Ein
keiner neuer Post steht an, da ich ab nun meinen Wochen(end)rhythmus
einführen möchte, wie ich ihn schon das letzte Mal praktiziert hab. :)
Wieder
war am 7. und 8. noch nicht viel los. Außer dass ich die Kanji
(Schriftzeichen) an der Waschmaschine übersetzt hab, um zu
verstehen, wie ich sie danach handhaben muss. Die ratterte dann
gemütlich vor sich hin und als ich dann die Wäsche in meinem Zimmer
verteilt hatte, saß ich wahrlich in einer Sauna (und das obwohl ich
beide Fenster sperrangelweit auf hatte!) Luftfeuchte und Temperatur
machten das Denken nich grad leichter. Ich saß also fleißig am
Schreibtisch und plötzlich klapperten meine Fensterscheiben leicht,
der Strommast draußen und das ganze Gebäude wackelte. Ich hielt
inne und überlegte, ob es schon Zeit ist unter den Tisch zu
kriechen? … (Ok, man soll eigentl. erst eine Tür aufmachen, um
einen Fluchtweg zu haben... aber egal) Doch so schnell es da war, um
es zu begreifen und zu hinterfragen, so schnell war es auch wieder
vorbei. Ich hatte es auf die Stärke 3 geschätzt. Und ich muss
sagen, ich glaub ich hab Talent, denn es war wirkl. Stärke 3, wie
mir meine Info-Seite wenige Minuten später verriet. (so sieht das
dann übrigens aus:
http://www.tenki.jp/bousai/earthquake/detail-20160907132858.html
Man muss dann nur noch wissen, unter welchem Punkt man ungefähr
wohnt. Oder in der langen Liste darunter nachschauen) Wenn ich ab und
an bei der Seite vorbeischaue, um zu guggen, ob ich vielleicht mal
ein Einser nicht gemerkt habe, fällt auf, dass es derzeit auf Kyûshû
ab und an mal ein bisschen wackelt. Mehr wie bei mir. Ist aber auch
gut so. ^^“
So
vergingen die Tage.
Am
9. war dann der erste Uni-Tag gekommen. Mein dt. Wecker hatte mich
verarscht und so bin ich erst später aufgestanden, als ich wollte.
-.- Ich habe es aber trotzdem geschafft meine Pflicht, die
Plastikflaschen wegzubringen, zu erfüllen. Dann hatte ich noch
'ewig' Zeit, recherchierte noch was und bin dann gegen 9:45 los, da
ich langsam nervös wurde.
Beim Umsteigen in Shinjuku hab ich lieber
noch mal nachgefragt und bin dann mit der Ringlinie bis zu meiner
Station. Alles ganz easy alles gefunden. Auch vor Ort konnte ich mich
gut orientieren und fand die Uni ohne Probleme, und schritt durch das
majestätische Portal. °o° Das Gebäude auf dem Gelände war auch
leicht zu finden, sowie Stockwerk und Zimmer. Da ich viel zu zeitig
da war (11°°), setzte ich mich unter die Bäume, beobachtet Leute
und versuchte das Formular fürs Bahnticket zu übersetzen. Mehr und
mehr Ausländer fanden sich ein und es begann ein betretenes Beäugen
und Warten. Auch meine Hallenser Kommilitonin traf endlich mit noch
einem Mädel aus ihrem Wohnheim ein. Endlich war es 12:30Uhr und es
ging los. Es gab eine feste Platzordnung und an der Tafel stand GANZ
GROSS geschrieben, dass wir die Umschläge, die an unserem Platz
lagen bitte noch NICHT öffnen sollten. Gut, dass sie es
rangeschrieben hatten.
| Ein Eingang auf den Mita-Kampus |
Bald
stellte sich eine Frau vor und auch die anderen Menschen, an die wir
uns ab jetzt immer wenden könnten. Dann gab es noch ein paar Fakten
zur Uni. Das Interessanteste mal fix zusammengefasst:
Der Gründer
war Fukuzawa Yukichi, der sehr an westlichen Dingen interessiert war.
Er reiste nach der Landesöffnung Japans viel umher, vor allem nach
Amerika. Um sein Wissen zu teilen gründete er 1858 eine Schule, aus
der sich die Keiô entwickelte.
![]() |
| Fukuzawa ist übrgens auch auf der höchsten Banknote Japans abgebildet *o* |
So,
jetzt hatte sich die Uni vorgestellt, jetzt waren wir dran.... In
Anbetracht von 230 Leuten würde das wohl einige Zeit in Anspruch
nehmen. .. Gut, war, dass die Keiô vorgesorgt hatte und im
Hintergrund eine PowerPoint ablief, wo dran stand von wo die Leute
gerade kommen, die grad vorn standen. Die meisten kommen aus den USA
oder China, auch Kanadier und recht viele Deutsche sind dabei.
Außerdem Briten, Koreaner, Schweden, Schweizer, Italiener, Spanier,
Australier, Türken, Taiwanesen.... Also im großen und ganzen sehr
viele Nationalitäten. Ich war noch nie mit so vielen
unterschiedlichen Menschen in einem Raum! O.O
Als
wir endl. alle geschafft hatten, war die Aufnahmefähigkeit schon
stark gesunken, aber es blieb ja noch eine halbe Stunde laut Plan. Da
haben wir dann all die wichtigen Dinge mal ganz fix erklärt bekommen
und sollten Formulare ausfüllen.. *Stress >.<* uff und dann
wars vorbei. Mit Angelina (Hallenser Kommilitonin) und ihrer
Bekannten bin ich noch fix mit ein Onigiri essen gegangen und dann
zurück gefahren. Ich war ganz schön geplättet, obwohl es nur in
der letzten halben Stunde wirkl. anstrengend war..
Und
ich habe doch letztens die Lampions auf dem Heimweg fotografiert,.. jetzt bauten da einige
Menschen Buden auf, es sollte wohl bald ein Matsuri stattfinden. Da
ich eh schon fasziniert starrend daran vorbei ging, bin ich einfach
zu einem hin und hab gefragt, wann das Fest stattfindet (auf jap.!).
Er antwortet mir auf englisch 'Am Wochenende'. >__> ja...danke.
Am
10. bin ich nach dem
Frühstück mal nach Sasazuka (Nachbarstation) gelaufen.Unterwegs
musste ich leider feststellen, dass die Post hier am Wochenende, also
auch Samstags geschlossen ist. ._.
Als ich in Sasazuka ankam hatten
die meisten Geschäfte noch zu. (Es war halb 10!) Aber zum Glück
hatte der 100yen-shop schon auf, in dem ich dann auch fast über ne
Stunde verbracht habe. XD
Dann
bummelte ich so noch ein bisschen durch die Gegend und hab voll süße
Sachen von den Mumins und Totoro gesehen, aber ich konnte
widerstehen! >_<
Auf
dem Heimweg war ich noch in einem anderen Laden und habe mir einen
neuen Wecker zugelegt, der mich dann hoffentlich pünktlich weckt.
(Der hat jetzt sogar Licht und ne Snooze-Funktion! *-*)
| fein sortiert von groß nach klein, ... so gehört sich das beim transportablen Schrein XD |
Am
Nachmittag bin ich zu dem besagte Matsuri gegangen. Aber es war ein
bisschen enttäuschend. Denn es gestaltete sich wohl eher als eine
Art Nachbarschaftstreffen. Ich hatte mehr Buden zu Guggen erwartet.
Nichts desto trotz gönnte ich mir ein Yakitori (Hühnerspieß) und
die Omi hat sich sehr gefreut als ich ihr hinterher sagte, dass es
lecker war. Also bin ich bald wieder zurückgekehrt. Ab und zu hörte
man von dem Fest aber die lautstarken Umzüge, wenn die Prunkschreine
durchs Viertel getragen wurden.
Gegen
Abend waren dann plötzlich Geräusche von unten zu hören. Das war
seltsam, weil meine einzige Mitbewohnerin dieses Wochenende eigentl.
auswärts nächtigen wollte. Also bin ich guggen gegangen. Und
Tatsache, ein neuer Mitbewohner ist da. Er kommt zwar aus Australien
ist aber Chinese. Aber recht nett und annehmbar. ^^ Jetzt fehlt nur
noch meine andere Freundin und das Haus ist voll.
Auch
der Sonntag (11.) verging ohne größere Ereignisse. Lesen und
Fleißig-sein waren meine einzigen Tätigkeiten an dem Tag. Morgen
beginnt die erste Uniwoche mit noch vielen organisatorischen Punkten,
die hoffentlich besser organisiert sind.
So,
das soll's erst mal wieder gewesen sein. Ich wünsche allen eine
schöne Woche. Man liest sich.
Bis dahin.
Eure
Misuka
Zugabe: Kuriosität
Ein ganz normaler Hinterhof mit Park- aber keinen Wendemöglichkeiten, also gibts hier die ganz private Drehscheibe für zu Hause für den PKW. (jede Lok wäre neidisch) XD

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