Hallo meine Lieben.
Ja, ich lebe noch und mir
geht es auch soweit gut. Allerdings waren die letzten Wochen trotz
all der schönen und tollen Erlebnisse dennoch sehr anstrengend und
kräftezehrend, weshalb es mir auch schwer gefallen ist den folgenden
Blogeintrag zu schreiben, bzw. den Blog weiter zu führen.
Jedoch will ich mich gar
nicht lang mit sinnlosen Worten aufhalten, sondern lieber schnell
berichten, was so passiert ist.
Am 15.5. (Montag) gab es
noch einen letzten ruhigen Tag, an dem ich noch mal viel Kleinkram
erledigen bzw. abarbeiten konnte.
Doch schon am Dienstag
(16.5.) fing der Organisationsstress an, da ich ja meine Freundin vom
Flughafen abholen wollte musste ich mich noch nach bestimmten
Verbindungen erkundigen, damit diese Fahrten kein Vermögensverlust
für mich werden. Nach einigem Hin und Her, vielen Recherchen und
Gesprächen mit Bahnangestellten, wie ich es an diesem Vormittag tat,
hatte ich bald eine recht passable Option gefunden. Anschließend
gings zur Uni, wo der Kanji-Unterricht schnell vorüber war.
Natürlich durfte ein
Telefonat an diesem Tag nach Haus nicht fehlen und Kanji lernen sich
auch beim Kochen mal so nebenbei. ^^
Am Mittwochmorgen (17.5)
brachte mich eine 'niedliche' Beobachtung in der Bahn arg zum
Schmunzeln, denn ich komme aus dem Hetalia-Denken einfach nicht mehr
raus! Aber ganz ehrlich, was sollte man auch anderes denken, wenn vor
einem ein Japaner sitzt, der ein deutsches
Ampelmännchen, sowie ein Schleifenband mit den Farben der
italienischen Flagge an seiner Tasche hat?! Ja,..?! Sag ich
doch.. eindeutig! XD (wer jetzt nicht kapiert hat, worauf ich hinaus
wollte, sollte noch mal ein Geschichtsbuch zur Hand nehmen ^^d)
Leider ist der
Aufsatz-Unterricht prädestiniert dafür gute Laune zu unterbinden
und Stress hervorzurufen. Dennoch ging er schnell rum und ich habe
hinterher mit der Lehrerin abgesprochen, dass ich morgen nicht kommen
und den Test am Freitag nachschreiben werde.
Am Nachmittag verband ich
wieder Haushalt mit Lernen und bereitete mich auf den kommenden Tag
vor.
Denn am Donnerstag
(18.5.) war es endl. soweit. Meine langjährige liebe Freundin Sarah
kam mit ihrem Freund nach Japan. Schon gegen 6°° verließ ich das
Haus, um ja pünktl. am Flughafen zu sein. So ging es mit der
Bummelbahn bis nach Narita, wobei ich die Zeit genutzt und Vokabeln
gelernt habe.
Sehr aufgeregt stiefelte
ich durchs Terminal und wartete auf die Zwei. Nach einer gefühlten
Ewigkeit war ich überaus erleichtert die Zwei wohl auf und 'munter'
begrüßen zu können. Doch dann hieß es noch mal Geduld beweisen.
Denn sie hatten sich einen JR-Pass gekauft, der am Flughafen erst
noch am Schalter gegen das 'richtige Ticket' umgetauscht werden
musste. Die Schlange war ellenlang und wir standen wohl fast ne
Stunde an, bis wir dran kamen!
Anschließend fuhren wir
mit dem N'EX (Narita Express) nach Tokyo rein. (toller Zug, wenn er
nich so scheiße teuer wär.. ^^“) Das Umsteigen und Ankommen war
mit drei Koffern zwar nicht grad ein Spaziergang, aber wir haben es
gut gemeistert und ich habe sie zielsicher zu ihrer Unterkunft
geführt.
Die Frau war sehr nett
und ich durfte mit im Zimmer bleiben. Während die zwei sich erst mal
frisch machten und versuchten sich mit dem jap. Klima anzufreunden
widmete ich mich wieder meinen Kanji und der Grammatik. Ursprünglich
hatte ich vor gehabt in dem kl. Park in der Nähe zu warten, aber ich
war froh, dass ich nun doch ein Dach über dem Kopf hatte, denn es
begann heftig zu schütten und zu gewittern.
Irgendwann wagten wir uns
dann doch raus, waren aber sofort pitsch nass … Naja, im Supermarkt
am Bhf haben wir uns ein bisschen umgeschaut, ich hab den Daiso
vorgestellt und anschließend ging es nach Tamachi in den Sukiya, um
Abendbrot zu machen. Meinen eigentl. Plan heut noch nach Ueno zu
fahren wurde mit dem Gewitter zu Nichte gemacht, aber so konnte ich
ihnen gleich zeigen, wo sie morgen nach unserem Ausflug hinzugehen
hätten. Vor dem kurzen Abstecher zu meiner Uni hatte es dann auch
aufgehört zu regnen und so holte ich an dem Abend gleich noch meinen
Koffer ab, den sie für mich mitgebracht hatten und in dem sich noch
so manche Leckerei versteckte, u.a. Brot!!! *_* Und als Überraschung
sogar Feuerdrachen.♡
Trotz dass das Ding kaum
befüllt war, war es unangenehm damit in der RushHouer Zug zu fahren.
| Ich hab mir mal das Bild von euch geklaut.. ;P |
Am Freitag (19.5.) ging
dann mein eigentl. 'Stadtfüherer-Nebenjob' los. An dem ich gleich
mal so richtig gefailt habe.. ^^'
Nachdem ich meine zwei
Turis in Osaki abgeholt hab sind wir nach Tokyo gefahren, um den
Tennô einen Besuch abzustatten. Bis dahin alles soweit ok. Jedoch
scheiterte mein Plan in den Garten zu gehen, denn die hatten
seltsamer Weise zu. Aber ok, schnell hatte ich eine Alternative
gefunden und wir fuhren wieder ein Stück zurück und stiefelten
zunächst in Shimbashi herum. Leider wurde grade auch die Ghibli-Uhr
einer Restauration unterzogen, weshalb Sarah auch nicht in den Genuss
derer Showeinlage kam.. u.u letztendlich landeten wir im Hama-rikyu
Garten und schlenderten durch die Grünanlagen.
Unser Mittag aus dem
Konbini verspeisten wir in einem kl. Park, bevor ich dann zur Uni
geeilt bin. Blöderweise hatte die Sensei ausgerechnet heute eher
Schluss gemacht, aber ich war dazu verdonnert zu waten, denn ich
musste ja noch meinen gestrigen Test nachschreiben. Irgendwie dauerte
es ewig, bis die entsprechende Lehrerin auftauchte und der Test war
auch nicht so kurz, wie ich angenommen hatte.. ~.~ Trotz dessen, dass
meine Besucher schon längst auf dem Campus warteten habe ich ihn
sorgfältig geschrieben, war aber dennoch echt geplättet von dem
Tag.. >.<,
Auch die Zwei hatten
keine großartigen Erlebnisse gehabt und so trennten wir uns nach dem
1. Tag etwas niedergeschlagen..
Aber der Samstag (20.5.)
sollte das alles wieder wett machen. Denn heute stand das
Mikoshi-Matsuri in Asakusa auf dem Plan. Schnell waren wir mit der
Bahn dort und stürzten uns in Getümmel, was gar nicht so schlimm
war, wie ich erwartet hatte. Nach ein bisschen Umsehen auf der
Nakamise und im Tempel fanden wir durch Zufall ne schöne Schattige
Stelle zum Beobachten des Festumzugs. :) Prunkschrein für
Prunkschrein wurde an uns vorbeigetragen, was immer wieder ein
beeindruckendes Erlebnis ist. Auch der Nachwuchs war mit von der
Partie und gab sich mächtig Mühe. ^^ Anschließend bummelten wir
durch die Ladenlokale und Buden und probierten von derlei
kulinarischen Köstlichkeiten.
Danach gings zur
Kappa-bashi, der Küchenbedarfsmeile. ^^ Wo ich nach tollen
Ausstechförmchen geschaut habe, die aber lustiger Weise oftmals aus
Dtl. kommen o.O kein Wunder, dass ich da keinen Kabuto(Helm)-förmigen
finde! Aber die ersten Mitbringsel wurden gekauft und wenig später
verspeisten wir unsere gekauften Okonomiyki in einem kl. Park.
Nach dieser
Verschnaufpause mussten wir uns allerdings sputen, da ich mir nicht
sicher war, wie lang die Wasserbusse fahren. Aber wir hatten Glück,
auch wenn es keine direkte Route mehr nach Odaiba gab. Dennoch freue
ich mich, dass ich auch dieses touristische Highlight mal mitgemacht
hab. ^^
Bald schon waren wir auf
der künstlichen Insel und steuerten als erstes den Strand an. Später
liefen wir noch übers Gelände und beobachteten, wie überall
langsam die Lichter angeschaltet wurden.
Während meine zwei dann
noch Riesenrad gefahren sind habe ich via Handy mit Doreen den
morgigen Tag geplant, bevor es dann mit der Bahn wieder nach Haus
ging, wo mich am Supermarkt am Bhf noch eine Baustelle
begrüßte...Nachts um 21°°! o.O (Und am nächsten Tag war davon
nix mehr zu sehen...!)
Am Sonntag (21.5.) hieß
es dann zeitig raus, denn wir wollten, diesmal zu viert, nach
Enoshima und Kamakura fahren. Schon gegen 9°° waren wir auf der
Insel und es war noch angenehm von der Wärme her und auch noch keine
Heerscharen von Touristen da. Leider war es recht dunstig und der
Fuji mal wieder nicht zu sehen.. Der Aufstieg auf den Berg verlief
recht zügig und oben gönnten wir uns bei dem abgefahrenen Eisstand
alle ein tolles Eis. (ich hatte diesmal Tomate und fand es
köstlich-erfrischend ^^d Wasabi oder Senf reizt mich auch... hahaha,
vielleicht beim nächsten Mal)
Auch die andere Seite der
Insel erkundeten wir und ich weiß nicht wie oft ich an dem Tag „Oh,
der ist schon tot“ gehört hab, da auf den Felsformationen viele
tote Krebse rumlagen. XD Ok, es gab auch lebendiges Getier und es war
toll den Kindern dort beim Pseudo-Angeln zuzuschauen. XD
Dann aber machten wir uns
auf den Rückweg, denn dass Wasser lockte einfach zu sehr. Allerdings
trennten uns noch gefühlte 1000 Stufen von der anderen Seite der
Insel. Beim Verlassen der Insel hatte sich inzwischen auch schon die
Souvenirstraße ordentl. mit Touristen gefüllt und wir waren dann
doch froh, so zeitig aufgebrochen zu sein. Doch als nächstes freuten
sich unsere Füße auf das verheißungsvolle kühle Nass, was leider
ein bisschen veralgt war. XD Auch der Rückweg war lehrte uns, dass
Sand heiß wird, wenn die Sonne zu lang drauf scheint...^^' Aber wir
waren zum Glück nicht die einzigen, die die Strecke zw. Meer und
Promenade unterschätzt hatten.
Nach dieser Pause ging es
mit der kl. Hutschelbahn, die vollgestopft bis zum geht nicht mehr
war, wieder rein nach Kamakura und zuerst in den Hase-dera. Dieses
Tempelareal lockt mit einem ausgedehnten Garten, einem schönen Blick
über Kamakura und einem Höhlenheiligtum. Außerdem schien auch
gerade ein kl. Fest zu sein, denn es gab einige Buden und ein
Orchester, welches für Stimmung sorgte (u.a. mit Anime-Songs XD )
Nach diesem Tempel ging
es auf zum großen Buddha. Hier habe ich mich allerdings abgeseilt,
denn ich habe ihn ja vor einigen Jahren schon mal gesehen, also saß
ich draußen im Schatten, hab mal fix zu Haus durchgeklingelt und
Leute beobachtet. Bald gesellte sich ein Mann zu mir, der einen Hasen
im Korb bei sich hatte. Auch Frauchen erschien bald und so erfuhr
ich, dass das Häschen gerne reist und auch mal aus Tokyo raus
will... ^^' Ach, Japaner....An der Leine hoppelte es dann neugierig
durch die Gegend und beschnupperte den Baum in der Nähe. XD
Unsere Truppe wurde
langsam müde, aber dennoch sputeten wir uns, um zurück in die Stadt
zu kommen und erreichten grade noch so den Hauptschrein von Kamakura
vor der Schließung. Auch hatten wir großes Glück noch die letzten
Minuten einer Shintô-Hochzeit beobachten zu dürfen. Zu unser aller
Überraschung war der Bräutigam allerdings kein Japaner, sondern
Europäer od. Amerikaner. °o°
Nachdem wir uns, soweit
es ging, noch im Areal umgeschaut hatten, trennte sich Doreen von
uns, da sie noch lernen musste, während wir übrigen drei durch die
Einkaufsstraße bummelten. Aber als wir endl. am Bhf waren ließen
einen die Menschenmassen schon ahnen, dass etwas nicht stimmte. Also
beschlossen wir doch noch vor Ort unser Abendbrot einzunehmen und
zurückzufahren, wenn sich das Chaos etwas gelegt hatte,..weil es mal
wieder einen 'Personenschaden' gegeben hatte.
Auch wenn es sehr
untypisch Japanisch war, hat es meinen Gästen dennoch gut im
Saizeria gefallen. XD Jedoch erreichte mich bald eine verzweifelte
Nachricht von Doreen, die ihre Handyhülle (von ihrer Mama gemacht)
wohl beim Umsteigen in Ôfuna verloren hatte. Also erfüllte ich ihr
den Wunsch und stieg an besagtem Bhf aus, um die Gleise abzusuchen.
Auch Sarah und Christian folgten mir, da sie sich noch nicht so
sicher waren, ob sie nach Osaki zurückfinden würden. Geduldig
mussten sie nun auf mich warten, als ich noch im Lost & Found
eine 'Suchanfrage' aufgegeben habe.
Ziemlich fertig kam ich
gegen 21°° wieder zu Hause an und habe Doreen noch ein wenig
getröstet.
Doch am Montag (22.5.)
hieß es schon wieder zeitig raus aus den Federn und nach kl.
Haushaltserledigungen machte ich mich mit meinem großen Rucksack auf
nach Osaki, wobei ich in Shinjuku beim Umsteigen nicht mehr in die
Bahn gepasst hatte.. ^^'
Nachdem wir alle drei
wieder zusammen waren wollten wir für die zwei Sitzplätze im
Shinkansen reservieren, da das aber am Automat komplizierter ist als
gedacht fuhren wir nach Shinagawa, wo uns im JR-Office fachgerecht
geholfen wurde. Und ganz ehrlich Leute, so schnell habe ich noch nie
jemanden etwas in einen Computer über ein Touch-pad eingeben sehen!!
ô.O Also wenn auch dt. Bahnmitarbeiter so arbeiten würden... wow..
nicht vorstellbar!
Auf dem Weg zum Gleis hob
ich eine Flasche auf, die einer Frau aus der Tasche geplumst war und
sie stieg durch Zufall auch in die gleiche Bahn wie wir und sprach
uns plötzl. an, da sie mitbekommen hatte, dass wir Deutsch reden.
ö.ö Sie war sehr nett und hatte uns verraten, dass sie in
Österreich Musik studiert hat und ursprüngl. aus Osaka kommt.
Schnell hab ich sie bei Line geaddet, vielleicht kann man sich ja
noch mal treffen. :3
Unser heutiges erstes
Ziel war Shibuya. Ganz vorbildlich gings erst zu Hachiko, dann zum
Einkaufszentrum 109, wo Christian wohl einen Mode-Kulturschock erlitt
und Sarah sich in ein köstlich aussehendes Törtchen verliebt hat.
XD So saßen wir bald bei einem zweiten Frühstück. Und danach ging
es gut gestärkt zum Purikura machen. Der nächste Kulturschock
folgte also sogleich. XD Wir Mädels hatten aber viel Spaß dabei.
Anschließend ging es
weiter nach Harajuku. Um uns erst mal von der Pop-Kultur zur erholen
gings zum Meiji-Schrein, dessen Hauptgebäude im Moment allerdings
eingehüllt ist wegen Restaurationsarbeiten. :( Deshalb stürzten
wir uns bald ins Getümmel der Takashita-dori. Hier kann ich einfach
nicht an mich halten und mal in die Läden guggen, in die ich immer
gugge, wenn ich hier bin. ^^' Auch haben wir, wie es sich gehört
einen Crepe gegessen, allerdings einen herzhaften
(Lachs-Avocado-Salat *.*).
Weitere Geschäffte waren
nicht sicher vor uns und in einem Second-Hand-Laden habe ich (mit
Ferndiagnose von Doreen) sogar noch einen hübschen Yukata für mich
gefunden. :3
Ziemlich erschöpft kam
ich nach Hause, hab mich noch mit Doreen zusammengesetzt um Kanji mit
ihr zu lernen und dann wickelte sie mich noch in meinen neuen Yukata
und wir beratschlagten, was für ein Obi dazu passen würde.
Meine zwei Besucher
befanden sich nun auf ihrer eigenen Reise nach Kyoto und Hiroshima,
wobei für mich wieder Uni angesagt war. Am 23.5. (Dienstag) hatte
ich mich schon etwas zeitiger in die Uni begeben, damit mit Morena
die verpassten Dinge von Donnerstag erklären konnte und ich war echt
froh, dass sie das gemacht hat! Anschließend folgte ja zum Glück
nur der Kanji-Unterricht. Aber an dem Tag hatte ich es wieder mal
geschafft auch in der Bahn einzupennen... Herr Gott, es schaukelt
halt so schön ^-^
Mit Audrey hab ich mich
dann um die vorhandenen Herdplatten gekloppt (nein, wir haben uns
friedl. Geeinigt ;) ) und im Endeffekt sogar noch etwas Reis von ihr
abbekommen. ;)
Nach ner Runde Kanji mit
Doreen, die spät von ihrer AG nach Hause kam, fiel ich echt tot ins
Bett.
Am Mittwoch (24.5.)
wollte ich daher gar nicht recht aufstehen und auch der
Aufsatz-Unterricht verlockt nicht wirkl... Aber es nützt ja alles
nichts... In der Pause gönnte ich mir mit Morena ein Leckerlie und
so verging die Zeit doch irgendwann.
Leider gab es mal wieder
einen Personenschaden und ich kam nur eine Station weiter. Zwar hatte
ich die Hoffnung von dort irgendwie weiter zu kommen, da das ein
recht großer Bhf ist, aber nein, mein Plan ging nicht auf. So suchte
ich mir eine 'ruhige' Ecke, in der in nicht umgerannt wurde und hab
schon mal ein paar HA erledigt (nur keine Zeit verschwenden!), denn
anschließend wollte ich näml. noch mal nach Harajuku ein paar
SecondHand-Läden abklappern, ob ich noch nen hübschen Obi find.
Denn nach Beratschlagung mit Doreen befanden wir, dass ein blauer
recht hübsch wäre.
So wühlte ich mich durch
Angebot, als mich plötzl. ein Herr mit Kamera ansprach, ob ich Lust
auf ein Interview für die Sendung Kawaii International von NHK
habe.. ô.O öhmm, ja klar, warum nicht (komm ich jetzt ins
Fernsehen??) Leider weiß ich nicht, ob mein Beitrag verwendet wird,,
denn er hat mir die Fragen auf Japanisch gestellt und ich sollte auf
Englisch antworten.. klingt leichter gesagt als getan, wenn das
Gehirn in Japanisch-Modus läuft! >_<' (Der Beitrag wird am
14.7. ausgestrahlt, falls is dabei war, werde ich es im nächsten Blog linken XD )
Ich habe tatsächlich
einen hübschen Obi gefunden und freue mich schon darauf ihn
auszuführen. :3
Fix ging es noch in den
Nähladen in Shinjuku und dann endlich heim, HA machen. ^^'
Am 25.5. (Donnerstag) gab
es bei meiner Bahn in Shinjuku ein wenig Verspätungen (ca. 10min),
was echt fatal ist, wenn die eigentl. im 3-Minuten-Takt fahren. So
war es dementsprechend voll und das Wort Rücksicht existierte in
diesem Moment nicht mehr. Ich hab noch nie so aggressive Japaner
gesehen! o.O
Im Unterricht war ich
ständig müde. Und auch bei den anderen lagen die Nerven blank; eine
Kommilitonin fing an zu heulen, ein anderer war einfach von der
Situation und den Umgang einer gewissen Lehrerin mit ihm angenervt
(ähm.. warum kommt mir die Situation bekannt vor?! ..) und den
Beispielsatz beim ersten Versuch richtig umzuformen war ein Ding der
Unmöglichkeit, weil man sich so sehr auf das umzuformende Wort
konzentrierte, dass der 2. Satzteil dann einfach komplett weg ist..
u.u *seufts*
Da der Tag eh im Eimer
war, habe ich mich noch mit Morena noch nach der Uni in ein Café
verkrümelt und mit ihr über Gott und die Welt philosophiert.
Auch Doreen war an diesem
Tag wieder mit Arbeit zugeschüttet bis zum get no, weshalb ich ihr
den Weg zum Konbini um etwas zu auszudrucken abgenommen hab.
Blöderweise hatte ich noch nie allein etwas gedruckt, war aber von
dem angeblich zu zahlenden Preis überrascht, da ein Blatt eigentl.
nur 10¥ kostet. Ein freundl.
Mann wollte mir dann helfen, aber er wusste nur, wie man Kopien macht
und so musste doch der Angestellte ran. XD Stell dich dumm und dir
wird geholfen. ;)
Endlich
Freitag! (26.5.) Doch leider regnete es. An sich nichts fatales, doch
es war geplant heute mit Doreens Kimono-AG zu einem Hanami zu fahren.
So fiel oft der Blick besorgt in den Himmel, ob der Plan doch noch
abgesagt werden würde.
Doch
zunächst der übliche Trott von HA & Co. Außerdem habe ich die
Vortragsliste für den jap. Archäologentag, der am Sonntag
stattfindet übersetzt, damit Doreen und ich so grob beratschlagen
können, was wir uns anhören wollen.
Mein
Text-Unterricht war kaum der Rede wert und danach eilte ich zu
Doreens Campus und traf mich dort mit ihrer AG und mir wurde
fachmännisch beim Ankleiden des Yukatas geholfen. (Ich hab bislang
einige Schritte anders gemacht, aber gut, man lernt nie aus ^^)
Schnell wurde noch ein Foto geschossen und dann gings zur Bahn.
Scheinbar ewig tuckelten wir bis nach Zushi (noch hinter Kamakura
ö.ö) und eilten zum Strand. Zwar hörten wir auf dem Weg dort hin
schon die ersten Schüsse, aber wir haben dennoch noch ein
wundervolles Feuerwerk erleben können!! *__* (Ich hab nur gefilmt,
weil meine Kamera Feuerwerk nicht so gut fotografieren kann, daher
hier mal der Link zu Doreens Seite, wo sie viele tolle Hanabi-Fotos
hochgeladen hat ;)
https://bakenekodesu.wordpress.com/2017/05/28/von-hanabi-und-archaeologie/)
Somit
ist wieder ein kl. Häkchen auf meiner To-do-List gesetzt; einmal
Hanabi im Yukata erleben. ^^d Gut, gern jederzeit wieder und etwas
unhektischer wäre auch nicht schlecht. XD
Nach
dem Hanabi löste sich die Masse in einem geordneten Chaos auf und
der Bhf war restlos überlastet! Aber wir sind ja in Japan, und mit
menschl. Sperren, Bändern und Megafon werden die Massen koordiniert.
Doreen
und ich entschlossen uns spontan dazu noch mal in Ofuna auszusteigen
und nach der verlorengegangenen Handyhülle zu forschen. Der Typ im
Lost & Found erkannte mich sogar wieder und erinnerte sich an
meinen Namen!! ö.Ö und er gab uns einen Zettel und erklärte, dass
wir zur Polizei in Ofuna müssten, um das Objekt dort abzuholen. Ob
es nun tatsächlich gefunden wurde konnten wir zu dem Zeitpunkt
irgendwie nicht wirkl. in Erfahrung bringen...
Auf
dem Bahnsteig gabs dann noch notdürftig Abendbrot und ich war echt
froh, als wir noch vor 0°° zu Haus ankamen.
Am
27.5. (Samstag) waren dann auch meine Besucher gesund und munter
zurückgekehrt, aber wir wollten uns erst nach dem Mittag treffen,
weshalb mir noch Zeit für Haushalt und Kofferpacken blieb.
Letztendl. wog dieser dann 21,8kg und ich hoffte, dass er trotz
Altersschwäche es noch bis in die Heimat schaffen würde.
Bald
machte ich mich auf den Weg nach Harajuku, wo ich mit Sarah und
Christian eine Regenbogen-Zuckerwatte essen gegangen bin. *__* So
lecker! Und die unterschiedl. Farben schmecken sogar unterschiedl.!!
Begeistert haben mir dann die zwei von ihren Erlebnissen berichtet
und ich freue mich, dass alles so gut geklappt hatte. :D
Nach
nem Crepé gings dann nach Ueno, den Plan vom Ankunftstag nachholen.
So schlenderten wir durch den Park, trafen auf einen Straßenkünstler
und bestaunten eine Bonsai-Schau. Weiter ging es durch alte Straßen,
über einen größeren Friedhof zu einer alten Straße mit vielen
kleinen Geschäften. Die Straße ist auch als Katzen-Ginza bekannt,
weil doch viele der Tierchen anzutreffen sind und die Läden oft
Dinge mit Katzendesign verkaufen. ;3 kawaii...
Den
Abend ließen wir mit einer Runde durch Kabuki-cho schlendern
ausklingen (noch mal ein kl. Kulturschock am Ende des Tages ;P ) und
begaben uns dann auf die Suche nach einem netten Restaurant. Fündig
wurden wir im Lumine. Doch ich bemerkte an dem Abend wieder sehr, wie
mir Doreen mit ihren Kanjikenntnissen fehlte ^^' Aber
alle waren mit dem Essen zufrieden und das war doch die Hauptsache.
XD
Große
Hoffnungen hegte ich für den Sonntag (28.5.), an dem Doreen und ich
nun zu besagten Archäologentag an der Taishô-Universität gefahren
sind. Schnell waren die Vortragsräumlichkeiten gefunden, bei denen
wir uns trennten, da wir unterschiel. Interessen hatten. Viel zu
zeitig da, setzte ich mich und beobachtete die Leute. Zunächst
einmal war ein Großteil über 40. Und von den evtl. ~100 Leuten, die
mit mir im Raum saßen waren knappe 20 Frauen. Die
'Begrüßungsrituale' von Schülern/Lehrern od. Leuten, die sich
flüchtig kannten zu beobachten war wirkl. interessant! Ich meine,
mir ist das Verbeugen, der sinnlose Smalltalk und die jap. Gesten ja
nicht unbekannt, aber dort war es schon sehr auffällig und
befremdlich. Auch wurde ich von niemandem angesprochen, was mich doch
irgendwie verwunderte (auch an dem gesamten redete keiner von sich
aus ein Wort mit uns!) Ich fühlte mich, als ob ich in einer
Seifenblase sitzen würde.. Zwar wurde ich kurz skeptisch beäugt,
aber das wars. ö.ö Doreen ging es übrigens genauso, wie sie mir
hinterher berichtete.
Nun
gut, ich hatte mir also eine Vortragsreihe zu dem Beben von Kumamoto
angehört. Dem ersten Vortrag konnte ich soweit recht gut folgen,
aber der 2. sprach so schnell da hatte ich keine Chance. Vortragender
Nr. 3 sagte in einer Tour „Sô desu ne..“ / „ne“ („nicht
wahr/ sehen Sie auch so, nicht wahr“) @.@ Und bei Nr. 4 gings um
Vermessungstechnik per Computer. .. Ok, ich bin dann mal tot...
Außerdem ertönte eine Art Fahrradklingel immer dann, wenn der
Redner nur noch eine bestimmte Zeit an Minuten zur Verfügung
hatte...
Zieml.
gerädert traf ich mich mit Doreen auf dem Campus und zunächst aßen
wir dort Mittag in der Mensa. Dann nahmen wir uns die Räume mit den
Verlagen vor. Vielleicht gibt es ja was brauchbares... Doreen hat
sich Buchtitel gemerkt, für mich gabs allerdings leider nix. :/ Und
auch hier nur verstohlene Blicke für uns.. (insgesamt waren mir 2
weitere Ausländer aufgefallen, wir waren also insgesamt zu viert...
>__>) Auch wurde Doreen von einem Typ bei einer kl.
Poster-Präsentation zieml. mies abserviert bzw. einfach stehen
gelassen.. Alles in allem ein nicht so erfolgreicher Tag, wie wir ihn
uns erhofft hatten.
Das
meiner Meinung nach genialste war allerdings der Stand, an dem man
Pakete aufgeben konntest und die an dem Tag erworbenen Werke nach
Haus schicken lassen
konnte! Was für ne
Geschäftsidee!! Dafür liebe ich Japan! Das wäre in etwa so, als
wenn die Post auf der Leipziger Buchmesse nen Stand hätte, und dir
anbietet deinen Krimskrams vor Ort versenden zu können... *A*
So,
damit ende ich erst mal... ich denke, ich hab euch heute genug
zugetextet! Und verbleibe mit den Worten Fortsetzung folgt...
Eure
Misuka

Oh, wie schön, dass es wieder etwas zu lesen gibt. Ich hoffe, es freu nich nur ich mich. Na, da hast du ja ein ganz schönes Pensum absolviert. Den Zeitplan auszuarbeiten macht bestimmt sehr viel Arbeit und es gehört ne Portion Organisationstalent dazu. Hut ab, wie du das alles so bewältigst. Ich wünsche dir mal Zeit nur für dich !!! und außerdem ganz viel Spaß und Freude mit Doreen und all deinen Freunden, auf keinen Fall irgendwelchen Stress. Pass weiterhin gut auf dich auf und sei ganz lieb gegrüßt von deiner Okasan * - *
AntwortenLöschenOmg, ein Kommentar, ich geh kaputt! XD
LöschenIch ganbariere und Spaß hab ich mit Doreen sowieso immer ;) Nur das mit dem keinen Stress lässt sich derzeit schwerlich umsetzten.. =_=' könntest du bitte ein Paket mit Zeit schicken? Das wär klasse XD
Hdgsl!
Ach das kommt mir alles so bekannt vor, was ich da lese... Wieso nur? xD
AntwortenLöschenLetzte Nacht hatte ich wieder verrückte Träume. Erst gab es hier in der Stadt eine Ausstellung mit japanischen Filmkulissen, hauptsächlich mit Häusern und Pagoden. Dann saß ich plötzlich in einem Bahnhof, der aber eher wie ein Flughafen aussah. Dort haben du und deine Mutti mit mir auf den nächsten Zug gewartet, der 1 Stunde Verspätung hatte. Und das beste - da gab es eine Rutsche (!) auf der die ganze Zeit Suppe herunter lief. Ab und zu war auch ein Häufchen Reis dabei. Und ich stand mit einem Löffel davor... Na wie findest du das? Klingt doch ein bisschen wie Schlaraffenland, oder? xD
LG, Sarah
Omg, Sarahlein X'D Weißt du, was du damit angerichtet hast?! Als ich den Kommentar zum ersten Mal las, saß ich in der Bahn nach Haus, in der es zwar voll aber ziemlich still war, ABER ich konnte in dem Moment echt nicht an mich halten und musste lachen, was ich dann versuchte mit einem Glucksen zu unterdrücken... verwunderte Blicke fallen auf mich, während mir die Tränen übers Gesichht laufen... danke ich bin mal wieder aufgefallen XD
AntwortenLöschenAber echt mal, solche Träume kannst auch nur du haben! XD
(p.s. es gibt neuen Lesestoff ;) )
*knuddel*