Die Überschrift lässt
erahnen, welch Eindrücke die Reise hinterlassen hat und dass im
Rückreisegepäck nicht nur dreckige Wäsche, gefühlte 100 Omiyage
(Mitbringsel) und ca. 1000 Fotos waren, sondern auch Erinnerungen an
Situationen und Erfahrungen, die ich nicht missen möchte und für
die sich diese Reise wirklich gelohnt hat!
Dieser Bericht wird
seeeeehr lang werden, aber ich verspreche viele tolle Geschichten und
Geschehnisse, die ich euch so gern berichten möchte. Allerdings weiß
ich gar nicht recht, wo ich beginnen soll, denn ich übertreibe
nicht, wenn ich sage, dass es eine der schönsten Reisen war, die ich
je unternommen habe! Da hat sich die viele Planerei und Recherche
(typ. Deutsch XD ) zuvor wirklich ausgezahlt! Denn wir haben uns nie
wirklich verlaufen oder es ist etwas schief gegangen. Und selbst wenn
etwas nicht ganz so lief, wie wir uns das vorgestellt hatten, so
waren das keine größeren Probleme oder Enttäuschungen.
Doch zunächst noch ein
bisschen was Allgemeines zur Einstimmung, nicht wahr?! ;)
Kyûshû ist eine der 4
Hauptinseln von Japan und ist die südlichste. Auch kann sie in der
Geschichte als das Tor Japans zur Welt betrachtet werden. Obwohl
Doreen und ich in unterschiedlichen Zeiten forschen, so ist Kyûshû
für uns beide ein wahrlich interessanter Ort! Und so haben wir
Punkte angesteuert, die geschichtlich relevant sind, bzw. wo sich
interessante Museen befinden. Es war also nicht nur eine
Vergnügungs-, sondern auch eine Forschungsreise. (so war zumindest
unsere Hoffnung..)
Unsere Route sah wie
folgt aus: Tôkyô → Fukuoka → Nagasaki → Shimabara →
Kumamoto → Takachiho → Kumamoto → Tôkyô
Um diese Städte ein
bisschen besser einschätzen zu können hier mal ein Vergleich mit
Halle:
Einwohner
Halle 237 000
Fukuoka 1 553 600
Kitakyûshû 956 700
Nagasaki 429 100
Shimabara 44 800
Kumamoto 739 900
Takachiho 12 500
Da die Fahrt mit dem
Shinkansen viel zu teuer gewesen wäre und auch zu viel Zeit in
Anspruch genommen hätte (obwohl das echt cool gewesen wäre..),
haben wir uns dafür entschieden hin zu fliegen. So waren wir
letztendlich in der Luft, aber auch auf der Schiene, auf Straßen und
sogar auf dem Wasser unterwegs. Nicht zu vergessen aber unsere Füße,
die uns zuverlässig getragen haben.
In Distanzen gesprochen
haben wir zunächst knapp 900km von Tôkyô bis Fukuoka zurückgelegt,
wo unsere Reise begann. Insgesamt haben wir zwischen unseren
Stationen (ab und bis Tôkyô zurück) ca. 2363km zurückgelegt und
sind in etwa 171300 Schritte gelaufen, was wohl auch so um die 170km
sein dürften. Dass man auf solch einer Strecke viel erlebt, liegt
wohl auf der Hand. Deshalb will ich euch gar nicht lang auf die
Folter spannen und lege einfach mal los. ;)
Am 7.2.
(Dienstag) begann unsere Reise. Zunächst einmal mit
unglaublich früh aufstehen. 3³° quälten wir uns aus den Betten
und nahmen um kurz vor 5°° die Bahn noch Shinjuku. Trotz, dass es
so früh war, waren doch einige Leute unterwegs. Weiter ging es nach
Nippori, wo wir in den Skyliner (Schnellzug) zum Flughafen Narita
umgestiegen sind. Auf dem Weg konnten wir einen wunderschönen
Sonnenaufgang beobachten. Gut war, dass wir das Ticket schon
vorreserviert hatten und so kamen wir schneller durch das Gate und
eher als gedacht am Flughafen an. Bis zum Check-in blieb noch Zeit
für Kleinigkeiten wie Kaffee und Klo und dann waren wir bald auch
unser Gepäck los. (Mein Rucksack hatte um die 8kg gewogen..)
Da wir noch massig Zeit
hatten sahen wir uns im Flughafen etwas um, doch bald gings durch den
Sicherheitsbereich, wo wir dann schon anfingen aufzufallen... ( ̄▽ ̄)
Da ich alle Unterlagen eingesteckt hatte konnte Doreen nicht durchs
Gate und nur ich musste meine Schuhe noch ausziehen...
| Kunst am Flughafen |
Nach kurzem Warten gings
mit dem Bus zum Flieger. Leider hatten wir keinen Fensterplatz
gebucht, da der teurer war. Und die Tussi neben uns hat es doch
tatsächlich gewagt das Fester einfach zu zumachen und zu schlafen!
(`⌒´)
aaaarrrh~, darf ja wohl nich wahr sein!
Mühselig verrenkten wir uns die Hälse nach offenen Fenstern …
(>.>) Zudem war es sehr windig an dem Tag und während des
Flugs wurden wir doch recht kräftig durchgeschüttelt.. Außerdem
gab es alle Durchsagen und Hinweise nur auf Japanisch... tja, im
Notfall sterben die Ausländer zuerst... natürliche Selektion... XD
Ich glaube auch beobachtet zu haben, dass wir die einzigen
Nicht-Asiaten waren... Nach knappen 2h Flug landeten wir sehr sanft
gegen 11²° in Fukuoka. Schon bei der Gepäckabholung mussten
wir kräftig lachen, denn obwohl wir nicht gebummelt hatten, waren
unsere Rucksäcke 2 von insgesamt 4 Gepäckstücken, die sogar schon
vom Laufband runtergestellt wurden, damit sie da nicht so Ehrenrunden
drehen... XD
Dann holten wir uns fix
ne Kleinigkeit zu Essen und Trinken und schlitterten dann schon fast
an den Schalter, wo wir uns ein Busticket kaufen wollten. Die Frau
dort war sehr nett und hat uns viel erklärt, so das wir ein tolles
Angebot für die Fahrt nach Nagasaki buchen konnten und auch für
morgen alles erklärt bekamen.
Mit der Metro, in der zum
Glück unsere elektronische Karte (Pasmo) aus Tôkyô funktionierte,
ging es zu einen ziemlich zentral gelegenem Bhf dort schauten wir uns
ein bisschen um und sind in das Einkaufszentrum TokyuHands, in dem es
angeblich Kofun-(Grabhügel)-Zeug geben soll. Den Verkaufsstand haben
wir sogar gefunden und Doreen ist total abgegangen. XD Ich find das
Zeug zwar fetzig, aber es ist nicht mein historischer Favorit und so
habe ich lediglich einen Löffel in Form eines Spatens gekauft...
schließl. braucht jeder tolle Ausgräber nen Spaten.. XD
Da noch Zeit bis zum
Check-in im Hotel blieb, kehrten wir in einen Starbucks ein. Die kl.
Stärkung war lecker und als ich hilflos das Regal für die
Geschirrrückgabe gesucht hab, und der halbe Laden sich anfing zu
amüsieren, half mir kurzerhand eine nette Mittelschülern. ^^''
In dem Moment fiel uns
auf, dass wir hier ganz schön auffallen.. In Tôkyô sind
nicht-asiatische Gesichter keine Seltenheit, aber wie wir im Laufe
unserer Reise feststellten auf Kyûshû schon, selbst in größeren
Städten.
Was uns aber auch gleich
ins Auge fiel war, dass die Leute hier alle freundlicher wirkten,
oder wir einfach immer nur nette Leute getroffen hatten.. wer weiß...
Bald gings zum Hotel. Es
war nicht berauschend, aber annehmbar und noch hatten wir den Luxus
von getrennten Betten.
Kurz verschnauft, machten
wir uns auch schon wieder auf, um den Rest des Tages noch zu nutzen,
bevor die Sonne untergeht. Also sind wir zu dem Tempel gelaufen, den
wir schon auf unseren Hinweg entdeckt hatten. Das Gebäude und auch
der Hof davor waren wirklich prächtig und wunderschön! Zudem konnte
man in eine Halle gehen, wo die größte sitzende hölzerne
Buddha-Statue Japans steht. Da es einen kleinen Obolus kostete hinein
zu gehen, aber im Preis Räucherstäbchen und ne Kerze inbegriffen
waren, bat ich kurzerhand noch um eine gute Reise, kann ja nicht
schaden,ne?! ;)
Außerdem war der untere
Bereich des Buddhas begehbar. Man kam dort einen kleinen Gang
entlang, in welchem Bilder mit Höllen-Darstellungen aufgehangen
waren und im Hintergrund wurde eine Geschichte erzählt. Die Bilder
waren wahrlich grausam und gruselig(!) und dann am Ende des Gangs
ging es in einen finsteren Tunnel, ohne Licht.. ich wollt erst gar
nich durchgehen. Dich hinter Doreen, die ihr Handy als Taschenlampe
gezückt hatte, lief ich wieder nach draußen... Ganz ehrlich,..ich
hatte wirkl. weiche Knie! Das war eine Erfahrung der dritten Art!
((><))
Ganz in der Nähe befand
sich ein weiterer Tempel in einem riesigen Gelände. Die Gebäude
waren allerdings schlichter und nicht übermäßig angestrichen. Ein
wirkl. hübsches Areal in dem wir auch eine Katzenfamilie antrafen,
die wie bestellt alle mittig auf den Tempelstufen saßen. X3 Grad so
vor Torschluss verließen wir das Areal und obwohl es doch recht kalt
war beschlossen wir vor zum Hafen zu laufen. Der Geruch des Wassers
und das Plätschern der Wellen brachte uns nun endgültig in
Urlaubsstimmung. :)
Da wir in allen
Unterkünften keine Verpflegung hatten mussten wir uns immer selbst
etwas suchen. Auf die Dauer nicht wirkl. empfehlenswert, aber im
Vergleich zu Restaurants billiger, sind da die Mahlzeiten aus den
Konbinis! Ich habe sie noch einmal mehr schätzen gelernt und
wünschte mir sowas auch in Dtl.! Man bekommt das Essen auch warm
gemacht, wenn man das möchte, und es gibt auch Besteck dazu. Es ist
lecker, zumeist auch sehr frisch und in bestimmten Ketten ist die
Auswahl riesig. Lasagne, Nudeln, Schnitzel, Reis mit irgendwas,
Salate usw. Auch Zeug fürs Frühstück kann man dort erwerben und da
wir fast immer einen Wasserkocher zur Verfügung hatten, war das
Leben auch ohne Buffet angenehm. ;)
Auch am nächsten Tag
(Mittwoch, 8.2.) hieß es zeitig aufstehen und nach einem kl.
Frühstück gings mit der U-Bahn zu einem größeren Bhf, in welchem
wir die Busstation gesucht haben. Diese liegt lustiger Weise in der
3. Etage und die Busse fahren von dort auch ab. XD Eine nette Frau an
der Information, die sogar Freunde in Dtl. hatte, verkaufte uns ein
Ticket und erklärte, wo der Bus abfährt. Gegen 9°° ging es dann
mit dem Überlandbus nach Kitakyûshû. Die Landschaft
unterwegs zog einen in den Bann und ca nach einer Stunde kamen wir in
Kitakyûshû an. Etwas orientierungslos, wo wir nun hin müssen, habe
ich eine Frau gefragt, ob sie wüsste, wie man zu unserem Ziel kommt.
Sie meinte kurzerhand, wir sollen ihr folgen und sie führte uns zu
einer anderen Bushaltestelle. Doch der Bus war grade weg. Da es aber
nicht mehr all zu weit war, beschlossen wir zu laufen.
Eine
Ehrenrunde ums Museum gedreht, da wir den Eingang nich gefunden
hatten, beeumelten wir uns erst mal über die Verbots-Schilder. Denn
man siehe und staune; in diesem Museum sind nicht nur Haustiere,
sondern auch Topfpflanzen verboten! XD Nach kurzer Überlegung haben
wir ein Ticket für das komplette Museum gekauft. Wohlgemerkt ist das
„Museum of Natural History & Human History“ riesig und man
könnte über 2 Tage dort drin verweilen! Und trotzdem war der
Eintritt nur 500¥
für Studenten!
Hauptaugenmerk,
und unser eigentl. Grund fürs Kommen war die derzeitige
Sonderausstellung; „Ausgegrabenes Japan 2016“, wo alle Grabungen
und Fundstücke daraus präsentiert wurden, die 2016 durchgeführt
wurden, über alle Perioden hinweg. Leider war nichts Spektakuläres
für uns dabei. Aber wir haben uns mit einem Opi und mit einer Omi
unterhalten, die sich ebenfalls die Ausstellung angesehen haben. :)
Recht
lang verbrauchten wir in der Sonderausstellung und rannten dann mehr
oder minder durch den anderen Bereich des Museums, was sehr schade
war, denn es war wirkl. sehr ansprechend gestaltet und ja ich gebe es
offiziell zu, ich liebe ausgestopfte Tiere... ^^'
Auch
die Geschichtsabteilung war im Vergleich zum Rest recht klein, aber
nicht schlecht und im Gegensatz zur Sonderausstellung gabs hier sogar
engl. Beschriftungen. ^^d
Auch
der Museumsshop wurde durchstöbert und dann begaben wir uns in ein
benachbartes Einkaufszentrum, um dort nach Mittagessen zu suchen.
Eigentl. wollten wir ein leckeres Omuraisu (Reis im Omlett) essen,
aber irgendwie fehlte dann zu unserer Verwunderung der Reis im
Omlett, da wir eine etwas speziellere Variante bestellt hatten.. naja
egal, es hat geschmeckt.
Da
wir immer noch ein bisschen Zeit hatten stöberten wir in den
Geschäften rum und ich versackte im AxesFemme,
weil die gerade Sale hatten und bei den Preisen musste ich einfach
zuschlagen! (>///<) Auch kamen wir an einem Claire's
(Jugend-Schmuckladen) vorbei in dem ein wahrlich bunter Angestellter
arbeitete. Er hatte sogar die selbe hohe Verkäuferinnen-Stimme
drauf, wie seine sonstigen Kolleginnen.. ô.O wow.. aber der hat
voll in den Laden gepasst!
Auch
im Daiso (100yen-Shop) waren wir. Ich musste mir u.a. einen Schirm
kaufen, denn es hatte angefangen mächtig zu regnen und unter den
kleinen Schirm von Doreen hätten wir beide nich gepasst...
Auf
dem Weg zurück zum Bus wurde uns immer kälter und der hatte zu
unserem Leidwesen auch noch ein klein wenig Verspätung.
Als
wir wieder in Fukuoka waren, konnten wir aber zum Glück an einer
Station aussteigen, die näher an unserem Hotel lag und so brauchten
wir nur noch fix was zu Essen holen und dann fielen wir auch schon
totmüde ins Bett.
Am
Donnerstag (9.2.) waren wir wieder ca. halb 7
aufgestanden und sind mit unseren 7 Sachen zum Bhf, um dort die
Rucksäcke in einem Schließfach einzusperren. ^^ Von Fukuoka gings
dann nach Futsukaichi, wo wir umsteigen mussten. Auch in Tokyo muss
man manchmal zwischen zwei Bhf-Gebäuden aber hier betrug die Strecke
zum umsteigen ca. 11min zu Fuß. Wir wanderten also einmal durch den
kompletten Ort zu der anderen Eisenbahnstecke, die auch nur 3
Stationen bis zum Endpunkt Dazaifu beinhaltet. Dort angekommen
waren wir erst mal geplättet von den ganzen kleinen Lädchen, die
die Straße zu einem berühmten Schrein säumten. Die Lädchen sowie
auch den Schrein ließen wir allerdings erst mal links liegen, denn
das eigentl. Ausflugsziel an diesem Tag war das Kyûshû National
Museum. Der Eingang und auch das Gebäude sind sehr futuristisch
gestalten und haben ungeheure Dimensionen. Auch hier besuchten wir
zuerst die Sonderausstellung zu der heiligen Insel Okinoshima. Wieder
waren wir die einzigen Europäer dort drin. ^^' Was sich in der
Dauerausstellung ein klein wenig änderte.
Leider waren Fotos dort
komplett verboten und auch die Ausstellungsstücke waren irgendwie
enttäuschend. Sie waren ohne Frage hübsch und interessant, aber
mein Forschungsthema wurde, wenn man es überhaupt so nennen kann, in
nur einer Vitrine kurz angerissen. (._.) Deshalb war ich etwas
ernüchtert und von all den anderen Objekten und er Größe des
Museums ziemlich erschlagen und kaputt. Doreen hatte da mehr Geduld.
Beim Verschnaufen in der Eingangshalle haben wir von einer netten
Mitarbeiterin sogar noch zwei Origamibasteleien bekommen. :)
Wieder
draußen schauten wir uns mit den rund 500 anderen Touristen den
Schrien und das dazugehörige Gelände an.
Auch haben wir eine
Schreindienerin gefragt, warum Eulen an diesem Ort augenscheinlich so
bekannt sind (überall gab's Eulen-Dinge zu kaufen) und sie erklärte,
dass sie hier in einem weiteren, nahegelegenen Schrein in den Bäumen
sitzen, Touristen und die Schreindiener beobachten würden. XD (Ich
hab schweren Herzens widerstanden und mir kein Eulen-Plüschi für
meinen Schwarm zu Hause gekauft..) … und so zogen wir die Straße
entlang, um nach Essbarem Ausschau zu halten. Anscheinend eine
Spezialität (weils die an jedem 3. Laden gab), waren gebackene Mochi
mit Anko drin (= Reiskuchen, mehr oder minder klebrig mit
Rotebohnen-Muß). Auch gab es einen 'Samurai-Shop', mit allerlei
witzigen Dingen, in dem ich mir auch eine Kleinigkeit gekauft hab.
Da
noch Zeit war, bis unser Zug zurück fuhr und es wieder recht kalt
war bin ich mit Doreen noch mal in einen Starbucks eingekehrt. Wie
durch Zufall konnten wir sogar noch einen Platz ergattern, der grad
frei geworden war (das war echt ne Sache von Sekunden!) (-。-)
Dann
ging es auch schon bald mit dem Zug zurück. Man möchte meistens gar
nicht mehr aus den Wagons aussteigen. Vor allem nicht, wenn man einen
Sitzplatz hatte, denn die sind so schön beheizt. (=__=,)
Wieder
an dem gr. Bhf in Fukuoka besuchten wir das örtl. HardRock-Café in
dem Doreen ein T-Shirt kaufte und wir noch einen netten Plausch mit
dem Verkäufer hielten, der halb Japaner, halb Amerikaner war und
sehr schnuckelig aussah. (^◡
^)
Zudem
waren wir noch Tempura (Frittiertes) essen, wo wir uns für die
Gemüsevariante entschieden hatten. Da Doreen keine Pilze mag, konnte
ich durch Nachfrage diesen bei ihr gegen ein Stück Lotus tauschen
lassen. (nett, dass sie das gemacht haben)
Anschließend
holten wir unsere Rucksäcke und gingen zum Busterminal. Zum Glück
hatten wir unser Ticket ja schon und nach kurzem Warten kam unser
Bus, der uns nach Nagasaki
brachte.
| Megane-bashi (Brillen-Brücke), die erste Steintreppe Japans unter Laternen |
Die
Fahrt dauerte ca. 2h und in Nagasaki war es noch kälter, denn es
schneite ein ganz klein wenig. Bis zum Hostel mussten wir noch ein
Stück mit der Tram fahren, in der leider unsere Pasmo nicht
funktionierte und wir bar zahlen mussten..
Nach
dem Check-in in unser Hostel wussten wir beim Anblick des Zimmers
nicht, ob wir lachen oder weinen sollten, ich hatte mich für das
Positivere von beidem entschieden und nach einer abenteuerlichen
Dusche gings auch bald zu Bett, in welchem es nur eine normale Decke,
aber zum Glück 2 Kuscheldecken gab, welche aber in Kombination mit
meinem Schlafanzug kl. Blitze verursachte. (ô.O)
Die
Nacht war an sich recht kalt und am nächsten Morgen (Freitag,
10.2.) war das
Resultat dessen zu sehen, denn dicke fette Schneeflocken fielen vom
Himmel! Doch es half alles nichts, wir wollten ja auch was anguggen
gehen. Leider hatten wir nichts fürs Frühstück am vorherigen Abend
kaufen können, so sind wir in einer nahegelegenen Einkaufsstraße in
ein Café eingekehrt und ich habe da die leckerste Schokotorte meines
Lebens gegessen! (*-*)
Auf
dem Weg zum heutigen Ausflugsziel kamen wir noch an einem riesigen
Daiso vorbei und verbrachten dort drin eine gefühlte Ewigkeit. Warum
kann es diesen Laden nicht auch in Dtl. geben?
Anschließend
gings zu der einstigen Handelsinsel Dejima, welche künstlich
errichtet wurde und im Mittelalter einst das Tor Japans zur Welt
darstellte. Dort lebten, fein unter Beobachtung durch die Japaner,
die ausländischen Händler. Das Gebiet wurde durch weitere
Aufschüttungen mittlerweile von der Stadt verschluckt und liegt
nicht mehr am Meer. Heute ist ein Teil von Dejima ein Freilichtmuseum
mit Nachbildungen der damaligen Häuser, in denen je ein Thema oder
verschiedene Aspekte des Lebens und des Handels vorgestellt werden.
Ich mochte den Aufbau und die Ausstellungsstücke. Doch auch hier
wieder wenig bis keine Informationen über Waffenhandel (worauf ich
gehofft hatte). Auch der Museumsshop war wieder nicht wirklich
ergiebig, was Literatur anging. :/
Als
wir soweit durch waren sind wir mit der Tram zum Friedenspark
gefahren. Das war mein ganz persönliches Anliegen, da ich auch schon
in Hiroshima am Epizentrum der Bombe war, wollte ich das in Nagasaki
auch unbedingt anschauen gehen. Denn ich hab das Gefühl, dass
Nagasaki oft ein bisschen ausgeklammert wird, wenn es ums Erinnern an
den 2. WK geht.
Auch hätte ich sehr gern das Friedensmuseum besucht,
was sich auf Grund der Kälte wirkl. angeboten hätte. Aber Doreen
interessierte sich so gar nicht dafür, was ich sehr schade fand..
(und so erhielt Nagasaki auch von mir Abstriche..gomen)
(u.u,) Aber immerhin habe ich das Denkmal gesehen, welches von der
DDR an Nagasaki gestiftet wurde. (^-^)
| Der Platz am Epizentrum und Überreste der Urakami-Kirche, welche hier aufgestellt wurden (rechts) |
Da
wir durchgefroren waren und Kleingeld für die Tram zurück
brauchten, sind wir in einen Konbini, haben ne Kleinigkeit gegessen
und sind danach ins Hostel zurückgekehrt, um unseren gekauften Kram
abzulegen und uns noch wärmer anzuziehen. So machten wir uns noch
mal auf zu einigen in der Nähe gelegenen Tempeln, bevor es dunkel
wurde. Die erste Anlage
war wirklich beeindruckend und man konnte schon ein bisschen über
die Stadt blicken, wenn man in den Friedhofsbereich reingelaufen ist.
Um noch möglichst viel zu schaffen hielten wir uns dort nicht all zu
lang auf und stiefelten weiter, denn wir wollten unbedingt einen
besonders hübschen Tempel, der auf unserer Karte eingezeichnet war
noch erreichen.
Jedoch
zog mich ein Weg in seinen Bann, der hoch in den Friedhofshang
führte. Zu erwähnen sei, dass Nagasaki in einem Tal mit Zugang zum
Meer liegt und am Fuße des Hangs auf einer Seite wurden viele
Schreine und Tempel gebaut, und dieser Hang, der sich weiter
hinaufzieht ist komplett mit Gräbern voll. Logisch, dass mich das
wie magisch angezogen hat. (^.^)
In kleinen Etappen kämpften wir uns immer weiter nach oben und
konnten einfach nicht aufhören weitere Stufen zu erklimmen. Zudem
ging die Sonne schon langsam unter und die Beleuchtung ließ uns
immer wieder anhalten und Fotos machen. Als wir ganz oben angekommen
waren stellten wir mit Hilfe von Google fest, dass wir nur am
schnellsten wieder zurück in die Stadt kommen, wenn wir den
Friedhofsweg weitergehen.. ansonsten hätten wir um den kompletten
Hang herumlaufen müssen..
Es erklärt sich von selbst, dass wir
darauf keinen Bock hatten und somit den, wenn auch gruseligen und
steilen Weg durch die Gräber wieder nach unten gegangen sind. Die
alten Stufen hatten oft unterschiedliche Höhen, waren weggebrochen
oder bemoost.. und es wurde kontinuierlich dunkler... In dem Moment
hätte es nur noch gefehlt, dass Irrlichter oder Geister aufsteigen,
aber wahrscheinlich haben die sich gar nich rausgetraut, weil sie
gesehen haben, dass wir Ausländer sind und nicht ahnen konnten, dass
wir Japanisch verstehen. XD
Mit
wackeligen Knien (was natürlich nur an den Stufen lag...) kamen wir
endl. wieder auf einer richtigen Straße raus. Und trotz dessen, dass
es schon dämmerte kamen wir noch in einen kleinen
Schrein hinein. Im
Anschluss haben wir sogar den Prunktempel (unser eigentl. Ziel), der
durch die alten Holzbauten echt mystisch wirkte, erreicht und durften
auch hier noch eintreten.
:)
Überall
in der Stadt waren in dieser Woche Laternen und Figuren aufgestellt,
die abends leuchteten (voll hübsch) (*-*), denn hier wurde eine Art
chin. Neujahrsfest gefeiert, was sich schlicht einfach 'Laternenfest'
nannte. Auf der Suche nach Abendbrot gerieten wir durch Zufall aber
auch noch in einen Festumzug mit Musik und tanzenden Drachen. Das war
wirkl. total cool und obwohl wir dachten, das war schon der krönende
Abschluss unseres Abends, sollte dies noch gesteigert werden!
Wir
wandelten also durch das 'Kneipen-Viertel', und schauten uns diverse
Speisekarten an, die uns aber alle nicht sonderlich zusagten. Ich
weiß nicht genau warum, denn die folgende Karte war überhaupt nicht
auffällig, hatte keine Bilder und war komplett auf Japanisch, aber
da stand was von gerillter Salzmakrele. Da das mein Lieblingsfisch
ist, haben wir es einfach riskiert und sind hoch in die 2. Etage, wo
sich das Lokal befand. Nachdem ich die Schiebetür öffnete war mit
einem Mal Stille im Raum und viele erstarrte Augenpaare schauten uns
an. Es war so ein berühmter 'Grillen-zirp-Moment', wie in vielen
Filmen. Da wir sofort auf Japanisch fragten, ob wir eintreten dürfen
lösten sich die erstarrten Gesichtszüge und wandelten sich in ein
freundl. Lachen. :) Wir wurden an die Theke beordert, bekamen sofort
unaufgefordert was zu Essen und kamen mit den Gästen und den zwei
netten Frauen hinter der Theke ins Gespräch. Wir haben so viel
gelacht und immer, wenn wieder ein Gast hinzukam wurden wir
vorgestellt und herzlich begrüßt. XD Es war wirklich zum schießen!
Ein Opi hatte zufällig Pralinen einstecken, die er uns kurzerhand
schenkte, wir durften derlei Sachen probieren, u.a. sogar Auster..
(o.O) und der Herr neben mir hat uns sogar noch Omiyage aus Kumamoto
gegeben, wo er auf Reisen war.
Das
Lokal hatte im Übrigen ein tolles System, was die Sakeflaschen
anbelangt. Man kauft sich hier als Stammgast eine komplette Flasche,
um welche ein Schild od. Foto gehängt wird und man trinkt aus dieser
soviel man eben schafft/will. Dann wird die Flasche im Regal hinter
der Theke verwahrt und wenn man wieder kommt, bekommt man wieder
seine Flasche an den Platz gestellt. XD Wirkl. ne coole Idee! Die
Leute dort waren alle so lieb und der Opi wollte morgen wieder her
kommen, in der Hoffnung, dass wir doch auch wieder da sind, obwohl
wir ihm gesagt hatten, dass wir am nächsten Tag weiter nach
Shimabara fahren.. das war so süß!
Schweren
Herzens brachen wir doch irgendwann auf und der nette Herr neben mir
hat uns sogar eingeladen (>//<), sowie noch ein Stück zum
Hostel begleitet, bis er wusste, dass es nicht mehr weit ist. Das war
so lieb!
Trotz des doch recht
langen Vorabends mussten wir am nächsten Tag (Samstag, 11.2.) wieder
etwas zeitiger raus. Doreen mochte nicht so recht aus dem Bett, was
ich auf Grund der Flocken, die wieder vor unserem Fenster tanzten
auch irgendwie verstehen konnte... (._.) Doch es half nichts und bald
standen wir wieder mit unserm Gepäck in der Kälte und gingen in
einem nahegelegenen Konbini frühstücken, in dem es zum Glück ne
kleine Sitzecke gab.
Also ob wir als Ausländer
nicht schon genug auffallen, mit dem großen Reiserucksack auf dem
Rücken wahrscheinlich noch einmal mehr. Denn auch im Konbini
scherzte man wieder mit uns uns selbst der Lieferant wurde auf uns
aufmerksam gemacht.. (°▽
°)
| Glaskunst und Intarsienkunst |
Das Ziel diesen Tages war
das örtl. Historische Museum. Die Ausstellung hatte wieder einige
wundervolle Stücke im Ensemble, aber auch hier wieder nichts zu
meinem Forschungsbereich. :/ Allerdings konnte man durch ein
nachgestelltes 'Regierungshaus' der Edozeit laufen. Am Ausgang
bekamen wir wieder von einer älteren Dame einen Origami-Kranich. ^^
Selbst auf Nachfrage im
Shop gab es auch hier wieder keine spezifischen Bücher. Ein Mädchen
hatte diese Problematik allerdings mitbekommen und hat uns geraten zu
einer Buchhandlung am Hafen zu laufen, die sowas vielleicht im
Sortiment haben.
Leider konnten wir, da
keine Locker mehr frei waren, unsere Rucksäcke nicht in dem
Einkaufszentrum einschließen und mussten mit dem Gepäck rumlaufen.
Aber tatsächlich wurden wir in dem Laden fündig. Haben dort auch
gleich noch Mittag gemacht, bevor wir dann zum Bhf zurückgelaufen
sind. Dieser hat verwunderlicher Weise nur 5 Gleise, darunter Gleis
0. (ô.O)? Scheiß auf Gleis 9¾!
Gleis 0, das ist magisch! Viellicht fahren hier die Züge zu einer
jap. Zaubererschule ab?! ..hm~ wer weiß....
Unser Zug mutete
ebenfalls recht historisch an und schon bald tuckelten wir an
Reisfeldern, Bergen und dem Meer vorbei. (*_*) (Blöderweise saßen
wir auf der verkehrten Seite und konnten keine Fotos machen. (°︹°)
Der
Zug hatte leider etwas Verspätung, weshalb wir unseren eigentl.
Anschlusszug verpasst hatten, doch so blieb uns genügend Zeit uns
mit dem Ticketautomat auseinanderzusetzen, denn wieder konnten wir
nicht mit Pasmo zahlen.
Auf der Fahrt nach
Shimabara wurde es dann schon bald dunkel und wir haben leider
nichts mehr von der tollen Natur gesehen. Jedoch ging gerade der Mond
auf und das war ein wahrlich tolles Schauspiel, weil er riesig groß
und feuerrot war. (*-*) (Foto durch die holprige Strecke leider
unmöglich.. )
Als wir in Shimabara
ausgestiegen sind und uns auf den Weg zum Hotel gemacht haben war es
fast stockfinster, kaum Autos waren unterwegs und die Bürgersteige
längst hochgeklappt, dabei war es noch gar nicht all zu spät..
(ô.O)
Das Hotel an sich lag auf
einem kleinen Hügel und wir hatten einen wundervollen Blick auf die
Lichter der Stadt und den Mond, der sich im Meer spiegelte.
Allerdings sind wir noch
mal fix losgezogen, um Abendbrot und Frühstück zu organisieren.
Nach dem Essen hab ich mir erst mal ein wundervolles Bad gegönnt, um
die Kälte aus den Knochen zu vertreiben.
Doch als wir schlafen
gehen wollten, wurden wir vor ein neues Problem gestellt, denn ein
Lichtschalter war kaputt und wenn wir aber den Zimmerschlüssel aus
dem Modul für den Strom gezogen hätten, wären auch die Steckdosen
tot, wo aber unsere Geräte geladen werden mussten. Erst nach 10min
fiel Doreen auf, dass wir doch noch eine weitere Fernbedienung
haben... und Tatsache das Licht ging damit auszuschalten. Doch die
wohlverdiente Ruhe musste noch einen Moment warten. Denn als es endl.
finster war nahm ich meine Brille ab und riss dabei einen der
Lampenschirme am Nachtschränkchen herunter. Allerdings hat sich
Doreen im gleichen Moment die Zudecke übergeworfen und dachte, sie
hätte diese Randale ausgelöst. Ich habe ihr versucht zu erklären,
dass eigentl. ich das war, aber sie war zu müde od. zu geschockt
das nachzuvollziehen, weshalb sie noch bis zum nächsten Abend
dachte, sie hätte das Zimmer ramponiert. XD (Jedes Mal, wenn wir an
diesen Abend zurückdenken haben wir Tränen in den Augen vor
Lachen!)
Am Sonntag (12.2.)
hatten wir uns vorgenommen Shimabara zu erkunden. Leider verbrachten
wir hier nur eine Nacht, weshalb wir aber freundlicher Weise für den
Tag noch im Büro des Hotels abstellen durften. Der Angestellte mühte
sich herzzerreißend ab mit uns Englisch zu sprechen und als wir denn
Japanisch antworteten, stand ihm der Schweiß auf der Stirn.. ach
Gottchen... XD Er war aber total lieb und hat uns noch aufgemalt (ein
Bild für die Götter!), wie wir zur Busstation kommen, um in die
'Innenstadt' zu kommen.
Den Bus haben wir
angetroffen und sind Richtung Burg gefahren. Nun.. ich weiß nicht
warum, aber es fällt mir schwer den dt. Begriff Burg od. Schloss auf
jap. Festungsanlagen anzuwenden. Ich finde es impliziert ein falsches
Bild im Kopf, weshalb ich Folgenden nur noch Jô schreiben
werde...(gesprochen 'tschô')
Wir waren zum Glück
recht früh dran und mit eine der ersten Besucher. Das Hauptgebäude
beinhaltete eine wundervolle Ausstellung zum Christentum in Japan od.
bzw. in Shimabara in der ersten Etage. Darauf folgten Gegenstände
zum Kriegshandwerk. Meine absolute Lieblingsetage, da hier 7
Rüstungen und Pläne, Waffen und derlei Dinge ausgestellt waren.
(*-*) Mein Herz machte einen Hüpfer und ich hab viele Fotos gemacht!
Noch eine Treppe weiter oben war nicht viel zu sehen, doch ganz oben
im Turm gab es natürlich einen wundervollen Ausblick über die
Stadt, hin zum Meer und zu den Bergen, inkl. Vulkan. XD Das Wetter
war herrlich und wir konnten so weit guggen! Am liebsten wäre ich
ewig dort verweilt, aber wir hatten ja einen straffen Zeitplan...
Auch in den Wachtürmen
des Jôs war noch eine Skulpturen-Ausstelung von dem Bildhauer, der
auch die Friedensstatue in Nagasaki gestaltet hat und im nächsten
eine Ausstellung von Alltagsgegenständen aus vergangenen Zeiten. (*ω
*) Ich mag solche alten Sachen...
Außerdem haben wir im
Gartenbereich, wo schon die Pflaumenblüte im vollen Gange war an
einer Umfrage zum Tourismus teilgenommen. Eine Frage u.a., ob wir mit
den jap. Toiletten (den alten) klar kommen... XD Außerdem gab es eine kl.
Sonderausstellung zum Hina-Matsuri (dem Puppen- od. Mädchenfest),
bei dem traditionell die Verkörperung des Kaiserpaars und deren
Hofstaat auf ein Podest gestellt werden. Sehr hübsch anzuschauen das
ganze, in ganz verschiedenen Varianten, von traditionell bis modern.
(^^) Dort haben wir ein Becherchen Amazake (wie flüssiger Milchreis)
bekommen und wurden dann von einer Omi angesprochen, die uns
anschließend einsackte und uns auf unserer Tour begleitete, bzw.
führte, denn sie was eine Freiwillige vom Tourismusverband.
Dennoch mussten wir noch
in den Shop vor Ort, wo ich doch ein bisschen Geld gelassen habe.
Allerdings gab es keinen Ausstellungskatalog zum Museum, was mich
sehr ärgerte!! Der wäre so perfekt gewesen. (~︹~)
Weiter gings mit der Omi
zu den nahegelegenen Samurai-Wohnhäusern, die man begehen kann,
natürlich mit vorher Schuhe ausziehen versteht sich. ('_~) So zieml.
alle die wir auf dem Weg getroffen haben kannte die alte Dame und wir
wurden sofort vorgestellt. Nach der Besichtigung der Häuser durften
wir noch bei einer Anwohnerin in den Garten, weil bei ihr schon der
Kirschbaum blüht.
Die Straße bei den
Samurai-Wohnhäusern ist sehr idyllisch und am liebsten wären wir
sofort in eins der verlassenen Häuser dort eingezogen. (^o^) Zudem
durchzieht ein kleiner Kanal die Straße. Überall in Shimabara lässt
sich etwas mit Wasser finden. Doch zunächst gings erst mal kurz
zurück zum Tourismusbüro, wo sich die Omi erkundigte, wo man am
besten Rokube, eine örtliche Spezialität (Nudeln aus
Süßkartoffelmehl) essen könnte. Während sie ihre Recherche machte
quatschen wir mit einem Opi, oder er eher mit uns. Denn sein
Dialekt(?) oder Sprache war so schwer zu verstehen, dass wir nur ab
und zu etwas rafften. Aber er war so angetan von uns, so dass wir
noch mal fix vor dem Büro uns in Pose stellen sollten. XD
Bald aber zogen wir mit
der Omi weiter zu einem kl. Restaurant, wo uns recht fix die
Köstlichkeit dargeboten wurde. Es war sehr lecker, auch wenn ich die
Konsistenz der Einlagen nicht wirkl. mag... Lieb, wie die alte Dame
war, hat sie uns auch noch eingeladen.. Danach gings unverzüglich
weiter zu einem Koi-Center. Es gab einen Teich außen und im Haus
eine Glasscheibe, auf die man treten konnte und wo man die Fische
direkt darunter beobachten konnte. Etwas traditioneller war das
Fischebeobachten im nächsten Haus, wo wir auf einer Terrasse, die
über den Teich gebaut war und man gleichermaßen in den Garten
guggen konnte, saßen und sogar noch Grünen Tee serviert bekamen.
(*_*) Das war wirkl. himmlisch! Aber auch dort verweilten wir nicht
lang, denn noch ein Punkt stand auf unserer Tour.
Denn gleich um die Ecke
begrüßte uns ein Mann (ebenso in einem traditionellen Haus, was
jeweils immer bedeutete, dass wir unsere Schuhe ausziehen mussten
XD), mit dem wir eine örtliche Süßigkeit hergestellt haben. Nach
dem Hände Säubern, bei einem seeehr nostalgischem Waschbecken
bekamen wir in eine Schüssel 2 versch.
Mehlsorten, die Schluck für
Schluck mit Wasser angereichert wurden und die wir durchkneten
sollten. (wie Backen XD). Im Anschluss wurden aus der Masse kl.
Kügelchen geformt (die bei uns alle unterscheidl. Größen hatten
(-__-')), welche anschließend gekocht und abgeschreckt wurden. Dann
füllt man diese zusammen mit Honigwasser in ein Glas und isst sie.
Diese Süßigkeit namens Kanzarashi wurde für uns in einem Nebenraum
hübsch angerichtet und mit Blick in den Garten genossen wir unsere
fabrizierten Kügelchen und bekamen sogar noch ein kl. 'Diplom'.
(hier mal noch ein Foto, wie die Herstellung von Statten ging ('_~)
| Der Kirschbaum in dem privaten Garten |
Dann war es aber leider
auch schon wieder Zeit für uns aufzubrechen. Vom Busbahnhof wollten
wir zu unserem Hotel zurückfahren, um unsere Rucksäcke abzuholen.
Dort trafen wir noch mal die Omi, die dann auch noch so lange stehen
blieb, dass sie uns noch mal zuwinken kann, wenn der Bus wegfährt.
Im Hotel erklärte uns
wieder der nette ältere Mitarbeiter, wie wir zum Hafen kommen. Mit
der Beschreibung; 'Naja, es dauert vielleicht 11 Minuten zu Fuß.
Aber ihr habt ja lange Beine, da sind es nur 7 Minuten.' XD Außerdem
bat er uns gut auf uns aufzupassen (mind. 3x). Einfach nur goldig!
Als wir jedoch am Hafen
waren stimme irgendwas mit unserer Zeitentabelle nicht und die Fähre,
die wir nehmen wollten war gerade weg. Da Doreen auch nicht die
langsame Fähre nehmen wollte, da sie Seekrank wird, haben wir uns
entschieden noch knapp über ne Stunde zu warten. Erst besorgen wir
uns Infomaterial zu unserer nächsten Station, doch die Frau vom
Ticketschalter kam dann zu uns und sagte, dass es ein warmes,
kostenloses Fußbad gleich gegenüber gibt und so sind wir dort noch
hin und haben unseren Fußis mal was gutes gegönnt. Das Wasser war
wunderbar warm doch bald mussten wir schon wieder zurück.
Auch die Überfahrt war
klasse. Gleich nach dem Einsteigen bat uns ein Herr vom
Tourismusverband an einer Umfrage teilzunehmen. Da es ein kostenloses
Getränk dafür gab machten wir mit, worauf wir uns später noch nen
Kaffee holten. Ich war die meiste Zeit dann eigentl. draußen am Deck
und hab die Möven beobachtet, die von den Passagieren gefüttert
wurden und die gesamte Strecke mitflogen, sowie war völlig von dem
wunderschönen Sonnenuntergang gefangen... und ich spürte, dass ich
mein Herz auf der anderen Seite zurückgelassen hatte!
Nach ca. einer halben
Stunde Fahrt erreichten wir unsere nächste Station, Kumamoto.
Mit dem Bus ging es
anschließend in die Stadt, denn der Hafen liegt sehr weit entfernt
vom Zentrum. Dort angekommen, fanden wir eigentl. recht schnell unser
Hotel, was doch sehr edel wirkte. (ö.ö) Als wir später noch mal
mit unseren Konbini-Plastetüten voller Abendbrot und Frühstück
durch die Lobby schlichen kamen wir uns leicht fehl am Platz vor. XD
Der 13.2., ein
Montag,.. leider. Denn eigentl. war es geplant, dass wir an
dem Tag zu einem Museum zu bemalten Grabhügeln fahren, was doch noch
einmal etwas weit ab vom Schuss lag und einen Tagesausflug in
Anspruch genommen hätte. Aber das Museum hat Montags zu, was uns
leider auch erst bewusst wurde, als die Reise schon in Sack und Tüten
war. (._.) Unter dem Motto, dumm gelaufen. Schliefen wir an dem Tag
also erst mal wieder aus und gingen es ruhig an.
Nach dem Frühstück
machten wir uns auf die Stadt zu erkunden, legten aber beim
Busterminal noch einen Zwischenstopp ein, um schon unser Ticket für
den nächsten Tag zu kaufen.
Dann liefen wir zum Jô.
Es werden sich sicher nicht mehr viele an das Erdbeben erinnern,
welches letztes Jahr in der Region gewütet hat und so gesehen das
komplette Jô zerstört hat. Schon die ersten Schäden, die wir sahen
nahmen uns mit. Das Gelände an sich ist abgesperrt, aber man kann
durm herum laufen. Wir schauten uns aber erst mal in einem Bereich
mit Souvenirshops und Delikatessläden (od. auch 'Fressbuden', mir
fällt aber grad kein neutrales Wort dafür ein..) um.
Außerdem gab
es eine nette kl. Aufführung von tanzenden Samurai. (Stecke einen
Japaner in eine Rüstung und ich bin hin und weg... ( ̄▽ ̄)
Die Rüstungen klapperten aber auch so toll, weil sie anscheinend
wirkl. aus Metall waren (*ω*)
)
Danach machten wir uns
auf das Jô zu umrunden. An jeder sichtbaren Zerstörung blieben wir
stehen und konnten nicht so recht begreifen, was wir da sahen, wie es
möglich sein kann, dass solche massiven Mauren einfach so zerbröseln
können. Man kann es einfach nicht fassen und das Herz schmerzt bei
solch einem Anblick. Wir haben auch mal jemanden gefragt, der dort
aufpasst, dass keiner die Absperrungen überschreitet, wie lang der
Wiederaufbau wohl dauern wird. Und er antwortete uns; Vielleicht
Jahrzehnte... Das trifft einen doch, weshalb wir auch etwas für den
Wiederaufbau gespendet haben.
Nachdem wir unsere Runde
herum waren und auf dem Weg liegende Schreine und Tempel besucht
hatten, kehrten wir zu den Souvenirläden zurück und suchten uns was
zu Essen (Grünteewaffeln + Anko od. Sakuracreme & Lostus gefüllt
mit Senfpaste) und ließen uns mit den netten Samurai fotografieren.
;)
Der Nachmittag war noch
nicht vorüber und so machten wir uns mit der Tram zum
Suizenji-Garten, einem Schrein mit großem Gartenareal, denn dort
sollte es laut unserem Flyer eine Illumination geben. Aber vor Ort
sagte man uns, die gibt’s nur am Wochenende. (-.-) na toll...
Dennoch war der Garten
recht hübsch anzusehen und wir hatten zudem das Glück ein Brautpaar
in traditioneller Kleidung beim Fotos machen zu beobachten. :D
Auch hier schlenderten
wir noch durch die kl. Lädchen, fuhren aber bald wieder zurück und
ließen den Abend mit leckerem Essen ausklingen.
Am 14.2.
(Dienstag) hieß es wieder zeitig aufstehen und zum Bus. Dort
war der Herr, der die Haltestelle 'managte' etwas verwirrt, dass wir
nicht in einen Bus steigen wollten, der zum Flughafen fährt, die an
der gleichen Haltestelle stoppen, sondern mit der Linie fahren
wollen, die nur 2x am Tag in die Berg fährt. XD
Es war viel Platz im Bus,
so dass Doreen und auch ich einen Fensterplatz hatten. Leider war es
an diesem Tag sehr diesig, so dass man die Schönheiten der Natur
leider nicht in ihrem vollen Ausmaß betrachten konnte. :/ Wir fuhren
durch kleine Nester, Serpentinen hoch und runter und ich hab sogar
mal jap. Kühe gesehen! Auf einigen der Hänge lag noch zieml. viel
Schnee und nach einem kurzen Zwischenstopp und ca. 3 Stunden fahrt
kamen wir gegen halb eins in dem Nest namens Takachiho an.
Mit der Annahme, dass wir
hier mind. genauso herzlich behandelt werden, wie in Shimabara, da
wir ja so gut wie die einzigen Ausländer sein werden, vor allem zu
dieser Jahreszeit, lagen wir allerdings falsch, denn man reagierte
doch recht verhalten auf uns. (Eigenwilliges Bergvölkchen?)
Da wir noch viel Zeit
hatten stöberten wir erst mal durch die Touristeninfo am
Busterminal, kosteten vom Shitake-Tee (= Piltz-Tee?? nun ich würde
es eher klare Pilzbrühe nennen XD), kauften erste Souvenirs und
machten uns dann zu unserem Hostel auf, was diesmal ein Ryokan
(Gästehaus im traditionellen Stil) war. Von unserem Zimmer aus
hatten wir einen wundervollen Blick auf die gegenüberliegenden
Bergklippen.
Dennoch erreichten wir
pünktl. den Schrein, wo es noch eine Tanzaufführung geben sollte.
Nun muss ich noch ein bisschen ausholen und erklären, dass es in
Takachiho eine Höhle gibt, in der sich, der Sage nach, Amaterasu die
Sonnengöttin nach einem Streit mit ihrem Bruder zurückgezogen hat
und nicht mehr herauskommen wollte. Damit war auch die Sonne aus der
Welt verschwunden und die anderen Götter überlegten nun, wie sie
die Sonne wieder hervorlocken könnten und haben lustige Tänze
aufgeführt. Als Amaterasu dann ein Stück hervorlunzte hat einer der
Götter dann den Fels beiseite geschoben und sie trat wieder aus der
Höhle heraus.
Drei dieser Tänze werden
nun jeden Abend im örtl. Schrein vollführt, denen man beiwohnen
kann. Diese waren wirklich beeindruckend, auch wenn sie an sich sehr
minimalistisch waren. Im Anschluss folgte noch eine Episode von den
Göttern Izanami und Izanagi, dem Geschwisterpaar, welches angeblich
Japan erschaffen hat. Und das war wirklich sehr lustig! Denn sie
haben Reiswein hergestellt, den getrunken und dann .. nun ja..
miteinander *hust* geschäkert, um es mal harmlos auszudrücken.. XD
Ziemlich angeheitert
kehrten wir zurück zum Ryokan, haben uns noch nen Tee in der Lobby
gegönnt und ich habe mich anschließend in das kalte
Gemeinschaftsbad gewagt. Zum Glück war keiner da.. (^^') Vorm
Schlafen gehen haben wir unsere Futons aufgebaut und es war eine
recht erholsame Nacht (ich liebe es auf Futon zu schlafen (*_*)).
Der Morgen des folgenden
Tages (15.2. Mittwoch) war wirklich eisig! Wir sind kaum
richtig warm geworden und haben deshalb so viele Schichten wie
möglich angezogen und sind zum Frühstück. Und dieses war wirkl.
wunderbar. Es gab sogar Obst! Gut gestärkt brachen wir ins heutige
Abenteuer auf. Wobei uns der Ryokan-Besitzer zum Busterminal gefahren
hat. (^_^) Dort schlossen wir die Rucksäcke ein und starrten auf
unsere Karte, woraufhin uns ein Taxifahrer angesprochen hat. Als wir
erklärten wo wir hin wollen und das sogar zu Fuß erschrak er, denn
das seinen 8km.
Auf unserer Karte sah das jedoch gar nicht so weit
aus. Das Taxi war uns allerdings zu teuer und der Bus grad weg,
weshalb wir doch losgelaufen sind mit einem Abstecher zu einem
hübschen Schrein und dann quer durch den Wald, wo wir zufällig an
der Stelle vorbeigekommen sind, wo der erste Throninhaber geboren
wurde (ein zieml. verwahrloster Platz).
Weiter ging es an der
Straße entlang, wo wir heute von der Sonne verwöhnt wurden und ich
unter den 6 Schichten doch ganz schön schwitzte. (^.^;) Auch musste
ich irgendwann eins meiner Sockenpaare ausziehen, wobei sich Doreen
sehr amüsierte, dass meine Füße wirkl. dampften. XD
Da wir den Bus an uns
vorüberziehen ließen, da wir dachten nach der nächsten Kurve
hätten wir es geschafft, es aber dann irrtümlich doch noch 4km
waren organisierte ich mir einen Bambusstock vom Wegesrand und es
muss wirkl. lustig ausgesehen haben, wie Doreen ca. 10m weiter vorn
lief und ich mit Stock hinterher... XD
Nach ca. 2h erreichten
wir endl. unser Ziel, ließen uns von den Eisständen nicht ablenken
und liefen straff weiter zu einem Schrein, der ganz idyllisch in
einem Tal in einer Höhle liegt. Ein wirklich magischer Ort, aber
leider nicht die besagte Höhle der Amaterasu. Diese liegt noch ein
bisschen woanders, ist nur mit einer Führung zu erreichen und man
kommt noch nicht mal hinein, bzw. sieht den Eingang noch nicht mal
richtig (laut der Beschreibung unserer Senpai). Dennoch hat der Ort
uns verzaubert und wir verweilten kurz dort. Auf dem Rückweg kaufen
wir uns an einem kleinen Stand noch Manju (wie Hefeteigklöße mit
Anko gefüllt) bei einer Omi, die das Anko sogar selber herstellte
(was mich gleich an den Kinofilm 'An' erinnerte (^.^)). Da in
der Box nur 5 Manju dirn waren gab uns die Omi noch einen zusätzlich,
damit wir nicht um den letzten streiten müssten.. (^o^) war das
lieb!
Also haben wir auf einer sonnigen Bank rast gemacht und gleich
ein paar der Manju verdrückt, Doreen hat noch Omamori (Talismane)
gekauft und dann haben wir leider festgestellt, dass wir den Bus
zurück knapp verpasst hatten, der nächste aber erst in 2h fuhr..
Obwohl dieser doch recht knapp für unseren Anschluss war pokerten
wir und schauten uns also noch ein wenig in der Umgebung um und
besuchten einen weiteren Schrein mit heiliger Quelle. Auf dem Rückweg
begegneten wir einer Schar Schülern, die gerade Unterrichtsschluss
hatten. Einige von ihnen grüßten uns, andere starrten uns verwirrt
an. Wieder andere tuschelten über die 'Gaijin' (Ausländer)
und als wir sie jap. grüßten fühlten sie ich ertappt. Leider
schienen sie noch nie etwas von Dtl. gehört zu haben und konnten
unser Heimatland wohl nicht so wirkl. auf einer Weltkarte einordnen..
„Hä, Doitsu? Wo ist das denn?“ XD
Mit dem Rückbus waren
die 8km schnell bewältigt und wir mussten nur noch unsere Rucksäcke
aus dem Schließfach holen und bald schon kam der Bus zurück nach
Kumamoto.
Die Fahrt war recht
entspannt, aber recht kalt und gegen 20°° kamen wir wieder in der
Zivilisation an, holten noch Abendbrot und checkten im gleichen Hotel
wieder ein. Dort kannte man uns noch, doch wir mussten trotzdem noch
mal alles ausfüllen..
Da unser Bad diesmal
etwas größer war (dafür das Bett kleiner, aber weicher XD) gönnte
ich mir an dem Abend noch ein Bad, um die Kälte aus den Knochen zu
vertreiben.
| Eine Art 'Kuchen-Brötchen' mit der Silhouette von Kyûshû |
Am 16.2.
(Donnerstag) war der Tag es Abschieds gekommen. Nach dem
Frühstück packte Doreen noch mal ihren kompletten Rucksack um
(^^'') und wir verließen punkt 11°° das Hotel um reumütig nach
10min wiederzukommen, da am Busbahnhof keine Locker für unsere
Rucksäcke mehr frei waren und wir darum baten, sie doch im Hotel
zwischenzulagern.
Anschließend
schlenderten wir durch eine nahegelegene Einkaufspassage, die aber
mehr aus Kneipen und Pachinko-Läden bestand, als aus normalen
Geschäften. Dann stießen wir auf einen Laden, der den Himmel und
die Hölle zugleich verkörperte, zumindest für uns. Ein Stoff- und
Nähbedarf-Laden, der alles im Angebot hatte, was man sich vorstellen
oder auch nicht vorstellen kann!! Bei den Stoffresten mit
traditionellen Mustern konnten wir allerdings nicht nein sagen und
haben doch noch was mitgenommen.
Weiter wollten wir zum
TokyuHands, da es vielleicht noch mal lustiges archäologisches
Merchandise gibt. Da wir zwar das Banner das Ladens, aber keinen
Eingang sahen, habe ich einfach ein Mädchen gefragt, wo sich dieser
denn befindet. Kurzerhand sackte sie uns ein, lief mit uns kreuz und
quer durch Luxusläden und Passagen, bis sie uns in einer 6. Etage
absetzte, wo sich besagter Laden befand. (°∀
°) Aber es gab nichts von Belang, dafür war das Klo sehenswert! Das
ist das 1x, dass ich eine Kabine mit Klo für Mama & Kind sehe,
inkl. Wickeltisch.
Dann schlenderten wir
aber wieder Richtung Jô und vertrieben uns die Zeit noch ein
bisschen zw. den Souvenirläden, gönnten uns ein Eis und schauten
uns noch mal die Tanzshow, diesmal mit anderen Samurais und einer
Frau an. Diesmal saßen wir in der 1. Reihe und fielen wie immer auf.
(^^') Der eine Samurai wollte dann einen Flyer ins Publikum reichen,
wobei ihm sein Schwert in den kleinen Wasserlauf vor er Bühne
gefallen ist. Nass wie es war wischte er es an dem Überwurf des
andern ab, der dem Publikum gerade etwas erklären wollte.
Dieser
stockte also und schaute seinen Kollegen verwirrt an, während dieser
kurz inne hielt und trocken erwiderte; „Du wolltest den Leuten was
erklären, also rede weiter!“ Kaum dass dieser wieder sprach,
wischte der andere sein Schwert weiter trocken. XD Wir haben Tränen
gelacht, auch die Unterhaltung mit den Herren und die Frage um ein
Foto zusammen war lustig, da wir zwei Mädels größer als die
Samurai waren. XD
Allmählich wurde es
jedoch Zeit zurückzukehren und unsere Sachen abzuholen und schon
bald saßen wir an der Bushaltestelle zum Flughafen. Dort sprach uns
noch ein ziemlich angeheiterter Opi an. Er war aber nicht
aufdringlich und wollte einfach ein bisschen quatschen und erzählte
uns z.B., dass er gern wandern geht. Ganz im Gegensatz zu dem Typ vom
Roten Kreuz, der sich noch zu uns gesellte und Doreen zwielichtige
Komplimente zusprach.. (ô.O) Der Bus rettete uns aus dieser
Situation und nach fast 45min Fahrt waren wir am Flughafen, konnten
relativ zeitig unser Gepäck am Jetstar-Schalter abgeben und uns so
noch mal auf die Suche nach Omiyage begeben. Wir kosteten uns durch
die Läden und entschieden uns für die leckere mit Senf gefüllte
Lotus für unsere Mitbewohnerinnen und Kräckern für alle übrigen
Freunde und Bekannten. XD
Nach der
Sicherheitskontrollen hieß es wieder kurz warten, doch bald konnten
wir einchecken und hatten diesmal sogar einen Fensterplatz. ♡
Wobei ich in den Genuss dessen kam~ Die Lichter von Kumamoto beim
Start beobachtend hatten wir bald Reiseflughöhe erreicht und bekamen
sogar ein Getränk. (°o°) Damit hatten wir gar nich gerechnet.
Doch so schnell wir oben
waren, waren wir wieder unten.. :/ Und zurück im grauen, ähm
dunklen Tôkyô angekommen. Diesmal beschlossen wir mit dem
Bus in die Stadt reinzufahren, da wir einen Bock mehr hatten noch
ewig umzusteigen. Denn es war bereits 22°° als der Bus startete.
Von Shinjuku ging es auf
vertrauten Wegen nach Haus, mit einem flüchtigen 'Abendbrot' aus dem
Konbini.
Gegen 1°° lag ich dann
endlich im Bett.
Uff,.. was für eine
Reise!
Und stellt euch vor, ihr
habt es geschafft, ihr seid durch! Hurra.. naja fast.. Denn zum
Schluss habe ich noch ein paar lustige und interessante Zahlenangaben
für euch, über die ich mich freue, dass wir sie so konsequent
gezählt haben.
Absoluter Spitzenreiter
ist die Frage nach unserer Herkunft, die wir 45x beantwortet haben.
XD
Zudem haben wir 16x etwas
geschenkt/ umsonst bekommen.
14x haben wir ungefragt
Hilfe bekommen, weil wir entweder planlos in der Gegend rumstanden,
oder man dachte, dass wir keinen Plan haben. XD
Außerdem wurden wir 10x
einfach so von Leuten gegrüßt.
Und Schlusslicht in
dieser Auflistung sind die Fotos, die mit oder von uns gemacht
wurden, mit 5x.
| Es war einfach zu niedlich.. X3 |
Um möglichst viele
Bilder in den Blog integrieren zu können musste ich diesmal viele
kleine Kollagen machen. Ich hoffe, dass das auch in eurem Sinne war
und ihr sie so zwar nicht all zu groß anguggen könnt, aber dafür
mehr Eindrücke bekommen habt. ^^
Auch muss ich sagen, dass
diese Reise im Groben vielleicht auch ohne Japanischkentnisse
durchführbar gewesen wäre, aber dann wohl auch viel, viel
beschwerlicher! Vieles hätten wir einfach nicht so erlebt, wie wir
es eben erlebt haben und wir hätten definitiv viel weniger Spaß
gehabt! Während ich meistens die Sprech- und Frage-Rolle übernommen
habe, haben uns Doreens Kanji-Kenntnisse uns oft weitergeholfen. So
haben wir uns wunderbar ergänzt und gegenseitig geholfen. ;) Im
Hör-Verstehen sind wir beide nicht die Leuchten, aber wir haben es
gut gemeistert und im Notfall hilft immer Lächeln und Nicken. (^^')
So, wer jetzt immer noch
nicht genug hat, oder mehr Details, Fakten oder konkretere Angaben
haben möchte, oder das Ganze einfach noch mal aus einer anderen
Perspektive lesen möchte, der sollte dem folgenden Link folgen, der
auf Doreens Blog leitet.
Wir haben uns eigentl.
immer vertragen und ich ich muss sagen, dass ich mir keine besser
Begleitung auf diesem Trip hätte vorstellen können. :3 Daher ein
Danke an dieser Stelle für die tollen Tage und den Spaß, den wir
zusammen hatten! ❤
| Pamphlets & Flyer erworbene Klamotten der wunderbare Stoff *__* Omiyage & Postkarten |

Oh, meine Güte, da habt ihr aber viel erlebt. Ich freu mich mit dir, das die Reise so gelungen ist und sie dir toll gefallen hat. Prima das sich die ganze Mühe vorher lohnte und soweit alles gut klappte. Ich staune immer wieder über diese präzise Organisation. Zum Glück haben auch eure Füße gut durchgehalten, denn es war schon eine enorme Leistung. Danke für diesen eindrucksvollen Bericht mit den vielen Erlebnissen und Eindrücken dieser Reise. Ich hoffe und wünsche, das sich diesmal wieder ein paar mehr Leser zu Wort melden und du für deine Aufzeichnungen auch etwas Resonanz und weiteren Ansporn erhältst. Bis zum nächsten Bericht ganz liebe Grüße.
AntwortenLöschenLiebe Misuka,
AntwortenLöschenVielen vielen Dank für diesen wundervollen Blogeintrag. Es hat mir sehr viel Freude gemacht ihn zu lesen. So viele tolle Fotos <3
Auch wollte ich dir auf diesem Wege noch Danke sagen für deine analoge Postkarte.
Schlau von dir, gleich deine BlogURL drauf zu schreiben, denn so konnte ich noch viel mehr über deine tolle Reise erfahren, als auf der Postkarte in so kunstvoll-winziger Schrift überhaupt an Platz fand ;)
Ich habe mich wahnsinnig gefreut von dir zu hören und wenn ich lese, was du alles so erlebst, bekomme ich gleich selber Fernweh.
Es freut mich zu hören, dass du deine Zeit in Japan genießt und dass es dir gut geht!
Schreibe bitte weiter für uns.
Liebe Grüße aus dem kalten Deutschland, A.W.