Freitag, 27. Juni 2014

* Sonderbeitrag: Die Tücken des Alltags

Hallo meine Lieben, da bin ich wieder einmal. Wie angekündigt folgen nun ein paar Beiträge zum Thema „Tücken des Alltags“. Ich möchte euch diese seltsamen Begebenheiten oder Kuriositäten keinesfalls vorenthalten. Staunt also nun als erstes über meinen Erfindungsreichtum. ;D


* Der Becher aus der Flasche
Ganz zu Beginn meines Aufenthalts in Japan hatte ich ja nur mein Zimmer zu Verfügung und sonst nichts. Weder Geschirr oder dergleichen gab es. Es gab zwar am Wochenende nichts vom Wohnheim zu Essen aber durch die Bentô aus den Konbinis oder den Fertiggerichten lies sich auch ohne Geschirr ganz gut auskommen. Doch ein Glas aus dem man trinken kann wäre nun doch ab und an ganz praktisch. Aber ich wäre nicht ich, wenn mir hierzu nicht etwas eingefallen wäre.
Da es hier eh keinen Flaschenpfand gibt und alles sowieso im Müll landet, habe ich mir also eine Flasche mit einem stabilen Boden gesucht und den unteren Teil kurzerhand in einen Becher umgewandelt. Einen Becher im 100-yen Laden kaufen wollte ich nicht, denn es hätte mir sicher Leid getan diesen dann nach der Zeit wegschmeißen zu müssen....(^^')


* Das Kissen aus den Mülltüten
Nach einigen Nächten auf der Sperrholzplatte und dem dünnen Futon mit dem großen Kissen war mein Nacken ziemlich verspannt. Das Kissen lies sich mit der Zeit auch nicht platt liegen, also musste ich wieder einmal eine Lösung finden. Zum Glück hatte ich, alle bisher beim Einkaufen erhaltenen Tüten aufgehoben. Kurzerhand stopfte ich alle Tüten in den Kissenüberzug und verwendete das andere Innenleben als ein 'Sofakissen' für mein Bett.
Zwar raschelte mein Ersatzkissen die ersten drei Nächte ganz schön und war dann ganz schön flach. Aber im laufe der Zeit kamen immer mehr Tüten hinzu und die raschelten nach ein bisschen platt liegen irgendwann auch nicht mehr. ;)


* Das Loch in der Wand
Ich weiß nich so recht warum es dieses Loch gab, aber es war da! Und der einzige Grund wozu es gedient haben könnte war wohl, den Durchzug im Wohnheim zu garantieren oder Studenten, die nie lüfteten im Sommer vor dem Erstickungstod zu bewahren... Aber im Herbst / Winter wurde das Ding ganz schön unangenehm. Es gab eigentlich eine Klappe, die man durch eine Schraube zu drehen konnte, aber die schloss das Loch nach außen auch nicht 100% ab. Um wenigstens die Zugluft ein bisschen einzudämmen hatte ich schon schnell eine Lösung gefunden.
Ich nahm Maß und übertrug diese auf eine Plastiktüte, schnitt mir den Kreis aus und klebte das Stück Tüte über das Loch, wobei ich die Ränder so gut wie möglich mit Klebeband abdichtete. Isolation bot das zwar nich grad viel, aber so zog wenigstens erst mal kein kalter Wind mehr herein. (^^)d Clever, wa?!

1 Kommentar:

  1. Was hättest du nur ohne Plastetüten gemacht? XD Da wärst du ja völlig aufgeschmissen gewesen.
    Die Zeichnung sind richtig genial ;) genau so wie dein Erfindungsreichtum. Du machst McGyver echt Konkurrenz :-*

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