Hallo an alle. Hier ist es in
letzter Zeit ganz schön still geworden. Ich hatte viel zu tun und
wie der Alltag so ist kommt eine Katastrophe nach der anderen. (^-^)'
Naja, ganz so ist es nicht. Aber ich hatte kaum Muse und Zeit dieses
kleine Resümee* zu schreiben. Ich hoffe ihr hattet viel Spaß beim
Lesen meiner vergangenen Abenteuer und schaut trotzdem ab und zu noch
mal hier rein, da ich noch ein bisschen was, je nach dem wie ich Zeit
haben werde, hochladen möchte. Zum Beispiel noch Kleinigkeiten unter
dem Thema 'Tücken des Alltags' und im Anschluss möchte ich gern
noch etwas zum Thema Essen schreiben. Und euch ein wenig Appetit
machen. ;)
Aber jetzt noch mal ein kleiner
Rückblick.
Ich muss sagen, dass es zwar
sehr anstrengend, aber auch sehr schön war! Es ist wie es alle
vorher gesagt haben; das wirst du nicht bereuen! Obwohl ich am Anfang
doch recht ängstlich war habe ich alle Aufgeben gut gemeistert und
mich allein in der Fremde durchschlagen können. Man sagt, wenn
Japaner das Land verlassen verlieren sie einen Teil Ihrer
'Japaneseness' ('Japanischkeit') und nehmen etwas von der fremden
Kultur auf. In Japan wird das nicht immer als positiv betrachtet.
Wenn ich es auf mich beziehe, so sehe ich mich als eine japanisierte
Sächsin. Obwohl 'japanisiert' auch nicht wirklich passt. Ich habe in
dem halben Jahr eher eine Beziehung zu der Region aufgebaut, in der
ich lebte. Auf meiner Reise im Jahr 2012 war das noch nicht so. Aber
nun da man eine so lange Zeit an ein und dem selben Ort war,
schleicht sich ein kleines Gefühl der Heimat ein. Ich war kein
japanischer Bürger, aber ich war ein Mitbürger. Ein Teil von mir
wird sich immer in Saitama, beziehungsweise in Asaka 'heimisch'
fühlen. Einige von euch werden nun vielleicht sagen; wie kann man
denn von innerhalb einem halben Jahr so denken, das ist doch keine
lange Zeit. Nein, das vielleicht nicht, aber es war eine intensive
Zeit, in der ich oft mit mir allein war und in den Dingen, die mich
umgaben, eine eigene kleine Welt gesehen hab. Wege, die man jeden Tag
geht, Gebäude, die man jeden Tag sieht, Gewohnheiten, die man jeden
Tag ausführt schaffen ein wohliges Umfeld. Als Tokyoterin hab ich
mich allerdings nicht gefühlt, da Tokyo so unglaublich groß und
nicht begreifbar ist und ich auch nicht dort gewohnt habe. So schön
es auch war, so weit weg ist dieses Land doch von der echten Heimat.
Diesen Begriff kann ich durch dieses halbe Jahr nun viel besser
definieren.
Nichts desto trotz bleibt es
eine Liebe fürs Leben. Ich freue mich schon auf meine nächste Reise
in dieses faszinierende Land, wann auch immer das sein wird. Im
Moment fühlt es sich mehr so an, als ob es nur ein wunderschöner
Traum war. Wenn ich die Fotos und die Dinge sehe, die ich mir gekauft
habe, so kann ich gar nicht begreifen, dass ich wirklich dort war.
Auch der Blick auf Prospekte oder wenn ich mir zu Hause meine Hefte
und Bücher über Japan anschaue, dann bekomme ich sofort Fernweh.
Vor allem bei Bildern von Orten, die ich kenne und wo ich war. Man
denkt mehr an die schönen Dinge, die man erlebt hat. Vielleicht
verfälscht sich dadurch der Rückblick ein wenig, aber ich denke,
dass es gut ist, wenn man mit den Gefühlen der guten Erinnerung
wächst. Schade finde ich es nur, dass ich noch nie den Frühling in
Japan gesehen habe. Aber dies ist ohne Frage immer noch ein fester
Punkt auf meinem, Lebensweg!
Nun bin ich schon wieder ganz
schön lange in Deutschland und vermisse hier so viele
Annehmlichkeiten, die Japan bot. Beispielsweise leckere Onigiri, die
Konbinis und auch die Freundlichkeit von Verkäuferinnen. (was für
ein Armutszeugnis für Dtl. -.-') Und auch irgendwie das Gefühl der
Sicherheit. (Ein Loblied für die Koban-Stellen!)
Nun denn, in diesem Sinne. Ich
bedanke mich noch mal für euer Interesse und man liest sich sicher
mal wieder. (ö___ö)
Bis Bald, eure Misuka
* wtf! Seit wann schreibt man
Resümee mit ü??? Das sieht doch komisch aus, oder?? Aber der Duden
meint das so.. o.O
Eine sehr schönes Fazit! (Ich schreibe Fazit, weil ich mir mit dem eingedeutschten Französich überhaupt nicht sicher bin! ^^')
AntwortenLöschenUnd die Sache mit der "Entwicklung von Heimatgefühlen" kann ich sehr gut nachvollziehen! Das geht mir mit "meinem" Inuyama genauso. Auch wenn das jetzt schon mehr als 3 Jahre her ist, wird mir immer noch ganz warm um's Herz wenn ich an dieses kleine Städtchen denke! :3
Hey und mach dir wegen dem Frühling mal keine Sorgen: Das bekommen wir bestimmt irgendwann hin! ^^d