Freitag, 27. Juni 2014

* Sonderbeitrag: Die Tücken des Alltags

Hallo meine Lieben, da bin ich wieder einmal. Wie angekündigt folgen nun ein paar Beiträge zum Thema „Tücken des Alltags“. Ich möchte euch diese seltsamen Begebenheiten oder Kuriositäten keinesfalls vorenthalten. Staunt also nun als erstes über meinen Erfindungsreichtum. ;D


* Der Becher aus der Flasche
Ganz zu Beginn meines Aufenthalts in Japan hatte ich ja nur mein Zimmer zu Verfügung und sonst nichts. Weder Geschirr oder dergleichen gab es. Es gab zwar am Wochenende nichts vom Wohnheim zu Essen aber durch die Bentô aus den Konbinis oder den Fertiggerichten lies sich auch ohne Geschirr ganz gut auskommen. Doch ein Glas aus dem man trinken kann wäre nun doch ab und an ganz praktisch. Aber ich wäre nicht ich, wenn mir hierzu nicht etwas eingefallen wäre.
Da es hier eh keinen Flaschenpfand gibt und alles sowieso im Müll landet, habe ich mir also eine Flasche mit einem stabilen Boden gesucht und den unteren Teil kurzerhand in einen Becher umgewandelt. Einen Becher im 100-yen Laden kaufen wollte ich nicht, denn es hätte mir sicher Leid getan diesen dann nach der Zeit wegschmeißen zu müssen....(^^')


* Das Kissen aus den Mülltüten
Nach einigen Nächten auf der Sperrholzplatte und dem dünnen Futon mit dem großen Kissen war mein Nacken ziemlich verspannt. Das Kissen lies sich mit der Zeit auch nicht platt liegen, also musste ich wieder einmal eine Lösung finden. Zum Glück hatte ich, alle bisher beim Einkaufen erhaltenen Tüten aufgehoben. Kurzerhand stopfte ich alle Tüten in den Kissenüberzug und verwendete das andere Innenleben als ein 'Sofakissen' für mein Bett.
Zwar raschelte mein Ersatzkissen die ersten drei Nächte ganz schön und war dann ganz schön flach. Aber im laufe der Zeit kamen immer mehr Tüten hinzu und die raschelten nach ein bisschen platt liegen irgendwann auch nicht mehr. ;)


* Das Loch in der Wand
Ich weiß nich so recht warum es dieses Loch gab, aber es war da! Und der einzige Grund wozu es gedient haben könnte war wohl, den Durchzug im Wohnheim zu garantieren oder Studenten, die nie lüfteten im Sommer vor dem Erstickungstod zu bewahren... Aber im Herbst / Winter wurde das Ding ganz schön unangenehm. Es gab eigentlich eine Klappe, die man durch eine Schraube zu drehen konnte, aber die schloss das Loch nach außen auch nicht 100% ab. Um wenigstens die Zugluft ein bisschen einzudämmen hatte ich schon schnell eine Lösung gefunden.
Ich nahm Maß und übertrug diese auf eine Plastiktüte, schnitt mir den Kreis aus und klebte das Stück Tüte über das Loch, wobei ich die Ränder so gut wie möglich mit Klebeband abdichtete. Isolation bot das zwar nich grad viel, aber so zog wenigstens erst mal kein kalter Wind mehr herein. (^^)d Clever, wa?!

Montag, 26. Mai 2014

Wie es war und wie es ist...

Hallo an alle. Hier ist es in letzter Zeit ganz schön still geworden. Ich hatte viel zu tun und wie der Alltag so ist kommt eine Katastrophe nach der anderen. (^-^)' Naja, ganz so ist es nicht. Aber ich hatte kaum Muse und Zeit dieses kleine Resümee* zu schreiben. Ich hoffe ihr hattet viel Spaß beim Lesen meiner vergangenen Abenteuer und schaut trotzdem ab und zu noch mal hier rein, da ich noch ein bisschen was, je nach dem wie ich Zeit haben werde, hochladen möchte. Zum Beispiel noch Kleinigkeiten unter dem Thema 'Tücken des Alltags' und im Anschluss möchte ich gern noch etwas zum Thema Essen schreiben. Und euch ein wenig Appetit machen. ;)

Aber jetzt noch mal ein kleiner Rückblick.
Ich muss sagen, dass es zwar sehr anstrengend, aber auch sehr schön war! Es ist wie es alle vorher gesagt haben; das wirst du nicht bereuen! Obwohl ich am Anfang doch recht ängstlich war habe ich alle Aufgeben gut gemeistert und mich allein in der Fremde durchschlagen können. Man sagt, wenn Japaner das Land verlassen verlieren sie einen Teil Ihrer 'Japaneseness' ('Japanischkeit') und nehmen etwas von der fremden Kultur auf. In Japan wird das nicht immer als positiv betrachtet. Wenn ich es auf mich beziehe, so sehe ich mich als eine japanisierte Sächsin. Obwohl 'japanisiert' auch nicht wirklich passt. Ich habe in dem halben Jahr eher eine Beziehung zu der Region aufgebaut, in der ich lebte. Auf meiner Reise im Jahr 2012 war das noch nicht so. Aber nun da man eine so lange Zeit an ein und dem selben Ort war, schleicht sich ein kleines Gefühl der Heimat ein. Ich war kein japanischer Bürger, aber ich war ein Mitbürger. Ein Teil von mir wird sich immer in Saitama, beziehungsweise in Asaka 'heimisch' fühlen. Einige von euch werden nun vielleicht sagen; wie kann man denn von innerhalb einem halben Jahr so denken, das ist doch keine lange Zeit. Nein, das vielleicht nicht, aber es war eine intensive Zeit, in der ich oft mit mir allein war und in den Dingen, die mich umgaben, eine eigene kleine Welt gesehen hab. Wege, die man jeden Tag geht, Gebäude, die man jeden Tag sieht, Gewohnheiten, die man jeden Tag ausführt schaffen ein wohliges Umfeld. Als Tokyoterin hab ich mich allerdings nicht gefühlt, da Tokyo so unglaublich groß und nicht begreifbar ist und ich auch nicht dort gewohnt habe. So schön es auch war, so weit weg ist dieses Land doch von der echten Heimat. Diesen Begriff kann ich durch dieses halbe Jahr nun viel besser definieren.
Nichts desto trotz bleibt es eine Liebe fürs Leben. Ich freue mich schon auf meine nächste Reise in dieses faszinierende Land, wann auch immer das sein wird. Im Moment fühlt es sich mehr so an, als ob es nur ein wunderschöner Traum war. Wenn ich die Fotos und die Dinge sehe, die ich mir gekauft habe, so kann ich gar nicht begreifen, dass ich wirklich dort war. Auch der Blick auf Prospekte oder wenn ich mir zu Hause meine Hefte und Bücher über Japan anschaue, dann bekomme ich sofort Fernweh. Vor allem bei Bildern von Orten, die ich kenne und wo ich war. Man denkt mehr an die schönen Dinge, die man erlebt hat. Vielleicht verfälscht sich dadurch der Rückblick ein wenig, aber ich denke, dass es gut ist, wenn man mit den Gefühlen der guten Erinnerung wächst. Schade finde ich es nur, dass ich noch nie den Frühling in Japan gesehen habe. Aber dies ist ohne Frage immer noch ein fester Punkt auf meinem, Lebensweg!
Nun bin ich schon wieder ganz schön lange in Deutschland und vermisse hier so viele Annehmlichkeiten, die Japan bot. Beispielsweise leckere Onigiri, die Konbinis und auch die Freundlichkeit von Verkäuferinnen. (was für ein Armutszeugnis für Dtl. -.-') Und auch irgendwie das Gefühl der Sicherheit. (Ein Loblied für die Koban-Stellen!)
Nun denn, in diesem Sinne. Ich bedanke mich noch mal für euer Interesse und man liest sich sicher mal wieder. (ö___ö)
Bis Bald, eure Misuka

* wtf! Seit wann schreibt man Resümee mit ü??? Das sieht doch komisch aus, oder?? Aber der Duden meint das so.. o.O

Samstag, 26. April 2014

Die Stunden flogen davon....

Auch am 6.2. haben wir ein letztes mal in dem kleinen Café gefrühstückt und haben es heut zum zweiten mal versucht auf den Fischmarkt zu gehen. Trotzt des fortgeschrittenen Vormittags war immer noch viel los und wir mussten aufpassen von den kleinen fahrbaren Fischtransportern nicht angefahren zu werden. Es war immer noch recht hektisch, da möcht ich gar nicht wissen, wie es hier zu Spitzenverkaufszeiten zugeht. (>.<) Am Rande des Marktes sind kleine Geschäfte, Lokale, sowie Imbissstände. An einem lachte uns eine Eierrolle zu und wir gönnten uns ein zweites kleines Frühstück. Im Anschluss fuhren wir noch mal nach Shibuya.
Zum Einen, weil man schon einmal über die riesige Kreuzung gegangen sein muss, die im Fernsehen immer gezeigt wird, und zum Anderen, finde ich lohnt sich auch ein Besuch an der Statue von Hachiko, dem treuen Hund, der auch nach dem Tod seines Herrchens täglich am Bahnhof auf ihn wartete. Auch gingen wir noch mal duchs Kaufhaus 1O9. Aber die Läden dort sind eher für Mädchen, die das ganze Gegenteil des Lolita-Stils tragen. So bummelten wir so noch ein bisschen rum und fuhren aber auch bald zurück. Als wir ins Hotel zurückgekehrt waren ruhten wir uns eine Weile aus und gingen dann zur rechten Zeit noch mal runter zur Ghibli-Uhr, um ein Video des Spektakels auf zu nehmen. Und dann kam der schwerste Teil meiner Reise, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ich musste versuchen all meinen Kram in 3 Koffern von ca. 23kg zu verteilen (+Handgepäck von ~8kg, +eine 'Handtasche'). Während mein Freund innerhalb einer halben Stunde alles soweit fertig eingepackt hatte, brauchte ich ca. geschlagene 3 Stunden. Auch das wiegen der Koffer war eine Tortur! Nach einer Runde sykpen war dann auch schon schlafen angesagt.

Denn am nächsten Tag (7.2.) hieß es schon ganz zeitig aufstehen. Gegen 4:40Uhr quälte wir uns aus dem Bett, packten die letzten Sachen in die Taschen und ich nahm schweren Herzens langsam Abschied von dem Leben in Japan. Die Bahn war, dank so früher Stunde noch schön leer. Nur ein Betrunkener störte die Stille der schläfrigen Bahnfahrer. In Nippori hieß es wieder umsteigen. Immer ist das Ein- und Aus-checken an diesem Bahngate ein bisschen verwirrend, aber letztendlich hat alles geklappt und nach ein bisschen warten saßen wir dann auch schon im Skyliner, der uns zum Flughafen brachte. Nachdem wir unsere Koffer abgegeben hatten warteten wir ein kleines Weilchen, bis wir in den Sicherheitsbereich gingen. Wir mussten durch mehrere Kontrollen und ich wurde sogar noch mal 'rausgefischt', weil man meine Registrationskarte noch ungültig machen musste. Dann hauten wir unser letztes Kleingeld auf den Kopf, so gut es ging. Beim Kauf von Schokolade fand ich an einer Kasse auch noch einen Pass eines chinesischen Reisenden. An unserem Gate schauten wir beim Putzen und Beladen unserer Maschine zu und aßen unser letztes Onigiri.
Bald hob der Flieger ab und wir flogen, sehr zu meiner Freude, über halb Japan nach Norden, bis hoch nach Hokkaido. Dort war alles voller Schnee. Eine wunderschöne Landschaft! Wäre ich in dem Moment allein gewesen hätte ich sicher viel mehr geweint. Aber zu wissen nicht allein zu sein, dass zu Hause liebe Menschen warten und die Gewissheit wieder her kommen zu können haben über den Abschiedsschmerz hinweg geholfen. Bis ich nicht mehr ein Fitzelchen Land sehen konnte, konnte ich mich auf nichts anderes konzentrieren.
Aber ganz klasse fand ich es dass es diesmal im Bordprogramm einen Film im Angebot gab, für den ich 2012 den Kino-Trailer in der Bahn gesehen hatte, und mir dachte; den würd'ste gern mal guggen! Es war die Realverfilmung des Manga Rurouni Kenshin. Und ich muss sagen, dass mir der Charakter in 'real' noch viel besser gefällt. Was gibt es cooleres, als einen langhaarigen, jungen Samurai. (^w^')

Ansonsten war der Flug recht langweilig und unspektakulär. Ab und zu gab es was zu Essen oder zu Trinken und nach ca. 11 Stunden landeten wir etwas wackelig in Frankfurt. Kaum in Deutschland angekommen kann ich noch nicht mal mehr hiesige Toilettentüren öffnen. Die japanischen Mädchen, die mir halfen staunten über mein japanisches 'Danke' und ich staunte über ihre Verwunderung. Eigentlich müsst ich es doch langsam mal gewohnt sein...An einer Taschenkontrolle herrschte ein wenig Verwirrung. Und da von den ca. 10 Beamten, die dort rum standen nur gefühlte 2 arbeiteten, ging es recht langsam voran. Die Japaner hinter uns, die schon ganz vorbildlich ihre Taschen in ein Körbchen legen wollten, wurden von einer deutschen Beamtin so blöde darauf hingewiesen, dass sie warten sollten, dass ich mich am liebsten für der Frau ihr Verhalten entschuldigt und ihnen erklärt hätte, dass Deutsche, die im Service Bereich arbeiten, nicht immer freundlich sind. Auf das Fremdschämen kam schon der nächste Schock, da mein Freund, der meinen Laptop in der Tasche hatte rausgezogen wurde und ihn vorzeigen sollte. Aber es war alles ok und wir konnten weiter gehen..puh!
Nun suchten wir uns ein Plätzchen und klingelten erst mal zu Hause durch. Und danach habe ich mir das leckerste Käsebrötchen meines Lebens gekauft! Es war sündhaft teuer, aber es schmeckte himmlisch! Nun hatten wir noch ca. 7 Stunden Zeit. Mit kleinen Suchspielen, Leute beobachten und abwechselnd auf dem Katzenkissen schlafen versuchten wir die Zeit tot zu schlagen. Eine Stunde vor Abflug kam eine Durchsage, dass das Gate geändert werde und wir liefen noch mal ein Stückchen und dann ging es auch endlich bald weiter. Kaum hatten wir die maximale Reiseflughöhe erreicht landeten wir eigentlich auch schon wieder. Eine Weile standen wir am Gepäckband und warteten auf unsere Koffer. Ihr könnt euch gar nich vorstellen, wie erleichtert ich war, dass alle da waren! Nun trotteten wir so als die Letzten mit 4 großen Koffern, 2 großen Taschen und nem kleinen Rucksack Richtung Ausgang. Für die Zollbeamten sahen wir wohl sehr verdächtig aus, nach all den Geschäftsleuten, welche nur kleine, Briefkasten-ähnliche Köfferchen hinter sich her zogen. Grund genug für sie, uns aufzuhalten und dämliche Fragen zu stellen. Aber Leute, nach 11+1 Stunde Flug, 7 Stunden abgammeln auf'n Flughafen hat man für so was herzlich wenig Nerven. Sie waren aber nett und ließen uns weiter gehen. Nun wollten wir nur noch ins Auto und nach Hause fahren. Gegen 1°° waren wir endlich angekommen. Meine Mutti war sogar noch wach und begrüßte uns herzlich. Nun war ich wieder dr' Heme!

Sonntag, 20. April 2014

Tempelmarathon

Am 4.2. hieß es schon sehr zeitig aufstehen und dann nix wie zum Bahnhof. Denn dort wartete schon das liebe Wächter-san auf uns. Mit ihr machten wir heut zu dritt einen Ausflug nach Kamakura. Dieser Ort ist ca. eine Bahn-Stunde von Tokyo entfernt und bietet mit seinen vielen Tempeln und Schreinen, zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Am bekanntesten ist allerdings der große Buddha, oder auch Daibutsu genannt, in den man sogar hinein gehen kann. Im Sommer lockt auch der Strand von Kamakura viele tokyoter Badegäste an. Das Wetter meinte es allerdings ausgerechnet an diesem Tag nicht so gut mit uns. Schon die Ankunft war leicht vernieselt. Aber das sollte uns nicht von unseren heutigen Vorhaben abhalten.
Das erste Ziel war zunächst, besagter großer Buddha. Da der Eintritt ins Innere nur ca. umgerechnet 20Cent kostete schauten wir also mal hinein. Es war recht interessant die Schweißnähte und den Aufbau einer solchen Statue zu sehen. Merkwürdiger Weise sprachen uns hier ein paar Mittelschüler an, die unbedingt ein Foto mit uns zusammen machen wollten. (ô.O) Was für schräge Hühner.... Das nächstgelegene Ziel war der Hase-Tempel.
Die Anlage liegt an einem Hang und viele Sträucher und Büsche, die zum Teil auch schon in Blüte standen verzauberten den Ort. Es gab sogar eine Aussichtsplattform, von der man einen guten Blick über die Ortschaft hatte. Im unteren Bereich der Garten/Tempel-Anlage befand sich noch eine Art Höhlen-Heiligtum. Dies war teilweise so niedrig in den Fels geschlagen, dass wir gebückt gehen mussten. Ich fand es darin schon etwas gruselig. Während meine beiden Weggefährten schon hier von der Abenteuerlust gepackt wurden. Welche Ausmaße das noch annehmen würde ahnte ich da noch nicht.

Weiter ging es erst mal zum nächsten ganz kleinen Tempel (Kokuzodo) und ein Stück an der Strandpromenade entlang. Wir hofften in dem kleinen Supermarkt, in dem wir ein paar Reisbällchen kauften, uns etwas aufwärmen zu können, aber wir waren schneller wieder draußen, als uns lieb war. So irrten wir durch die kalten, vernieselten Straßen der Kleinstadt, zurück Richtung Bahnhof, um wieder einen Anhaltspunkt zu haben. Das Wetter zwang uns zum Glück nun doch dazu irgendwo einzukehren. In einem Starbucks gab es leckere Kaffees und Kuchen, was uns in dem Moment unglaublich gut tat! Gestärkt und aufgewärmt setzten wir unsere Erkundungstour fort.
Zunächst schlenderten wir durch eine Souvenirstraße und kamen am Ende direkt an der nächsten großen Schreinanlage (Tsurugaoka-Hachimangu-ji) heraus. Diese war sehr weitläufig. Der im Areal gelegene kleine Tempel auf einer Insel, konnten wir uns blöderweise nicht in Ruhe ansehen, da dort grad ein Haufen Mittelschüler Tauben anfütterte, um dann kreischend wegzulaufen. (-.-) Also man sieht, es gibt in der Jugend überall Idioten auf der Welt, sogar im gesitteten Japan.

Weiter ging es für uns zu einem kleinen verschlafenen Schrein, der etwas außerhalb vom Zentrum lag, dem Hokai-ji. Gegen einen kleinen Obolus traten wir ein und konnten diesmal sogar hinein gehen. (Natürlich vorher Schuhe aus, versteht sich. ^^) Noch ein bisschen weiter liefen wir zu einem 'Höhlengrab' (Takatoko Harakiri Yagura). Und gleich hier begann ein kleiner Wanderweg Namens 'Gionyama Hiking Course'. Nach ein wenig hin und her wurde ich überstimmt und ungeachtet des weiblichen Schuhwerks traten wir unsere Erkundungstour an.
Berg auf, Berg ab. Über Stock und über Steinchen, brich nur nicht die kleinen Beinchen, wanderten wir wie am Rennsteig durch den Wald.... Der Weg war sehr abenteuerlich, aber fast am Ende der Strecke wurden wir mit einem Blick über die Stadt belohnt. Diesmal von der anderen Seite, und wir konnten den Tempel sehen, in dem wir heut Vormittag schon waren. Nach einer kurzen Rast liefen wir noch bis zum Ende des Wegs und kamen direkt in einer kleinen Schrein-Anlage, am Yagumojinja, raus.
Wir kamen dort so zu sagen durch die Hintertür. :) Vom Wald aus hatten wir während der Wanderung noch so einige interessante Objekte von oben ausfindig gemacht und da wollten wir noch mal hin schauen. Vorbei an einem weiteren kleinen Tempel (Joeiji) kamen wir schließlich bei einer, auch als Familiengrab ausgeschilderten, sehr prächtigen und düsteren Gebäudeansammlung an.

Auf dem Weg zum Bahnhof schlenderten wir noch mal durch einen Tempel (Hongakuji), aber irgendwann lässt die Begeisterung doch irgendwann nach und so waren wir froh, als wir endlich wieder den Bahnhof erreicht hatten. Als wir am Bahnsteig auf unseren Zug warteten fing es auch noch an zu schneien. Wie gut, dass es bis jetzt ausgehalten hatte und nicht schon anfing, als wir noch unterwegs waren. Über die Sitzplätze in der Bahn waren wir reichlich froh und ließen uns müde nach Hause schaukeln. Unterwegs gab es zwar wieder mal einen Unfall, weshalb sich unsere Weiterfahrt um ein Weilchen verzögerte. Aber das war uns so was von egal, denn wir saßen und es war halbwegs warm. Wir verabschiedeten uns in Shimbashi von Wächter-san und alle fanden, dass es trotz des schlechten Wetters ein gelungener Tag gewesen sei. (^_^) Schnell noch etwas zu Essen kaufen und dann hieß es ab in die Wanne und alle kühlen Gliedmaßen wieder auftauen. Ich war an diesem Abend echt fertig und konnte mir kaum vorstellen, dass ich am nächsten Tag überhaupt noch einen Schritt laufen könnte.
Dieser Tag war unser absoluter Rekordtag. Selbst auf den Walking-Touren mit Brian war ich nie so viel gelaufen! Mein Schrittzähler zeigte an diesem Tag die unglaubliche Zahl von 31.200 Schritten an! Aber wenn man mal die Karte betrachtet und versucht nach zu vollziehen, wo wir überall waren, wird schnell feststellen, dass wir längst noch nicht alles gesehen haben. Ein nochmaliger Besuch Kamakuras würde sich auf jeden Fall lohnen.

Doch von Tempeln und Schreinen hatte ich jetzt eigentlich erst mal genug. (^.^')



Wieder erwartend sollte ich mich doch am nächsten Tag (5.2.) laufend vorwärts bewegen. Nach dem Frühstück im gleichen Café, wie schon 2 Tage zuvor, fuhren wir heut nach Harajuku.
Und da man von Kultur nie genug haben kann gings erst noch mal zum Meiji-Schrein und im Anschluss spazierten wir noch ein wenig durch den Yoyogi-Park, in dem ich komischer Weise noch nie war, obwohl er gleich neben meinen Lieblingsviertel liegt. Aber im Park war doch recht wenig los. Nur ein paar vereinzelte Rosen mit deutschen Namensschildern blühten schon. Obwohl die Sonne schien war es trotzdem recht kalt und dadurch lud keine Bank wirklich zum Verweilen ein. Also musste mein Schatz noch ein letztes mal durch die Shopping-Hölle mit mir gehen. Es ging in viele Lolita-Shops, Klimbim-Läden und einen Secondhand-Kimono-Shop. Außerdem hatte ich auch noch nach Plateauschuhen gesucht, aber obwohl der sehr nette Verkäufer extra noch mal in sein Lager außerhalb des Geschäftes sprintete, um mir eine Größe größer zu holen, drückten sie leider am Knöchel und ich musste sie leider zurücklassen. Zur Abschied von der Takeshita-dori (Einkaufsstraße) aßen wir, für diesen Stadtteil typisch, einen Crep.

Da am Morgen und auch am Nachmittag noch schönes Wetter war fuhren wir nun weiter zum Tokyo Tower, in der Hoffnung von dort aus den Fuji zu sehen. Doch als wir oben waren mussten wir leider feststellen, dass er wie so viele Tage im Jahr, wieder einmal in Wolken gehüllt war. Da hatte ich im Wohnheim ganz schön Glück, dass ich ihn im Winter doch recht häufig sehen konnte. Dennoch warteten wir auf dem Tower auf den Sonnenuntergang und spielten, um uns die Zeit zu vertreiben im grauen Häusermeer 'Ich sehe, was, was du nicht siehst!'
Es war sehr faszinierend wie immer und immer mehr Lichter in der Stadt angingen und die Straßenzüge von Autoschlangen erleuchtet wurden. Der Anblick von von Tokyo ist bei Nacht fast noch schöner wie am Tage, wie ich finde. Auf dem Rückweg schauten wir uns natürlich auch noch mal nach dem beleuchteten Tokyo Tower um, und für mich wird er ewig die Nummer eins bleiben. Er ist und bleib in meinen Augen immer das Wahrzeichen Tokyos!

Donnerstag, 10. April 2014

Vor verschlossenen Türen

Am 2.2. standen wir mal etwas zeitiger auf als sonst, um uns an diesem recht trüben Tag zum Fischmarkt auf zu machen.
Doch als wir davor standen mussten wir leider feststellen, dass eben dieser geschlossen war. (-.-) Da geht man nun davon aus, Japaner sind fleißig, und dann hat der Fischmarkt einfach Sonntags zu.
Naja, dramatisch war die Sache nicht, denn auf dem Weg zum nächsten Ziel kamen wir noch mal am Hotel vorbei und ich konnte noch ein paar vergessene Sachen mitnehmen. Nun machten wir uns auf zum Bahnhof 'Tokyo'. Dieses Bahnhofsgebäude ist mit erdbebensicherer Technik im alten Stil (von 1914) wieder aufgebaut worden, nachdem es im Krieg erhebliche Schäden erlitten hatte. Mir gefällt die Architektur selbst sehr gut, da sie etwas Farbe und Charme in das triste Grau Tokyos trägt.
Vom Bahnhof aus liefen wir dann gradewegs zum Areal des Kaiserpalastes, machten dort die typischen Fotos und setzten uns auf eine Bank.Unterhaltung boten uns dort hunderte Marathonläufer, die wahrscheinlich ihre Runden in einer organisierten Veranstaltung drehten. Während wir die verschiedenen Laufstile auswerteten aßen wir sehr leckere Waffel-Kekseln. Meine Planung für diesen Tag fand an diesem Punkt ein schnelles Ende.
Da wir noch viel Zeit hatten entschlossen wir uns noch den Zojoji Tempel in der Nähe vom Tokyo Tower zu besuchen. Dort konnten wir auch einem Gebet lauschen. Vom Tempel aus entschlossen wir uns mal zum Hotel zurück zu laufen. In der Nähe vom Bahnhof 'unseres Viertels' ging wieder mal die Suche nach was zu Essen los. Wir landeten unter anderem auch in einer Art Nudelbar, die im 3. Untergeschoss eines Gebäudes war. Dieses Lokal bestand nur aus einem Zimmer mit Platz für höchstens 11 Gäste und der Theke hinter der gleich die Speisen zubereitet wurden. Solche kleinen Gaststuben sind in Japan sehr häufig zu finden, doch dass es im 3. Untergeschoss noch solche Kaschemmen gibt, hat selbst mich überrascht.


Letztendlich landeten wir in einem Stehlokal nur weil wir von außen nicht sahen, dass keine Stühle drin standen. Geschmeckt hatte unsere Nudelsuppe dann trotzdem. (^^') Nach dem Einkauf für unser Abendbrot überholte uns ein sprintender Büromensch. Der hatte ein wirklich rasantes Tempo drauf! (ô.O) Das kurioseste an dieser Begegnung war allerdings, dass er irgendwann abbremste und umkehrte, aber diesmal ganz langsam zurück trottete. Auch die Abendunterhaltung war nunja, sagen wir recht eigenartig.....Im Hotel gegenüber ereignete sich etwas, was wir beobachten konnten. Was, bleibt jetzt aber eurer Phantasie überlassen.... ;)



Der nächste Tag (3.2.) begann mal mit einem richtigen Frühstück in einem Café ganz in der Nähe vom Hotel. Das Baguette schmeckte himmlisch sowie auch mein Macha-Latte (GrünerTee-Cappuccino mit Milchschaum) oder der Karamell-Latte meines Schatzes. Gut gestärkt brachen wir nun nach Akihabara auf. Als erstes hatte ich ein bisschen Kultur eingeplant.
Ich hätt so gern mal rein geguggt  (>.>)
Wir liefen also zur Nikolai-Kirche, weil ich unbedingt mal eine richtige Kirche in Japan besuchen wollte. Doch schon wieder hatte ich das Kleingedruckte meines Reiseführers nich richtig gelesen, und so standen wir wieder einmal vor verschlossenen Türen. (-.-) Zum Glück hatten die beiden Tempel in der Nähe, in denen ich schon mal mit Wächter-san war, auf. Nachdem wir dort ein bisschen geschaut hatten liefen wir weiter ins Zentrum vom Freak-Virtel. Wir schlugen uns durch allerhand Geschäfte, aber was richtig tolles haben wir nicht gefunden. Also machten wir uns irgendwann wieder auf den Rückweg, kehrten wir noch in ein kleines Lokal zum Essen ein und nahmen uns im Hotel Zeit Postkarten zu schreiben und Totoro zu guggen. Ein bisschen Ruhe und Erholung war ganz gut, denn am nächsten Tag war ein größerer Ausflug geplant.

Dienstag, 25. März 2014

Träume werden wahr

Am letzten Tag im Januar sind wir erst ziemlich spät aufgestanden. Nach einem improvisierten Frühstück fuhren wir nach Asakusa. Wir schauten uns, so wie tausende andere Touristen, an diesem Tag die Papierlaterne vom Sensoji-Tempel, den Tempel selbst, sowie den Asakusa Schrein und die dazugehörige Souvenierstraße an. Im Anschluss gingen wir noch zur 'Kappadori'. (Dori = Straße) Auf dieser Straße fand man alles Mögliche rund ums Thema Küche oder Restaurant; vom Topf über Geschirr bis hin zu Leuchtreklamekästen oder künstlichem Essen für die Auslage. Auch viele besondere Ausstechförmchen haben wir bewundert.
Neben Totenköpfen und anderen skurrilen Gebilden war unser absoluter Favorit aber eine Ritter-Keksform. Da diese aber ca. 15€ kostete sahen wir allerdings von einem Kauf ab. Das 'Kappa', im Namen dieser speziellen Straße stammt von einem japanischen Fabelwesen, welches als eine Art Mischung aus Ente und Schildkröte erscheint. Es ist ein Wasserwesen, welches bevorzugt Gurken isst. In allen Läden, die Küchenbedarf im Angebot hatten, sah man Sticker mit diesem Wesen an den Fenstern, oder einige hatten nun eben ein solches possierliches Tierchen als Maskottchen im Schaufenster sitzen. In dieser Straße ging mir das Herz auf und ich hätte am liebsten sofort losgekocht! (*.*) 
hm....,lecker!
Danach irrten wir noch ein wenig in der Gegend rum und kehrten letztendlich in ein Lokal ein, in dem ich auch schon mal 2012 gewesen bin. Diesmal gab es Tempura (Gemüse oder Fisch, welche man umhüllt von einem Teigmantel frittiert). Gut gestärkt ging es weiter zur Promenade vom Sumida-Fluss. Nach einer Weile setzten wir unseren Weg am anderen Ufer fort. Kamen an einem kleinen Schrein vorbei und steuerten dann auf unser eigentliches Ziel, den SkyTree zu. Er ist schon verdammt hoch, das muss ich zugeben. Aber die Eintrittpreise sind das auch und deshalb haben wir ihn uns nur von unten angeguggt. Da heut der letzte Tag der Illumination (besondere Beleuchtung) war, wollten wir auf jeden Fall so lange bleiben, bis es dunkel wurde. Aber es war auch ganz schön kalt, weshalb wir noch mal durch die Geschäfte bummelten und Kaffee tranken. Eine halbe Ewigkeit warteten wir darauf, dass endlich die Lichter angingen. 
An ein paar kleinen Bäumchen brannten schon die ersten LEDs aber das Licht am SkyTree lies auf sich warten. Schon langsam wollten wir uns wieder auf den Heimweg machen, und küssten uns noch mal zwischen den Bäumchen. Und was soll ich sagen, genau in diesem Moment erstrahlte der Tower in einem wunderbaren Eisblau. Hätten wir das nur schon mal ein bisschen eher gemacht. (^.^') 2012 strahlte der SkyTree noch jeden Abend in violett oder blau. Doch wie es scheint wird diese Beleuchtung nun nur noch zu besonderen Anlässen angeschaltet. Zwischen 1. Dezember bis zum 31. Januar gab es zum Beispiel 5 täglich wechselnde Farben, mit denen der Tower angestrahlt wurde. Fröstelnd kehrten wir zum Hotel zurück.

Am 1. Februar stand neben einer Runde Shopping noch das Rathaus von Tokyo auf dem Programm. 
Dort kann man nämlich kostenlos bis zum 45. Stock hinauf fahren. Leider war es schon seit einigen Tagen recht diesig und auch an diesem Tag hatten wir kein Glück mit der Aussicht. Aber im Dunstschleier konnte man dennoch ein paar markante Punkte im Häusermeer ausfindig machen. Im Anschluss schlenderten wir noch über einen kleinen Flohmarkt und liefen dann in Richtung ClosetChild. Denn ich war auf der Suche nach einem bestimmten Kleid, welches ich hoffentlich SecondHand günstiger bekäme. Sie hatten zwar so eins, wie ich wollte (von Moi même Moitié; 'Silent Moon'), aber der Druck war glitzernd und das sagte mir überhaupt nich zu. Ich wollte nur eins kaufen, was mir auch 100%-ig gefiel! Deshalb zogen wir weiter zu einem anderen Geschäft in Shinjuku, dem OIOI. In den oberen Etagen befand sich hier ebenfalls eine Ansammlung von Lolita Boutiquen.
mein absolutes Dream-dress 'Royal Gate' (*.*)
Im KeraShop wurden wir letztendlich fündig. Und als ich mein Traumkleid erblickte blieb mir fast das Herz stehen! (*.*) Ich liebe die Kleider von Moi même Moitié und jede Gothic-Lolita träumt davon wenigstens eins dieser Kleider ihr Eigen zu nennen! Ich habe es anprobiert und war sofort verliebt! Und ich bin meinem Schatz unendlich dankbar, dass er mir diesen Traum, als verspätetes Weihnachtsgeschenk, in Erfüllung gehen lies!
Weiter ging es dann ins Sekaido, dem riesigen Bastelgeschäft. Hier nun holte ich für meinen Vati noch nachträglichen Geschenke. So langsam aber sicher meldete sich auch an diesem Tag der Hungerwurm aus dem Magen. Verzweifelt versuchte ich etwas gutes ausfindig zu machen. Zunächst fuhren wir zurück bis Shimbashi, wo sich auch unser Hotel befand und irrten dort in der Gegend rum. Zum einen findet man in den vielen kleinen Etablissements entweder gar keinen Platz und zum andren hab ich bei so vielen Leuten immer ein bisschen Bammel vor der Bestellung. In solchen Läden geht alles recht zügig. Man geht rein, bestellt, isst und geht wieder. Und wenn dann so ein paar dumme Ausländer auftauchen und den ganzen Betrieb aufhalten ist das schon ganz schön peinlich. Wir liefen sogar durch recht verruchte Gassen und entdeckten letztendlich doch ein nettes Local, in dem so gut wie nichts los war. Nach kleinen Einkäufen fürs Abendbrot kamen wir diesmal genau richtig, um uns die Ghibli-Uhr, gleich bei uns am Hotel, mal in Bewegung an zu sehen. Sie bewegt sich zu 4 bestimmten Zeiten am Tag und ich kann euch sagen, es war phantastisch! Etwas anderes hätte man von Ghibli wohl auch nicht erwartet. (^_^) Da es ja auch schon dunkel war, waren die Effekte mit dem Licht ganz besonders toll! 
Kurz luden wir unser Gepäck im Hotel ab und machten uns dann noch mal auf mit der Bahn nach Odaiba. Unsere Strecke ging direkt über die Rainbow Bridge. Alles war schon wunderbar beleuchtet und viele Gebäude schienen wie zu glitzern! Wir fuhren dann mit einem sich ganz langsam drehenden großen Riesenrad. Angeblich dauert eine Umrundung ca. 16 Minuten, aber mir kam es irgendwie viel kürzer vor, leider. Aber es war trotzdem sehr schön und man konnte weit guggen.
Auf dem Rückweg liefen wir noch am Gundam vorbei, einer großen Statue aus einem alten bekannten Anime, und kehrten dann bald wieder ins Hotel zurück. Zum Tagesabschluss passierte auch noch etwas recht Lustiges. Da die Flure im Hotel alle sehr gleich aussehen und man zu seinem Zimmer, wie im Karree läuft und man dadurch schnell die Orientierung verliert, wären wir an diesem Abend beinah noch ins falsche Zimmer gegangen. Zum Glück hatte sich die Tür durch unsere Schlüsselkarte nich öffnen lassen. XD

Donnerstag, 20. März 2014

Großes Wiedersehen

Wenn man sich den Tag vor Augen hält, an dem ich nun nach so langer Zeit meinen Liebsten endlich wiedersehen sollte, so könnte man meinen unser Urlaub stünde unter keinem guten Stern...

Am 29.1. war es soweit! Schon heute sollte ich meinen Liebsten endlich wieder in die Arme schließen können. Natürlich bin ich vor lauter Aufregung eher auf gewesen, als ich es denn durch meinen Wecker gewollt hätte. So schmiss ich noch mal das Internet an, um auf dem Flugradar zu suchen, wo sich seine Maschine grad befand. Doch sie war unauffindbar. (-.-) Gegen 6°° bin ich aufgestanden und war keine ¾ Stunde später auf dem Weg. Allerdings hatte ich meine Mütze vergessen, weshalb ich noch mal fix Kehrt machte. Auf dem Weg hatte ich auch noch Nasenbluten und nich genug Taschentücher dabei. Deshalb musste ich mir auch noch solche typisch-dünnen Japanischen kaufen, sowie noch ein bisschen Frühstück. Als ich nun endlich am Bahnhof war sammelten sich schon wieder einmal die Menschenmassen am Eingang. Zunächst stand ich mit vielen anderen Menschen im Zug und wartete eine Weile. Noch war ich überhaupt nicht aufgeregt oder dergleichen. Denn wer mich kennt weiß, dass ich immer genügend Zeitpuffer einbaue, wenn ich irgendwo hin gehe. 
alle wollen nach Wakoshi
Ich muss an dieser Stelle allerdings sagen, dass es diesmal blöderweise kein Personenschaden, sondern ein richtiger Unfall, und das ganze dadurch nich innerhalb von ner halben Stunde erledigt war. Eine ältere Frau, die ich zur Situation befragte, riet mir bis Wakoshi (nächste Station) zu laufen und von da die U-Bahn nach Ikebukuro zu nehmen. Also lief ich einfach mal ein paar anderen Leuten hinterher. Auf dem Weg wurden es dann immer mehr Leute. Auch wenn man den Weg nicht kannte man musste nun einfach nur noch der Masse folgen. Ein bisschen ärgerte es mich, dass ich nun die Strecke nach 'Ike' bezahlen musste, weil ich ja nun eine andere Linie benutzte, die nicht in meiner Monatskarte enthalten war. Auch sind die U-Bahnen so langsam wie ein Local. Mit einer wahnsinnigen Verspätung bin ich endlich in 'Ike' in die Yamanote-Linie gesprungen und nach Nippori gefahren, um dort noch mal in die Bahn zum Flughafen umzusteigen. Voller Panik und Sorgen erreichte ich sogar noch eine 'Skyliner-Linie' (Schnellzug) und als ich endlich im finalen Zug saß wurde meine Aufregung immer größer.
Als ich endlich im Ankunftsbereich war, sah ich ihn schon ganz weit hinten stehen und stürmte auf ihn zu. Nach einer langen Umärmelung gab ich ihm erst mal seine Pasmo (Zugkarte; eine Spende von Lulu) und einen kleinen Anhänger, der ihm auf unseren Wegen Glück bringen sollte. Nun hieß es nur noch ein Bahnticket bis Nippori organisieren und auf in den Bummelzug zurück Richtung Hotel. Die Rückfahrt schien irgendwie ewig zu dauern. Vor lauter Aufregung verhaspelte ich mich mal bei den Zugrichtungen. Doch letztendlich hatten wir es, mit nur einem Koffer, gut durch die Menschenmassen geschafft. Der Eingang zum Hotel war auch relativ schnell gefunden und nach einmal fragen sind wir auch in der Lobby im 25. Stock angekommen. 
das graue Gebäude in der Mitte war unser Hotel
Der Check-in war ebenso schnell erledigt und nun ging es auf's Zimmer im 30. Stock. Ein bisschen traurig war ich allerdings doch, dass wir weder Richtung Tokyo Tower noch Richtung Odaiba guggen konnten, sondern nur zu anderen Hochhäusern. Aber selbst diese Aussicht entpuppte sich am Abend als atemberaubend schön! Doch bis es soweit war, bin ich erst noch mal allein mit dem roten Koffer, mit dem wir ankamen (nun allerdings leer) noch mal aufgebrochen. Dies entlockte der Frau an der Rezeption einen verwirrten Blick. In Asaka habe ich gleich noch was fürs Abendbrot eingekauft und bin zum Wohnheim getappt. Zwar hatte ich an den Zimmern der anderen geklopft aber es war niemand da. Nachdem ich soweit fast alles in den Koffern verstaut hatte bin ich nun mit meinem eigenen wieder losmarschiert. Dass ich nun mit einem blauen Koffer zurückkehrte ließ die Frau an der Rezeption wahrscheinlich völlig an ihrem Verstand zweifeln.
 Wir aßen gemeinsam mein mitgebrachtes Abendbrot und stauten noch eine Weile über die wunderbare Aussicht.


Am 30.1. frühstückten wir wolkenhafte gefüllte Brötchen. Schließlich brachen wir als erstes nach Ekoda auf. Und vor der letzten Fahrt zur Uni habe ich mir noch ein leckeres Süßkartoffel-Kuchenstück gekauft, von einem Bäcker, an dem ich jeden Morgen vorbei kam. Jedesmal hatte es dort unglaublich lecker gerochen. Und ich sagte mir; 'Wenn ich mal einen besonderen Anlass habe kaufe ich mir so ein gut riechendes Teil!' 
Model der Musashi
Wir liefen durch Ekoda und ich zeigte meinem Schatz die Uni und die Plätze, an denen ich täglich im vergangenen halben Jahr meine Abenteuer erlebte. IN der Uni verabschiedete ich mich von den Leuten im Kousai-Center und von denen im MCV. 
der Hof im Karee
Im Japanisch Zimmer machten wir noch eine kleine Pause, bevor ich dann ein letztes mal durch das Tor der Musashi ging. Nach dem schon fast 'ländlichen' Ekoda fuhren wir nach Ikebukuro. Dort zerrte ich meinen Freund erst mal in alle wichtigen und sehenswerten Läden. Auch war ich sehr glücklich, dass er im SunshineCity in den Genuss kam ein 'Juicy-Chaka-chaka-Chicken' zu essen! Gegen 15°° brachen wir bei leichtem Regen auf nach Asaka. Dort trafen wir sogar noch mal Tintin am Bahnhof und ich habe noch Briefmarken für unsere vorhin erworbenen Postkarten gekauft.
Eingangsbereich vom Wohnheim
Im Wohnheim habe ich die letzten Sachen gepackt und mein Zimmer noch mal gesäubert. Auch die Verabschiedung von Lulu viel schwer und war sehr lang. Julia war leider nicht anzutreffen.
Nach der Zimmerkontrolle, durch den Manager, kehrte ich meinem Studentenleben in Japan den Rücken. Es ist ein ganz eigenartiges Gefühl nach so langer Zeit von dort weg zu gehen. Und dabei war die Zeit, die ich dort war eigentlich gar nicht sooo lang. Denn Lulu oder einige andere waren ja ein ganzes Jahr dort. Wie mag es denen wohl ergangen sein?
Auf dem Weg zum Bahnhof machten wir noch an einem Curry-Imbiss halt, in dem ich schon 2012 mit Lena war. Es war sehr lecker und gut gestärkt sind wir zurück zum Hotel gefahren mit zwei voll gepackten Koffer. Am Abend war für die Einstimmung auf die nächsten Tage eine Runde Pastewka in Japan angesagt, damit der Kulturschock nicht all zu groß für ihn wurde. (^u^)

Montag, 3. März 2014

Weiter geht's...

Hallo meine Lieben,
nach einer längeren Pause gibt es doch noch eine Fortsetzung. Schließlich möchte ich euch noch von meinem wunderbaren Urlaub mit meinem Schatz berichten. (^^) Doch zunächst gab es ja noch einige Dinge zu erledigen, falls ihr euch noch erinnern könnt.

Am 26.1., einem Sonntag, habe ich schon meinen ersten Koffer gepackt, mit Dingen, die ich nicht mehr dringend benötigte. Ich habe noch ein bisschen aufgeräumt, den letzten Blogeintrag geschrieben und gegen Abend Yon verabschiedet, die auch nach Hause flog.
da kommen Erinnerungen auf...
Am Montag machte ich mich noch mal auf zur Uni, um noch zusammengetragene Fotos von der Reise nach Nagoya abzuholen. Im Anschluss bin ich noch mal in Ikebukuro ausgestiegen, um im BookOff noch nach Büchern und Spielen zu suchen. Mit mehr oder weniger Erfolg...
Am Nachmittag habe ich mich mit Lulu und Tintin am Rathaus getroffen. Auch Julia kam noch hinzu. Wir mussten ein paar Formulare ausfüllen und wurden nach kurzen Wartezeiten von Schalter zu Schalter geschickt. Nun waren wir so gut wie abgemeldet. Obwohl Lulu und mir die Sache wegen der Krankenversicherung noch ein wenig Bauchschmerzen bereitete. Uns regte es auf, dass wir in die Krankenversicherung in Japan einzahlen sollten, obwohl wir nie medizinische Hilfe in Anspruch genommen hatten und zu dem noch jeder seine eigene Auslandskrankenversicherung hatte....Auf dem Heimweg war ich noch mal im Supermarkt und habe noch ein wahnsinnig niedliches Katzen-Kissen gekauft, dass mir auf dem Rückflug helfen sollte ein bisschen besser zu schlafen.
Am Dienstag (28.1.) hatte ich noch mal eine Verabredung mit der lieben Freundin von der Tsukuba-Universität. Heute wollten wir den 2. Versuch starten und den Conan vs Lupin III. Kinofilm ansehen. Und da ich diesmal an einer andern Tür in die Bahn gestiegen bin und dadurch viel weiter hinten war und nicht da raus kam, wo ich immer raus kam hab ich mich noch mal so richtig schön verlaufen, als ich den Ausgang im Bahnhof suchte. Ja es war mir verdammt peinlich! Außgerechtnet am so gut wie letzten Tag in Ikebukuro bring ich es noch fertig und verlaufe mich....(>o<)''
hoffe Prinzessin Kaguya (s.u.) kommt in Dtl. auf DVD raus
Aber wir haben es rechtzeitig zur Vorstellung geschafft und bewaffnet mit einer riesigen Tüte Popcorn genossen wir den Film. Gegen Mitte ließ die Konzentration nach, aber er war trotzdem recht lustig und spannend. Vor allem fand ich es sehr interessant, dass beide Zeichenstiele einfach parallel im Film vorkamen und man konnte dadurch einschätzen, wer auf welcher Seite stand. Viel Schleichwerbung wurde für den Skytree gemacht, was mich so ein bisschen vermuten lässt, dass er wohl noch nicht den Stellenwert, wie der Tokyo Tower hat. Nach dem Film saßen wir noch eine Weile zusammen und quatschten noch ein bisschen. Da fand ich es sehr schade, dass ich nun bald schon wieder zurück musste. Denn mit Wächter-san hat man ne Menge Spaß und ich hätt mir auch gern noch ihre Uni angeguggt. Mein Gewissen drängelte mich doch langsam zurück, denn ich hatte immer noch nicht alles eingepackt. Am Abend habe ich mich noch von Lulu und Alex verabschiedet und hab Alex Dinge mitgegeben, die ich nicht mehr brauchte, aber auch nicht wegschmeißen wollte. Der Abschied fiel uns schon ganz schön schwer. Mit Lulu hatte ich noch mal was ausgemacht, wenn ich meinen Koffer holen würde. Doch Alex sah ich das letzte mal. Er war irgendwie sehr nett und hat sich immer Zeit für mein grauenvolles Englisch genommen. Er war mit Abstand der netteste von all den Jungs.
Kurz bevor ich zu Bett bin habe ich noch im Internet den Start des Flugzeugs von meinem Schatz beobachtet und ein letztes mal mit Mutti geskypt.
Diese letzte Nacht auf meinem harten Bett konnte ich vor Aufregung nur sehr schlecht schlafen und war schon viel eher wie mein Wecker auf. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte....

Die Zeit der Rätsel ist nun vorbei. Aber macht die Augen auf, denn auch hier kann die Welt voller Wunder sein!
Bis zum nächsten Eintrag, wenn ich von unseren Abenteuern im riesigen Tokyo berichte.

Sonntag, 26. Januar 2014

Langsam geht’s nach Hause...

Und ich freue mich mächtig darauf. (^_^) Ich habe gerade meinen 1. Koffer soweit fertig gepackt und ich bin überrascht, dass er doch nur 21,2kg wiegt. Diese Tatsache beruhigt mich aber auch ungemein! Das könnt ihr euch gar nich vorstellen.
Bevor ich in die längere Blogpause gehe hier nun noch der Bericht von meiner letzten Woche.
 Am Wochenende vom 18. und 19.1. geschah wieder das übliche. Ich habe ein letztes mal Hausaufgaben gemacht, geputzt, war einkaufen und habe mit meinen Eltern telefoniert (via Computer).
langsam heißt es, Abschied nehmen...
Am Montag war dann der Tag des letzten Japanisch Unterrichts gekommen. Doch schon am Bahnhof von Asaka stauten sich die Menschenmassen. Es gab wieder mal einen Selbstmord direkt bei uns auf der Strecke anscheinend. Eine ganze Weile stand ich mit Rick im Zug. Dass wir zu spät kamen war nicht so schlimm, da Seki-sensei bescheid wusste. Auch am Nachmittag auf meinem Heimweg waren die Auswirkungen des Unfalls noch zu merken und ich musste lange auf meinen Anschlusszug warten. Im Wohnheim angekommen war ich noch weiter fleißig und lernte für meinen Kulturtest.
Der Dienstag verging recht zäh. Ich habe viel gelesen und gelernt. Erst gegen Abend machte ich mich auf Richtung Uni, da ich mich heute noch mal mit meinem Projektteam bei Brian treffen wollte. Es dauerte nicht all zu lang und danach bin ich schnell wieder zurück, um noch Abendbrot zu bekommen. Als ich wie jeden Abend beim Duschen in meiner Kabine stand und mich auszog, bemerkte ich , dass ich ja mein Handtuch ganz vergessen hatte...(>.<) ...also noch mal hoch ins Zimmer. Und da war ich dann doch froh, dass ich nur im 1. Stock wohnte und nich im 7. (Die Duschen sind übrigens im Erdgeschoss)
sieht komisch aus, schmeckt aber gut!
Am Mittwoch (22.1.) bin ich ganz gemütlich mit dem Bus direkt bis zur Uni gefahren, denn ab 12°° fährt er nich mehr nur bis zum Bahnhof. Der Test in Kultur setzte sich aus drei Aufgaben zusammen; 1.) Japanische Begriffe erklären, 2.) Orte in eine leere Karte eintragen und 3.) Einen kleinen Aufsatz zu einer von 4 Fragen schreiben. Diese 4 Fragen stammten von einem Zettel, den er uns schon vorher gegeben hatte. Dort waren allerdings 12 Fragen drauf. Ich hatte nur 3 davon richtig ausgearbeitet, die mich interessiert hatten. Frei nach dem Motto; no risk, no fun. Und siehe da ich hatte diesmal Glück und eine meiner Lieblingsfragen war unter den vieren in der Klausur. (^_^)v Da es gut gelaufen war habe ich mir zur Belohnung etwas leckeres gekauft. (seht ihr im heutigen Rätsel) Nach der Uni wollte ich gleich noch meinen Bankaccount kündigen gehen also bin ich dort hin, hab mein Anliegen zwei mal zu unterschiedlichen Angestellten gesagt und musste ein Formular ausfüllen. Dann bekam ich noch einen Zettel mit einer Nummer und sollte ein bisschen warten. Während ich da nun so saß und wartete lies plötzlich der Sicherheitsbeamte hinter mir ein Wellblechtor herunter. Nun war ich im Schalterraum gefangen und der Ausgang lag jenseits des Tores. Gut, dachte ich, erst mal den Account löschen, danach kümmerste dich drum, wie du hier wider raus kommst...Nachdem dann alles erledigt, und gar nich so schlimm war, wie ich zuerst dachte, winkte der Sicherheitsbeamte mir schon zu und ich quetschte mich durch die Hintertür. Dann traf ich noch mal Melodie und wir gingen gemeinsam zurück zur Uni und unterhielten uns noch so lang, bis ich mit dem Bus zurück zum Wohnheim fuhr. Beim Abendbrot passierte mir dann noch etwas ziemlich peinliches. Ich hatte mein Salatschüsselchen an der Essensausgabe schon mit Dressing beträufelt, aber es vergessen auch auf mein Tablett zu stellen. Erst nach einer Weile beim Essen, bemerkte ich, dass irgendwas fehlte. Schnell lief ich noch mal vor zur Theke, aber es war nicht mehr zu sehen, nur noch die Schüsselchen ohne Dressing. Peinlich berührt versuchte ich der Küchenfrau zu erklären, was gerade geschehen war, aber ich scheiterte. Die Küchenfrau amüsierte sich, aber ich durfte mir zum Glück eine neue Salatschüssel wegnehmen. Langsam fing ich an, an meinem Gehirn zu zweifeln...Gestern das Handtuch heute der Salat. Oh Gott, was kommt morgen?
Zum Glück passierte mir nichts noch mal dergleichen, aber Lulu erzählte mir völlig fertig, dass sie Bücher aus der Bibliothek irgendwo vergessen hatte und sie könne sich nich mehr erinnern wo.....
Der Donnerstag war für mich der wirklich letzte richtige Uni-Tag. Noch mal richtig schön, mit 6°° aufstehen und so. XD Bei Brian mussten wir nun unsere Projektarbeit vorstellen. Zuerst war das Team der Jungs dran. Es war interessant und sie sahen die Zukunft der kleinen Musashi-Univerität sehr global. Alles läuft ihrer Meinung nach 2050 auf Englisch ab. Jedoch enthielt der Name, den sie sich für die Zukunfts-Uni ausgedacht hatten kein einziges Wort Englisch. Scheinbar war mir das als einzige aufgefallen und genau diese Frage stellte ich ihnen nach dem Vortrag. Nun standen sie da zu sechst bedropst vor der Tafel rum und wussten nicht, was sie antworten sollten. Das war so niedlich! XD Bis einer das Wort ergriff und sagte; Kanji seinen japanische Tradition. Und alle mussten lachen. Auch der Vortrag von unserem Mädchen-Team lief recht gut. Danach war ich nun für immer befreit von Vorträgen und Unterricht. Es war ein wunderbares Gefühl endlich ein Ende in Reichweite zu sehen, auch wenn der Weg dort hin sicher noch ein bisschen steinig wird.
Der Freitag (24.1.) war noch mal ein wunderbarer Tag, den ich mit meiner Freundin von der Tsukuba-Universität verbrachte. Gegen 12°° trafen wie uns in Ikebukuro und machten die Geschäfte unsicher. Dank ihr habe ich auch viele Stempel in meine Bonuskarte für den ClosetChild Store bekommen. ;) Bei McDonalds ruhten wir uns eine Weile aus und quatschen ewig lang. Und es geschehen noch Wunder, denn dort gab es noch mein heißgeliebtes Juicy-shaka-shaka-chicken!!! Außerdem hatte mein liebes Wächter-san mir einen kleinen Überraschungsbeutel mitgebracht, über den ich mich wahnsinnig freute! Eigentlich wollten wir an diesem Tag ja ins Kino gehen. Aber als wir endlich mal vorm Kino standen, hatten beide potentielle Filme schon angefangen und die nächste Vorstellung war erst viel zu spät. So entschlossen wir ganz spontan, dass ich ihr einfach mal meine Uni zeige, da die ja gleich in der Nähe is. Wir wollen evtl. am Dienstag noch mal einen zweiten Versuch starten. Mal sehn, ob wir es dann schaffen. XD
Und hier noch der Samstag als Zugabe. (25.1.) Wie ich es geplant hatte habe ich zum letzten mal 2 volle Waschmaschinen angesetzt. Gegen Mittag bin ich mit Lulu los zum Einwohnermeldeamt, weil ich langsam unruhig werde so kurz vor Schluss. Aber als wir vor dem Gebäude standen mussten wir feststellen, dass die Samstags nichts machen. Eigenartig, denn ich hab immer gedacht Japaner seinen fleißig. Also gingen wir noch mal ein bisschen was für Sonntag einkaufen und trotteten danach wieder zurück. Wobei wir auf einem kleinen Spielplatz noch mal eine Pause gemacht und geschaukelt haben. Das bedeutet, dass ich erst morgen mich abmelden kann...(>.<) oh, ich hoffe so, dass alles gut geht.

Jetzt schon ein Résumé zu schreiben fällt mir sehr schwer, da mein Kopf noch mit so vielen Dingen gefüllt ist, die noch zu erledigen sind. Außerdem ist es ja noch nicht ganz vorbei. Aber ich habe in der Zeit so viel gelernt und kann den Begriff 'Heimat' nun besser definieren. Ich werde sicher viele Dinge sehr vermissen, wie die Konbinis (24h-Läden), die sonnigen Wintertage, meine Lieblingsläden, Onsen, sowie einige Lebensmittel. Zum Beispiel habe ich die allabendliche Miso-Suppe lieben gelernt! (Zum Frühstück, wollt ich sie aber trotzdem nich unbedingt ^^“) Es gibt aber auch so mache Dinge, die ich ganz sicher nicht vermissen werde. So was wie Rush houer, ekliges Essen, Stress und Enge, nur eine Klimaanlage zum Heizen oder sprachlich nie richtig das ausdrücken zu können, was man denkt oder fühlt. Aber das könnte man ja noch lernen. Mal sehn, wie ich darüber denke, wenn ich wirklich wieder zu Hause bin.

Und da ihr ja jetzt ganz lange Zeit zum überlegen habt, gibt es heute zwei Rätselfotos. ;)
Was meint ihr sind das für Lebensmittel?



Ich verabschiede mich an dieser Stelle erst mal bis Ende Februar. Aber ich möchte hier noch allen danken, die meinen Blog gelesen oder fleißig mit gerätselt haben. Ich hoffe sehr, es hat euch allen Spaß gemacht oder ihr habt neue spannende Dinge kennengelernt. Wenn ihr Fragen zu irgendwas habt könnt ihr mir die auch gern noch persönlich stellen. Wir laufen uns sicher mal über den Weg. Durch Mutti hab ich auch erfahren, wieviele 'Stille Leser' ich hatte. Das hat mich sehr gefreut und ich konnte mich deshalb Woche für Woche aufraffen und die Blogtexte verfassen.
Ich bin gespannt wann ich wohl wieder einmal her komme. Dass das auf jeden Fall geschehen wird, daran hege ich keinen Zweifel. Dafür liebe ich dieses Land einfach zu sehr, mit all seinen Ecken und Kanten.

p.s. Da ja das Rätsel mit den Stiftgriffen für viel Wirbel gesorgt hat lade ich hier mal das unkaschierte Foto noch hoch. Darauf kann man halbwegs gut erkennen, wie die Dinger zu gebrauchen sind.