Alltag so ist kommt eine Katastrophe nach der anderen. (^-^)' Naja, ganz so ist es nicht. Aber ich hatte kaum Muse und Zeit dieses kleine Resümee* zu schreiben. Ich hoffe ihr hattet viel Spaß beim Lesen meiner vergangenen Abenteuer und schaut trotzdem ab und zu noch mal hier rein, da ich noch ein bisschen was, je nach dem wie ich Zeit haben werde, hochladen möchte. Zum Beispiel noch Kleinigkeiten unter dem Thema 'Tücken des Alltags' und im Anschluss möchte ich gern noch etwas zum Thema Essen schreiben. Und euch ein wenig Appetit machen. ;)

Aber jetzt noch mal ein kleiner Rückblick.
Ich muss sagen, dass es zwar sehr anstrengend, aber auch sehr schön war! Es ist wie es alle vorher gesagt haben; das wirst du nicht bereuen! Obwohl ich am Anfang doch recht ängstlich war habe ich alle Aufgeben gut gemeistert und mich allein in der Fremde durchschlagen können. Man sagt, wenn Japaner das Land verlassen verlieren sie einen Teil Ihrer 'Japaneseness' ('Japanischkeit') und nehmen etwas von der fremden Kultur auf. In Japan wird das nicht immer als positiv betrachtet. Wenn ich es auf mich beziehe, so sehe ich mich als eine japanisierte Sächsin. Obwohl 'japanisiert' auch nicht wirklich passt. Ich habe in dem halben Jahr eher eine Beziehung zu der Region aufgebaut, in der ich lebte. Auf meiner Reise im Jahr 2012 war das noch nicht so. Aber nun da man eine so lange Zeit an ein und dem selben Ort war, schleicht sich ein kleines Gefühl der Heimat ein. Ich war kein japanischer Bürger, aber ich war ein Mitbürger. Ein Teil von mir wird sich immer in Saitama, beziehungsweise in Asaka 'heimisch' fühlen. Einige von euch werden nun vielleicht sagen; wie kann man denn von innerhalb einem halben Jahr so denken, das ist doch keine lange Zeit. Nein, das vielleicht nicht, aber es war eine intensive Zeit, in der ich oft mit mir allein war und in den Dingen, die mich umgaben, eine eigene kleine Welt gesehen hab. Wege, die man jeden Tag geht, Gebäude, die man jeden Tag sieht, Gewohnheiten, die man jeden Tag ausführt schaffen ein wohliges Umfeld. Als Tokyoterin hab ich mich allerdings nicht gefühlt, da Tokyo so unglaublich groß und nicht begreifbar ist und ich auch nicht dort gewohnt habe. So schön es auch war, so weit weg ist dieses Land doch von der echten Heimat. Diesen Begriff kann ich durch dieses halbe Jahr nun viel besser definieren.
Nichts desto trotz bleibt es eine Liebe fürs Leben. Ich freue mich schon auf meine nächste Reise in dieses faszinierende Land, wann auch immer das sein wird. Im Moment fühlt es sich mehr so an, als ob es nur ein wunderschöner Traum war. Wenn ich die Fotos und die Dinge sehe, die ich mir gekauft habe, so kann ich gar nicht begreifen, dass ich wirklich dort war. Auch der Blick auf Prospekte oder wenn ich mir zu Hause meine Hefte und Bücher über Japan anschaue, dann bekomme ich sofort Fernweh. Vor allem bei Bildern von Orten, die ich kenne und wo ich war. Man denkt mehr an die schönen Dinge, die man erlebt hat. Vielleicht verfälscht sich dadurch der Rückblick ein wenig, aber ich denke, dass es gut ist, wenn man mit den Gefühlen der guten Erinnerung wächst. Schade finde ich es nur, dass ich noch nie den Frühling in Japan gesehen habe. Aber dies ist ohne Frage immer noch ein fester Punkt auf meinem, Lebensweg!
Nun bin ich schon wieder ganz schön lange in Deutschland und vermisse hier so viele Annehmlichkeiten, die Japan bot. Beispielsweise leckere Onigiri, die Konbinis und auch die Freundlichkeit von Verkäuferinnen. (was für ein Armutszeugnis für Dtl. -.-') Und auch irgendwie das Gefühl der Sicherheit. (Ein Loblied für die Koban-Stellen!)
Nun denn, in diesem Sinne. Ich bedanke mich noch mal für euer Interesse und man liest sich sicher mal wieder. (ö___ö)
Bis Bald, eure Misuka

* wtf! Seit wann schreibt man Resümee mit ü??? Das sieht doch komisch aus, oder?? Aber der Duden meint das so.. o.O