Dienstag, 25. März 2014

Träume werden wahr

Am letzten Tag im Januar sind wir erst ziemlich spät aufgestanden. Nach einem improvisierten Frühstück fuhren wir nach Asakusa. Wir schauten uns, so wie tausende andere Touristen, an diesem Tag die Papierlaterne vom Sensoji-Tempel, den Tempel selbst, sowie den Asakusa Schrein und die dazugehörige Souvenierstraße an. Im Anschluss gingen wir noch zur 'Kappadori'. (Dori = Straße) Auf dieser Straße fand man alles Mögliche rund ums Thema Küche oder Restaurant; vom Topf über Geschirr bis hin zu Leuchtreklamekästen oder künstlichem Essen für die Auslage. Auch viele besondere Ausstechförmchen haben wir bewundert.
Neben Totenköpfen und anderen skurrilen Gebilden war unser absoluter Favorit aber eine Ritter-Keksform. Da diese aber ca. 15€ kostete sahen wir allerdings von einem Kauf ab. Das 'Kappa', im Namen dieser speziellen Straße stammt von einem japanischen Fabelwesen, welches als eine Art Mischung aus Ente und Schildkröte erscheint. Es ist ein Wasserwesen, welches bevorzugt Gurken isst. In allen Läden, die Küchenbedarf im Angebot hatten, sah man Sticker mit diesem Wesen an den Fenstern, oder einige hatten nun eben ein solches possierliches Tierchen als Maskottchen im Schaufenster sitzen. In dieser Straße ging mir das Herz auf und ich hätte am liebsten sofort losgekocht! (*.*) 
hm....,lecker!
Danach irrten wir noch ein wenig in der Gegend rum und kehrten letztendlich in ein Lokal ein, in dem ich auch schon mal 2012 gewesen bin. Diesmal gab es Tempura (Gemüse oder Fisch, welche man umhüllt von einem Teigmantel frittiert). Gut gestärkt ging es weiter zur Promenade vom Sumida-Fluss. Nach einer Weile setzten wir unseren Weg am anderen Ufer fort. Kamen an einem kleinen Schrein vorbei und steuerten dann auf unser eigentliches Ziel, den SkyTree zu. Er ist schon verdammt hoch, das muss ich zugeben. Aber die Eintrittpreise sind das auch und deshalb haben wir ihn uns nur von unten angeguggt. Da heut der letzte Tag der Illumination (besondere Beleuchtung) war, wollten wir auf jeden Fall so lange bleiben, bis es dunkel wurde. Aber es war auch ganz schön kalt, weshalb wir noch mal durch die Geschäfte bummelten und Kaffee tranken. Eine halbe Ewigkeit warteten wir darauf, dass endlich die Lichter angingen. 
An ein paar kleinen Bäumchen brannten schon die ersten LEDs aber das Licht am SkyTree lies auf sich warten. Schon langsam wollten wir uns wieder auf den Heimweg machen, und küssten uns noch mal zwischen den Bäumchen. Und was soll ich sagen, genau in diesem Moment erstrahlte der Tower in einem wunderbaren Eisblau. Hätten wir das nur schon mal ein bisschen eher gemacht. (^.^') 2012 strahlte der SkyTree noch jeden Abend in violett oder blau. Doch wie es scheint wird diese Beleuchtung nun nur noch zu besonderen Anlässen angeschaltet. Zwischen 1. Dezember bis zum 31. Januar gab es zum Beispiel 5 täglich wechselnde Farben, mit denen der Tower angestrahlt wurde. Fröstelnd kehrten wir zum Hotel zurück.

Am 1. Februar stand neben einer Runde Shopping noch das Rathaus von Tokyo auf dem Programm. 
Dort kann man nämlich kostenlos bis zum 45. Stock hinauf fahren. Leider war es schon seit einigen Tagen recht diesig und auch an diesem Tag hatten wir kein Glück mit der Aussicht. Aber im Dunstschleier konnte man dennoch ein paar markante Punkte im Häusermeer ausfindig machen. Im Anschluss schlenderten wir noch über einen kleinen Flohmarkt und liefen dann in Richtung ClosetChild. Denn ich war auf der Suche nach einem bestimmten Kleid, welches ich hoffentlich SecondHand günstiger bekäme. Sie hatten zwar so eins, wie ich wollte (von Moi même Moitié; 'Silent Moon'), aber der Druck war glitzernd und das sagte mir überhaupt nich zu. Ich wollte nur eins kaufen, was mir auch 100%-ig gefiel! Deshalb zogen wir weiter zu einem anderen Geschäft in Shinjuku, dem OIOI. In den oberen Etagen befand sich hier ebenfalls eine Ansammlung von Lolita Boutiquen.
mein absolutes Dream-dress 'Royal Gate' (*.*)
Im KeraShop wurden wir letztendlich fündig. Und als ich mein Traumkleid erblickte blieb mir fast das Herz stehen! (*.*) Ich liebe die Kleider von Moi même Moitié und jede Gothic-Lolita träumt davon wenigstens eins dieser Kleider ihr Eigen zu nennen! Ich habe es anprobiert und war sofort verliebt! Und ich bin meinem Schatz unendlich dankbar, dass er mir diesen Traum, als verspätetes Weihnachtsgeschenk, in Erfüllung gehen lies!
Weiter ging es dann ins Sekaido, dem riesigen Bastelgeschäft. Hier nun holte ich für meinen Vati noch nachträglichen Geschenke. So langsam aber sicher meldete sich auch an diesem Tag der Hungerwurm aus dem Magen. Verzweifelt versuchte ich etwas gutes ausfindig zu machen. Zunächst fuhren wir zurück bis Shimbashi, wo sich auch unser Hotel befand und irrten dort in der Gegend rum. Zum einen findet man in den vielen kleinen Etablissements entweder gar keinen Platz und zum andren hab ich bei so vielen Leuten immer ein bisschen Bammel vor der Bestellung. In solchen Läden geht alles recht zügig. Man geht rein, bestellt, isst und geht wieder. Und wenn dann so ein paar dumme Ausländer auftauchen und den ganzen Betrieb aufhalten ist das schon ganz schön peinlich. Wir liefen sogar durch recht verruchte Gassen und entdeckten letztendlich doch ein nettes Local, in dem so gut wie nichts los war. Nach kleinen Einkäufen fürs Abendbrot kamen wir diesmal genau richtig, um uns die Ghibli-Uhr, gleich bei uns am Hotel, mal in Bewegung an zu sehen. Sie bewegt sich zu 4 bestimmten Zeiten am Tag und ich kann euch sagen, es war phantastisch! Etwas anderes hätte man von Ghibli wohl auch nicht erwartet. (^_^) Da es ja auch schon dunkel war, waren die Effekte mit dem Licht ganz besonders toll! 
Kurz luden wir unser Gepäck im Hotel ab und machten uns dann noch mal auf mit der Bahn nach Odaiba. Unsere Strecke ging direkt über die Rainbow Bridge. Alles war schon wunderbar beleuchtet und viele Gebäude schienen wie zu glitzern! Wir fuhren dann mit einem sich ganz langsam drehenden großen Riesenrad. Angeblich dauert eine Umrundung ca. 16 Minuten, aber mir kam es irgendwie viel kürzer vor, leider. Aber es war trotzdem sehr schön und man konnte weit guggen.
Auf dem Rückweg liefen wir noch am Gundam vorbei, einer großen Statue aus einem alten bekannten Anime, und kehrten dann bald wieder ins Hotel zurück. Zum Tagesabschluss passierte auch noch etwas recht Lustiges. Da die Flure im Hotel alle sehr gleich aussehen und man zu seinem Zimmer, wie im Karree läuft und man dadurch schnell die Orientierung verliert, wären wir an diesem Abend beinah noch ins falsche Zimmer gegangen. Zum Glück hatte sich die Tür durch unsere Schlüsselkarte nich öffnen lassen. XD

2 Kommentare:

  1. Ach ja: Der magische Kuss vor dem Skytree... davon hast du mir ja auch schon berichtet! ^^
    Ich wette, die haben nur auf ein putziges Liebespaar gewartet dem sie den Abend versüßen konnten! >____<

    AntwortenLöschen
  2. Was soll ich sagen...Mietzi hat absolut Recht! ;)

    Und unser Essen war wirklich immer richtig lecker! :) Bekomm gleich wieder richtig Appetit, wenn ich die Bilder sehe. Allerdings bin ich mir immernoch unschlüssig, ob ich wirklich wissen will, was das für Fleisch war, was man mir Shimbashi serviert hat ^^'

    Freu mich drauf, dein Kleid beim WGT endlich mal bewundern zu dürfen ;)

    AntwortenLöschen