Am 4.2. hieß es schon sehr
zeitig aufstehen und dann nix wie zum Bahnhof. Denn dort wartete
schon das liebe Wächter-san auf uns. Mit ihr machten wir heut zu
dritt einen Ausflug nach Kamakura. Dieser Ort ist ca. eine
Bahn-Stunde von Tokyo entfernt und bietet mit seinen vielen Tempeln
und Schreinen, zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Am bekanntesten ist
allerdings der große Buddha, oder auch Daibutsu genannt, in
den man sogar hinein gehen kann. Im Sommer lockt auch der Strand von
Kamakura viele tokyoter Badegäste an. Das Wetter meinte es
allerdings ausgerechnet an diesem Tag nicht so gut mit uns. Schon die
Ankunft war leicht vernieselt. Aber das sollte uns nicht von unseren
heutigen Vorhaben abhalten.
Das erste Ziel war zunächst, besagter großer Buddha. Da der Eintritt ins Innere nur ca. umgerechnet 20Cent kostete schauten wir also mal hinein. Es war recht interessant die Schweißnähte und den Aufbau einer solchen Statue zu sehen. Merkwürdiger Weise sprachen uns hier ein paar Mittelschüler an, die unbedingt ein Foto mit uns zusammen machen wollten. (ô.O) Was für schräge Hühner.... Das nächstgelegene Ziel war der Hase-Tempel.
Die Anlage liegt an einem Hang und viele Sträucher und Büsche, die zum Teil auch schon in Blüte standen verzauberten den Ort. Es gab sogar eine Aussichtsplattform, von der man einen guten Blick über die Ortschaft hatte. Im unteren Bereich der Garten/Tempel-Anlage befand sich noch eine Art Höhlen-Heiligtum. Dies war teilweise so niedrig in den Fels geschlagen, dass wir gebückt gehen mussten. Ich fand es darin schon etwas gruselig. Während meine beiden Weggefährten schon hier von der Abenteuerlust gepackt wurden. Welche Ausmaße das noch annehmen würde ahnte ich da noch nicht.
Das erste Ziel war zunächst, besagter großer Buddha. Da der Eintritt ins Innere nur ca. umgerechnet 20Cent kostete schauten wir also mal hinein. Es war recht interessant die Schweißnähte und den Aufbau einer solchen Statue zu sehen. Merkwürdiger Weise sprachen uns hier ein paar Mittelschüler an, die unbedingt ein Foto mit uns zusammen machen wollten. (ô.O) Was für schräge Hühner.... Das nächstgelegene Ziel war der Hase-Tempel.
Die Anlage liegt an einem Hang und viele Sträucher und Büsche, die zum Teil auch schon in Blüte standen verzauberten den Ort. Es gab sogar eine Aussichtsplattform, von der man einen guten Blick über die Ortschaft hatte. Im unteren Bereich der Garten/Tempel-Anlage befand sich noch eine Art Höhlen-Heiligtum. Dies war teilweise so niedrig in den Fels geschlagen, dass wir gebückt gehen mussten. Ich fand es darin schon etwas gruselig. Während meine beiden Weggefährten schon hier von der Abenteuerlust gepackt wurden. Welche Ausmaße das noch annehmen würde ahnte ich da noch nicht.
Weiter ging es erst mal zum
nächsten ganz kleinen Tempel (Kokuzodo) und ein Stück an der
Strandpromenade entlang. Wir hofften in dem kleinen Supermarkt, in
dem wir ein paar Reisbällchen kauften, uns etwas aufwärmen zu
können, aber wir waren schneller wieder draußen, als uns lieb war.
So irrten wir durch die kalten, vernieselten Straßen der Kleinstadt,
zurück Richtung Bahnhof, um wieder einen Anhaltspunkt zu haben. Das
Wetter zwang uns zum Glück nun doch dazu irgendwo einzukehren. In
einem Starbucks gab es leckere Kaffees und Kuchen, was uns in dem
Moment unglaublich gut tat! Gestärkt und aufgewärmt setzten wir
unsere Erkundungstour fort.
Zunächst schlenderten wir durch eine Souvenirstraße und kamen am Ende direkt an der nächsten großen Schreinanlage (Tsurugaoka-Hachimangu-ji) heraus. Diese war sehr weitläufig. Der im Areal gelegene kleine Tempel auf einer Insel, konnten wir uns blöderweise nicht in Ruhe ansehen, da dort grad ein Haufen Mittelschüler Tauben anfütterte, um dann kreischend wegzulaufen. (-.-) Also man sieht, es gibt in der Jugend überall Idioten auf der Welt, sogar im gesitteten Japan.
Zunächst schlenderten wir durch eine Souvenirstraße und kamen am Ende direkt an der nächsten großen Schreinanlage (Tsurugaoka-Hachimangu-ji) heraus. Diese war sehr weitläufig. Der im Areal gelegene kleine Tempel auf einer Insel, konnten wir uns blöderweise nicht in Ruhe ansehen, da dort grad ein Haufen Mittelschüler Tauben anfütterte, um dann kreischend wegzulaufen. (-.-) Also man sieht, es gibt in der Jugend überall Idioten auf der Welt, sogar im gesitteten Japan.
Weiter ging es für uns zu einem
kleinen verschlafenen Schrein, der etwas außerhalb vom Zentrum lag,
dem Hokai-ji. Gegen einen kleinen Obolus traten wir ein und
konnten diesmal sogar hinein gehen. (Natürlich vorher Schuhe aus,
versteht sich. ^^) Noch ein bisschen weiter liefen wir zu einem
'Höhlengrab' (Takatoko Harakiri Yagura). Und gleich hier
begann ein kleiner Wanderweg Namens 'Gionyama Hiking Course'.
Nach ein wenig hin und her wurde ich überstimmt und ungeachtet des
weiblichen Schuhwerks traten wir unsere Erkundungstour an.
Berg auf, Berg ab. Über Stock und über Steinchen, brich nur nicht die kleinen Beinchen, wanderten wir wie am Rennsteig durch den Wald.... Der Weg war sehr abenteuerlich, aber fast am Ende der Strecke wurden wir mit einem Blick über die Stadt belohnt. Diesmal von der anderen Seite, und wir konnten den Tempel sehen, in dem wir heut Vormittag schon waren. Nach einer kurzen Rast liefen wir noch bis zum Ende des Wegs und kamen direkt in einer kleinen Schrein-Anlage, am Yagumojinja, raus.
Wir kamen dort so zu sagen durch die Hintertür. :) Vom Wald aus hatten wir während der Wanderung noch so einige interessante Objekte von oben ausfindig gemacht und da wollten wir noch mal hin schauen. Vorbei an einem weiteren kleinen Tempel (Joeiji) kamen wir schließlich bei einer, auch als Familiengrab ausgeschilderten, sehr prächtigen und düsteren Gebäudeansammlung an.
Berg auf, Berg ab. Über Stock und über Steinchen, brich nur nicht die kleinen Beinchen, wanderten wir wie am Rennsteig durch den Wald.... Der Weg war sehr abenteuerlich, aber fast am Ende der Strecke wurden wir mit einem Blick über die Stadt belohnt. Diesmal von der anderen Seite, und wir konnten den Tempel sehen, in dem wir heut Vormittag schon waren. Nach einer kurzen Rast liefen wir noch bis zum Ende des Wegs und kamen direkt in einer kleinen Schrein-Anlage, am Yagumojinja, raus.
Wir kamen dort so zu sagen durch die Hintertür. :) Vom Wald aus hatten wir während der Wanderung noch so einige interessante Objekte von oben ausfindig gemacht und da wollten wir noch mal hin schauen. Vorbei an einem weiteren kleinen Tempel (Joeiji) kamen wir schließlich bei einer, auch als Familiengrab ausgeschilderten, sehr prächtigen und düsteren Gebäudeansammlung an.
Auf dem Weg zum Bahnhof
schlenderten wir noch mal durch einen Tempel (Hongakuji), aber
irgendwann lässt die Begeisterung doch irgendwann nach und so waren
wir froh, als wir endlich wieder den Bahnhof erreicht hatten. Als wir
am Bahnsteig auf unseren Zug warteten fing es auch noch an zu
schneien. Wie gut, dass es bis jetzt ausgehalten hatte und nicht
schon anfing, als wir noch unterwegs waren. Über die Sitzplätze in
der Bahn waren wir reichlich froh und ließen uns müde nach Hause
schaukeln. Unterwegs gab es zwar wieder mal einen Unfall, weshalb
sich unsere Weiterfahrt um ein Weilchen verzögerte. Aber das war uns
so was von egal, denn wir saßen und es war halbwegs warm. Wir
verabschiedeten uns in Shimbashi von Wächter-san und alle
fanden, dass es trotz des schlechten Wetters ein gelungener Tag
gewesen sei. (^_^) Schnell noch etwas zu Essen kaufen und dann hieß
es ab in die Wanne und alle kühlen Gliedmaßen wieder auftauen. Ich
war an diesem Abend echt fertig und konnte mir kaum vorstellen, dass
ich am nächsten Tag überhaupt noch einen Schritt laufen könnte.
Dieser Tag war unser absoluter Rekordtag. Selbst auf den Walking-Touren mit Brian war ich nie so viel gelaufen! Mein Schrittzähler zeigte an diesem Tag die unglaubliche Zahl von 31.200 Schritten an! Aber wenn man mal die Karte betrachtet und versucht nach zu vollziehen, wo wir überall waren, wird schnell feststellen, dass wir längst noch nicht alles gesehen haben. Ein nochmaliger Besuch Kamakuras würde sich auf jeden Fall lohnen.
Dieser Tag war unser absoluter Rekordtag. Selbst auf den Walking-Touren mit Brian war ich nie so viel gelaufen! Mein Schrittzähler zeigte an diesem Tag die unglaubliche Zahl von 31.200 Schritten an! Aber wenn man mal die Karte betrachtet und versucht nach zu vollziehen, wo wir überall waren, wird schnell feststellen, dass wir längst noch nicht alles gesehen haben. Ein nochmaliger Besuch Kamakuras würde sich auf jeden Fall lohnen.
Doch von Tempeln und Schreinen
hatte ich jetzt eigentlich erst mal genug. (^.^')
Wieder erwartend sollte ich mich
doch am nächsten Tag (5.2.) laufend vorwärts bewegen. Nach dem
Frühstück im gleichen Café, wie schon 2 Tage zuvor, fuhren wir
heut nach Harajuku.
Und da man von Kultur nie genug haben kann gings erst noch mal zum Meiji-Schrein und im Anschluss spazierten wir noch ein wenig durch den Yoyogi-Park, in dem ich komischer Weise noch nie war, obwohl er gleich neben meinen Lieblingsviertel liegt. Aber im Park war doch recht wenig los. Nur ein paar vereinzelte Rosen mit deutschen Namensschildern blühten schon. Obwohl die Sonne schien war es trotzdem recht kalt und dadurch lud keine Bank wirklich zum Verweilen ein. Also musste mein Schatz noch ein letztes mal durch die Shopping-Hölle mit mir gehen. Es ging in viele Lolita-Shops, Klimbim-Läden und einen Secondhand-Kimono-Shop. Außerdem hatte ich auch noch nach Plateauschuhen gesucht, aber obwohl der sehr nette Verkäufer extra noch mal in sein Lager außerhalb des Geschäftes sprintete, um mir eine Größe größer zu holen, drückten sie leider am Knöchel und ich musste sie leider zurücklassen. Zur Abschied von der Takeshita-dori (Einkaufsstraße) aßen wir, für diesen Stadtteil typisch, einen Crep.
Und da man von Kultur nie genug haben kann gings erst noch mal zum Meiji-Schrein und im Anschluss spazierten wir noch ein wenig durch den Yoyogi-Park, in dem ich komischer Weise noch nie war, obwohl er gleich neben meinen Lieblingsviertel liegt. Aber im Park war doch recht wenig los. Nur ein paar vereinzelte Rosen mit deutschen Namensschildern blühten schon. Obwohl die Sonne schien war es trotzdem recht kalt und dadurch lud keine Bank wirklich zum Verweilen ein. Also musste mein Schatz noch ein letztes mal durch die Shopping-Hölle mit mir gehen. Es ging in viele Lolita-Shops, Klimbim-Läden und einen Secondhand-Kimono-Shop. Außerdem hatte ich auch noch nach Plateauschuhen gesucht, aber obwohl der sehr nette Verkäufer extra noch mal in sein Lager außerhalb des Geschäftes sprintete, um mir eine Größe größer zu holen, drückten sie leider am Knöchel und ich musste sie leider zurücklassen. Zur Abschied von der Takeshita-dori (Einkaufsstraße) aßen wir, für diesen Stadtteil typisch, einen Crep.
Da am Morgen und auch am
Nachmittag noch schönes Wetter war fuhren wir nun weiter zum Tokyo
Tower, in der Hoffnung von dort aus den Fuji zu sehen. Doch als wir
oben waren mussten wir leider feststellen, dass er wie so viele Tage
im Jahr, wieder einmal in Wolken gehüllt war. Da hatte ich im
Wohnheim ganz schön Glück, dass ich ihn im Winter doch recht häufig
sehen konnte. Dennoch warteten wir auf dem Tower auf den
Sonnenuntergang und spielten, um uns die Zeit zu vertreiben im grauen
Häusermeer 'Ich sehe, was, was du nicht siehst!'
Es war sehr faszinierend wie immer und immer mehr Lichter in der Stadt angingen und die Straßenzüge von Autoschlangen erleuchtet wurden. Der Anblick von von Tokyo ist bei Nacht fast noch schöner wie am Tage, wie ich finde. Auf dem Rückweg schauten wir uns natürlich auch noch mal nach dem beleuchteten Tokyo Tower um, und für mich wird er ewig die Nummer eins bleiben. Er ist und bleib in meinen Augen immer das Wahrzeichen Tokyos!
Es war sehr faszinierend wie immer und immer mehr Lichter in der Stadt angingen und die Straßenzüge von Autoschlangen erleuchtet wurden. Der Anblick von von Tokyo ist bei Nacht fast noch schöner wie am Tage, wie ich finde. Auf dem Rückweg schauten wir uns natürlich auch noch mal nach dem beleuchteten Tokyo Tower um, und für mich wird er ewig die Nummer eins bleiben. Er ist und bleib in meinen Augen immer das Wahrzeichen Tokyos!


Wow... da habt ihr Leute ja wirklich was geschafft!! ^^d (und ein Glück, dass euch das Winterwetter einigermaßen verschont hat!)
AntwortenLöschenUnd dass ihr in den Daibutsu reingehen konntet, ist ja wirklich großartig!! *.* (Ich konnte die Dinger immer nur von außen bestaunen!)
Und zum Thema Tokyo Tower kann ich dir nur beipflichten!! (zumal er ja obendrein auch so hübsch gestreift ist! ^__^)
Ich sehe was, was du nicht siehst und das iiiiist..... .hmmm....echt schwierig mal eine andere Farbe als grau zu erblicken... Tokyo ist wirklich faszinierend...aber es fehlt eindeutig an Farbe ;)
AntwortenLöschenIch bin echt froh, dass du mit uns in Kamakura wandern gegangen bist ;) Es hat sich ja auch wirklich gelohnt!! :-*