Sonntag, 11. Juni 2017

Das Leben auf der Vorspultatse

Hallo meine Lieben.

Ja, ich lebe noch und mir geht es auch soweit gut. Allerdings waren die letzten Wochen trotz all der schönen und tollen Erlebnisse dennoch sehr anstrengend und kräftezehrend, weshalb es mir auch schwer gefallen ist den folgenden Blogeintrag zu schreiben, bzw. den Blog weiter zu führen.
Jedoch will ich mich gar nicht lang mit sinnlosen Worten aufhalten, sondern lieber schnell berichten, was so passiert ist.

Am 15.5. (Montag) gab es noch einen letzten ruhigen Tag, an dem ich noch mal viel Kleinkram erledigen bzw. abarbeiten konnte.

Doch schon am Dienstag (16.5.) fing der Organisationsstress an, da ich ja meine Freundin vom Flughafen abholen wollte musste ich mich noch nach bestimmten Verbindungen erkundigen, damit diese Fahrten kein Vermögensverlust für mich werden. Nach einigem Hin und Her, vielen Recherchen und Gesprächen mit Bahnangestellten, wie ich es an diesem Vormittag tat, hatte ich bald eine recht passable Option gefunden. Anschließend gings zur Uni, wo der Kanji-Unterricht schnell vorüber war.
Natürlich durfte ein Telefonat an diesem Tag nach Haus nicht fehlen und Kanji lernen sich auch beim Kochen mal so nebenbei. ^^

Am Mittwochmorgen (17.5) brachte mich eine 'niedliche' Beobachtung in der Bahn arg zum Schmunzeln, denn ich komme aus dem Hetalia-Denken einfach nicht mehr raus! Aber ganz ehrlich, was sollte man auch anderes denken, wenn vor einem ein Japaner sitzt, der ein deutsches Ampelmännchen, sowie ein Schleifenband mit den Farben der italienischen Flagge an seiner Tasche hat?! Ja,..?! Sag ich doch.. eindeutig! XD (wer jetzt nicht kapiert hat, worauf ich hinaus wollte, sollte noch mal ein Geschichtsbuch zur Hand nehmen ^^d)
Leider ist der Aufsatz-Unterricht prädestiniert dafür gute Laune zu unterbinden und Stress hervorzurufen. Dennoch ging er schnell rum und ich habe hinterher mit der Lehrerin abgesprochen, dass ich morgen nicht kommen und den Test am Freitag nachschreiben werde.
Am Nachmittag verband ich wieder Haushalt mit Lernen und bereitete mich auf den kommenden Tag vor.

Denn am Donnerstag (18.5.) war es endl. soweit. Meine langjährige liebe Freundin Sarah kam mit ihrem Freund nach Japan. Schon gegen 6°° verließ ich das Haus, um ja pünktl. am Flughafen zu sein. So ging es mit der Bummelbahn bis nach Narita, wobei ich die Zeit genutzt und Vokabeln gelernt habe.
Sehr aufgeregt stiefelte ich durchs Terminal und wartete auf die Zwei. Nach einer gefühlten Ewigkeit war ich überaus erleichtert die Zwei wohl auf und 'munter' begrüßen zu können. Doch dann hieß es noch mal Geduld beweisen. Denn sie hatten sich einen JR-Pass gekauft, der am Flughafen erst noch am Schalter gegen das 'richtige Ticket' umgetauscht werden musste. Die Schlange war ellenlang und wir standen wohl fast ne Stunde an, bis wir dran kamen!
Anschließend fuhren wir mit dem N'EX (Narita Express) nach Tokyo rein. (toller Zug, wenn er nich so scheiße teuer wär.. ^^“) Das Umsteigen und Ankommen war mit drei Koffern zwar nicht grad ein Spaziergang, aber wir haben es gut gemeistert und ich habe sie zielsicher zu ihrer Unterkunft geführt.
Die Frau war sehr nett und ich durfte mit im Zimmer bleiben. Während die zwei sich erst mal frisch machten und versuchten sich mit dem jap. Klima anzufreunden widmete ich mich wieder meinen Kanji und der Grammatik. Ursprünglich hatte ich vor gehabt in dem kl. Park in der Nähe zu warten, aber ich war froh, dass ich nun doch ein Dach über dem Kopf hatte, denn es begann heftig zu schütten und zu gewittern.
Irgendwann wagten wir uns dann doch raus, waren aber sofort pitsch nass … Naja, im Supermarkt am Bhf haben wir uns ein bisschen umgeschaut, ich hab den Daiso vorgestellt und anschließend ging es nach Tamachi in den Sukiya, um Abendbrot zu machen. Meinen eigentl. Plan heut noch nach Ueno zu fahren wurde mit dem Gewitter zu Nichte gemacht, aber so konnte ich ihnen gleich zeigen, wo sie morgen nach unserem Ausflug hinzugehen hätten. Vor dem kurzen Abstecher zu meiner Uni hatte es dann auch aufgehört zu regnen und so holte ich an dem Abend gleich noch meinen Koffer ab, den sie für mich mitgebracht hatten und in dem sich noch so manche Leckerei versteckte, u.a. Brot!!! *_* Und als Überraschung sogar Feuerdrachen.♡
Trotz dass das Ding kaum befüllt war, war es unangenehm damit in der RushHouer Zug zu fahren.

Ich hab mir mal das Bild von euch geklaut.. ;P
Am Freitag (19.5.) ging dann mein eigentl. 'Stadtfüherer-Nebenjob' los. An dem ich gleich mal so richtig gefailt habe.. ^^'
Nachdem ich meine zwei Turis in Osaki abgeholt hab sind wir nach Tokyo gefahren, um den Tennô einen Besuch abzustatten. Bis dahin alles soweit ok. Jedoch scheiterte mein Plan in den Garten zu gehen, denn die hatten seltsamer Weise zu. Aber ok, schnell hatte ich eine Alternative gefunden und wir fuhren wieder ein Stück zurück und stiefelten zunächst in Shimbashi herum. Leider wurde grade auch die Ghibli-Uhr einer Restauration unterzogen, weshalb Sarah auch nicht in den Genuss derer Showeinlage kam.. u.u letztendlich landeten wir im Hama-rikyu Garten und schlenderten durch die Grünanlagen.
Unser Mittag aus dem Konbini verspeisten wir in einem kl. Park, bevor ich dann zur Uni geeilt bin. Blöderweise hatte die Sensei ausgerechnet heute eher Schluss gemacht, aber ich war dazu verdonnert zu waten, denn ich musste ja noch meinen gestrigen Test nachschreiben. Irgendwie dauerte es ewig, bis die entsprechende Lehrerin auftauchte und der Test war auch nicht so kurz, wie ich angenommen hatte.. ~.~ Trotz dessen, dass meine Besucher schon längst auf dem Campus warteten habe ich ihn sorgfältig geschrieben, war aber dennoch echt geplättet von dem Tag.. >.<,
Auch die Zwei hatten keine großartigen Erlebnisse gehabt und so trennten wir uns nach dem 1. Tag etwas niedergeschlagen..

Aber der Samstag (20.5.) sollte das alles wieder wett machen. Denn heute stand das Mikoshi-Matsuri in Asakusa auf dem Plan. Schnell waren wir mit der Bahn dort und stürzten uns in Getümmel, was gar nicht so schlimm war, wie ich erwartet hatte. Nach ein bisschen Umsehen auf der Nakamise und im Tempel fanden wir durch Zufall ne schöne Schattige Stelle zum Beobachten des Festumzugs. :) Prunkschrein für Prunkschrein wurde an uns vorbeigetragen, was immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis ist. Auch der Nachwuchs war mit von der Partie und gab sich mächtig Mühe. ^^ Anschließend bummelten wir durch die Ladenlokale und Buden und probierten von derlei kulinarischen Köstlichkeiten.
Danach gings zur Kappa-bashi, der Küchenbedarfsmeile. ^^ Wo ich nach tollen Ausstechförmchen geschaut habe, die aber lustiger Weise oftmals aus Dtl. kommen o.O kein Wunder, dass ich da keinen Kabuto(Helm)-förmigen finde! Aber die ersten Mitbringsel wurden gekauft und wenig später verspeisten wir unsere gekauften Okonomiyki in einem kl. Park.
Nach dieser Verschnaufpause mussten wir uns allerdings sputen, da ich mir nicht sicher war, wie lang die Wasserbusse fahren. Aber wir hatten Glück, auch wenn es keine direkte Route mehr nach Odaiba gab. Dennoch freue ich mich, dass ich auch dieses touristische Highlight mal mitgemacht hab. ^^
Bald schon waren wir auf der künstlichen Insel und steuerten als erstes den Strand an. Später liefen wir noch übers Gelände und beobachteten, wie überall langsam die Lichter angeschaltet wurden.
Während meine zwei dann noch Riesenrad gefahren sind habe ich via Handy mit Doreen den morgigen Tag geplant, bevor es dann mit der Bahn wieder nach Haus ging, wo mich am Supermarkt am Bhf noch eine Baustelle begrüßte...Nachts um 21°°! o.O (Und am nächsten Tag war davon nix mehr zu sehen...!)

Am Sonntag (21.5.) hieß es dann zeitig raus, denn wir wollten, diesmal zu viert, nach Enoshima und Kamakura fahren. Schon gegen 9°° waren wir auf der Insel und es war noch angenehm von der Wärme her und auch noch keine Heerscharen von Touristen da. Leider war es recht dunstig und der Fuji mal wieder nicht zu sehen.. Der Aufstieg auf den Berg verlief recht zügig und oben gönnten wir uns bei dem abgefahrenen Eisstand alle ein tolles Eis. (ich hatte diesmal Tomate und fand es köstlich-erfrischend ^^d Wasabi oder Senf reizt mich auch... hahaha, vielleicht beim nächsten Mal)
Auch die andere Seite der Insel erkundeten wir und ich weiß nicht wie oft ich an dem Tag „Oh, der ist schon tot“ gehört hab, da auf den Felsformationen viele tote Krebse rumlagen. XD Ok, es gab auch lebendiges Getier und es war toll den Kindern dort beim Pseudo-Angeln zuzuschauen. XD
Dann aber machten wir uns auf den Rückweg, denn dass Wasser lockte einfach zu sehr. Allerdings trennten uns noch gefühlte 1000 Stufen von der anderen Seite der Insel. Beim Verlassen der Insel hatte sich inzwischen auch schon die Souvenirstraße ordentl. mit Touristen gefüllt und wir waren dann doch froh, so zeitig aufgebrochen zu sein. Doch als nächstes freuten sich unsere Füße auf das verheißungsvolle kühle Nass, was leider ein bisschen veralgt war. XD Auch der Rückweg war lehrte uns, dass Sand heiß wird, wenn die Sonne zu lang drauf scheint...^^' Aber wir waren zum Glück nicht die einzigen, die die Strecke zw. Meer und Promenade unterschätzt hatten.
Nach dieser Pause ging es mit der kl. Hutschelbahn, die vollgestopft bis zum geht nicht mehr war, wieder rein nach Kamakura und zuerst in den Hase-dera. Dieses Tempelareal lockt mit einem ausgedehnten Garten, einem schönen Blick über Kamakura und einem Höhlenheiligtum. Außerdem schien auch gerade ein kl. Fest zu sein, denn es gab einige Buden und ein Orchester, welches für Stimmung sorgte (u.a. mit Anime-Songs XD )
Nach diesem Tempel ging es auf zum großen Buddha. Hier habe ich mich allerdings abgeseilt, denn ich habe ihn ja vor einigen Jahren schon mal gesehen, also saß ich draußen im Schatten, hab mal fix zu Haus durchgeklingelt und Leute beobachtet. Bald gesellte sich ein Mann zu mir, der einen Hasen im Korb bei sich hatte. Auch Frauchen erschien bald und so erfuhr ich, dass das Häschen gerne reist und auch mal aus Tokyo raus will... ^^' Ach, Japaner....An der Leine hoppelte es dann neugierig durch die Gegend und beschnupperte den Baum in der Nähe. XD
Unsere Truppe wurde langsam müde, aber dennoch sputeten wir uns, um zurück in die Stadt zu kommen und erreichten grade noch so den Hauptschrein von Kamakura vor der Schließung. Auch hatten wir großes Glück noch die letzten Minuten einer Shintô-Hochzeit beobachten zu dürfen. Zu unser aller Überraschung war der Bräutigam allerdings kein Japaner, sondern Europäer od. Amerikaner. °o°
Nachdem wir uns, soweit es ging, noch im Areal umgeschaut hatten, trennte sich Doreen von uns, da sie noch lernen musste, während wir übrigen drei durch die Einkaufsstraße bummelten. Aber als wir endl. am Bhf waren ließen einen die Menschenmassen schon ahnen, dass etwas nicht stimmte. Also beschlossen wir doch noch vor Ort unser Abendbrot einzunehmen und zurückzufahren, wenn sich das Chaos etwas gelegt hatte,..weil es mal wieder einen 'Personenschaden' gegeben hatte.
Auch wenn es sehr untypisch Japanisch war, hat es meinen Gästen dennoch gut im Saizeria gefallen. XD Jedoch erreichte mich bald eine verzweifelte Nachricht von Doreen, die ihre Handyhülle (von ihrer Mama gemacht) wohl beim Umsteigen in Ôfuna verloren hatte. Also erfüllte ich ihr den Wunsch und stieg an besagtem Bhf aus, um die Gleise abzusuchen. Auch Sarah und Christian folgten mir, da sie sich noch nicht so sicher waren, ob sie nach Osaki zurückfinden würden. Geduldig mussten sie nun auf mich warten, als ich noch im Lost & Found eine 'Suchanfrage' aufgegeben habe.
Ziemlich fertig kam ich gegen 21°° wieder zu Hause an und habe Doreen noch ein wenig getröstet.

Doch am Montag (22.5.) hieß es schon wieder zeitig raus aus den Federn und nach kl. Haushaltserledigungen machte ich mich mit meinem großen Rucksack auf nach Osaki, wobei ich in Shinjuku beim Umsteigen nicht mehr in die Bahn gepasst hatte.. ^^'
Nachdem wir alle drei wieder zusammen waren wollten wir für die zwei Sitzplätze im Shinkansen reservieren, da das aber am Automat komplizierter ist als gedacht fuhren wir nach Shinagawa, wo uns im JR-Office fachgerecht geholfen wurde. Und ganz ehrlich Leute, so schnell habe ich noch nie jemanden etwas in einen Computer über ein Touch-pad eingeben sehen!! ô.O Also wenn auch dt. Bahnmitarbeiter so arbeiten würden... wow.. nicht vorstellbar!
Auf dem Weg zum Gleis hob ich eine Flasche auf, die einer Frau aus der Tasche geplumst war und sie stieg durch Zufall auch in die gleiche Bahn wie wir und sprach uns plötzl. an, da sie mitbekommen hatte, dass wir Deutsch reden. ö.ö Sie war sehr nett und hatte uns verraten, dass sie in Österreich Musik studiert hat und ursprüngl. aus Osaka kommt. Schnell hab ich sie bei Line geaddet, vielleicht kann man sich ja noch mal treffen. :3
Unser heutiges erstes Ziel war Shibuya. Ganz vorbildlich gings erst zu Hachiko, dann zum Einkaufszentrum 109, wo Christian wohl einen Mode-Kulturschock erlitt und Sarah sich in ein köstlich aussehendes Törtchen verliebt hat. XD So saßen wir bald bei einem zweiten Frühstück. Und danach ging es gut gestärkt zum Purikura machen. Der nächste Kulturschock folgte also sogleich. XD Wir Mädels hatten aber viel Spaß dabei.
Anschließend ging es weiter nach Harajuku. Um uns erst mal von der Pop-Kultur zur erholen gings zum Meiji-Schrein, dessen Hauptgebäude im Moment allerdings eingehüllt ist wegen Restaurationsarbeiten. :( Deshalb stürzten wir uns bald ins Getümmel der Takashita-dori. Hier kann ich einfach nicht an mich halten und mal in die Läden guggen, in die ich immer gugge, wenn ich hier bin. ^^' Auch haben wir, wie es sich gehört einen Crepe gegessen, allerdings einen herzhaften (Lachs-Avocado-Salat *.*).
Weitere Geschäffte waren nicht sicher vor uns und in einem Second-Hand-Laden habe ich (mit Ferndiagnose von Doreen) sogar noch einen hübschen Yukata für mich gefunden. :3
Ziemlich erschöpft kam ich nach Hause, hab mich noch mit Doreen zusammengesetzt um Kanji mit ihr zu lernen und dann wickelte sie mich noch in meinen neuen Yukata und wir beratschlagten, was für ein Obi dazu passen würde.

Meine zwei Besucher befanden sich nun auf ihrer eigenen Reise nach Kyoto und Hiroshima, wobei für mich wieder Uni angesagt war. Am 23.5. (Dienstag) hatte ich mich schon etwas zeitiger in die Uni begeben, damit mit Morena die verpassten Dinge von Donnerstag erklären konnte und ich war echt froh, dass sie das gemacht hat! Anschließend folgte ja zum Glück nur der Kanji-Unterricht. Aber an dem Tag hatte ich es wieder mal geschafft auch in der Bahn einzupennen... Herr Gott, es schaukelt halt so schön ^-^
Mit Audrey hab ich mich dann um die vorhandenen Herdplatten gekloppt (nein, wir haben uns friedl. Geeinigt ;) ) und im Endeffekt sogar noch etwas Reis von ihr abbekommen. ;)
Nach ner Runde Kanji mit Doreen, die spät von ihrer AG nach Hause kam, fiel ich echt tot ins Bett.

Am Mittwoch (24.5.) wollte ich daher gar nicht recht aufstehen und auch der Aufsatz-Unterricht verlockt nicht wirkl... Aber es nützt ja alles nichts... In der Pause gönnte ich mir mit Morena ein Leckerlie und so verging die Zeit doch irgendwann.
Leider gab es mal wieder einen Personenschaden und ich kam nur eine Station weiter. Zwar hatte ich die Hoffnung von dort irgendwie weiter zu kommen, da das ein recht großer Bhf ist, aber nein, mein Plan ging nicht auf. So suchte ich mir eine 'ruhige' Ecke, in der in nicht umgerannt wurde und hab schon mal ein paar HA erledigt (nur keine Zeit verschwenden!), denn anschließend wollte ich näml. noch mal nach Harajuku ein paar SecondHand-Läden abklappern, ob ich noch nen hübschen Obi find. Denn nach Beratschlagung mit Doreen befanden wir, dass ein blauer recht hübsch wäre.
So wühlte ich mich durch Angebot, als mich plötzl. ein Herr mit Kamera ansprach, ob ich Lust auf ein Interview für die Sendung Kawaii International von NHK habe.. ô.O öhmm, ja klar, warum nicht (komm ich jetzt ins Fernsehen??) Leider weiß ich nicht, ob mein Beitrag verwendet wird,, denn er hat mir die Fragen auf Japanisch gestellt und ich sollte auf Englisch antworten.. klingt leichter gesagt als getan, wenn das Gehirn in Japanisch-Modus läuft! >_<' (Der Beitrag wird am 14.7. ausgestrahlt, falls is dabei war, werde ich es im nächsten Blog linken XD  )
Ich habe tatsächlich einen hübschen Obi gefunden und freue mich schon darauf ihn auszuführen. :3
Fix ging es noch in den Nähladen in Shinjuku und dann endlich heim, HA machen. ^^'

Am 25.5. (Donnerstag) gab es bei meiner Bahn in Shinjuku ein wenig Verspätungen (ca. 10min), was echt fatal ist, wenn die eigentl. im 3-Minuten-Takt fahren. So war es dementsprechend voll und das Wort Rücksicht existierte in diesem Moment nicht mehr. Ich hab noch nie so aggressive Japaner gesehen! o.O
Im Unterricht war ich ständig müde. Und auch bei den anderen lagen die Nerven blank; eine Kommilitonin fing an zu heulen, ein anderer war einfach von der Situation und den Umgang einer gewissen Lehrerin mit ihm angenervt (ähm.. warum kommt mir die Situation bekannt vor?! ..) und den Beispielsatz beim ersten Versuch richtig umzuformen war ein Ding der Unmöglichkeit, weil man sich so sehr auf das umzuformende Wort konzentrierte, dass der 2. Satzteil dann einfach komplett weg ist.. u.u *seufts*
Da der Tag eh im Eimer war, habe ich mich noch mit Morena noch nach der Uni in ein Café verkrümelt und mit ihr über Gott und die Welt philosophiert.
Auch Doreen war an diesem Tag wieder mit Arbeit zugeschüttet bis zum get no, weshalb ich ihr den Weg zum Konbini um etwas zu auszudrucken abgenommen hab. Blöderweise hatte ich noch nie allein etwas gedruckt, war aber von dem angeblich zu zahlenden Preis überrascht, da ein Blatt eigentl. nur 10¥ kostet. Ein freundl. Mann wollte mir dann helfen, aber er wusste nur, wie man Kopien macht und so musste doch der Angestellte ran. XD Stell dich dumm und dir wird geholfen. ;)

Endlich Freitag! (26.5.) Doch leider regnete es. An sich nichts fatales, doch es war geplant heute mit Doreens Kimono-AG zu einem Hanami zu fahren. So fiel oft der Blick besorgt in den Himmel, ob der Plan doch noch abgesagt werden würde.
Doch zunächst der übliche Trott von HA & Co. Außerdem habe ich die Vortragsliste für den jap. Archäologentag, der am Sonntag stattfindet übersetzt, damit Doreen und ich so grob beratschlagen können, was wir uns anhören wollen.
Mein Text-Unterricht war kaum der Rede wert und danach eilte ich zu Doreens Campus und traf mich dort mit ihrer AG und mir wurde fachmännisch beim Ankleiden des Yukatas geholfen. (Ich hab bislang einige Schritte anders gemacht, aber gut, man lernt nie aus ^^) Schnell wurde noch ein Foto geschossen und dann gings zur Bahn. Scheinbar ewig tuckelten wir bis nach Zushi (noch hinter Kamakura ö.ö) und eilten zum Strand. Zwar hörten wir auf dem Weg dort hin schon die ersten Schüsse, aber wir haben dennoch noch ein wundervolles Feuerwerk erleben können!! *__* (Ich hab nur gefilmt, weil meine Kamera Feuerwerk nicht so gut fotografieren kann, daher hier mal der Link zu Doreens Seite, wo sie viele tolle Hanabi-Fotos hochgeladen hat ;) https://bakenekodesu.wordpress.com/2017/05/28/von-hanabi-und-archaeologie/)
Somit ist wieder ein kl. Häkchen auf meiner To-do-List gesetzt; einmal Hanabi im Yukata erleben. ^^d Gut, gern jederzeit wieder und etwas unhektischer wäre auch nicht schlecht. XD

Nach dem Hanabi löste sich die Masse in einem geordneten Chaos auf und der Bhf war restlos überlastet! Aber wir sind ja in Japan, und mit menschl. Sperren, Bändern und Megafon werden die Massen koordiniert.
Doreen und ich entschlossen uns spontan dazu noch mal in Ofuna auszusteigen und nach der verlorengegangenen Handyhülle zu forschen. Der Typ im Lost & Found erkannte mich sogar wieder und erinnerte sich an meinen Namen!! ö.Ö und er gab uns einen Zettel und erklärte, dass wir zur Polizei in Ofuna müssten, um das Objekt dort abzuholen. Ob es nun tatsächlich gefunden wurde konnten wir zu dem Zeitpunkt irgendwie nicht wirkl. in Erfahrung bringen...
Auf dem Bahnsteig gabs dann noch notdürftig Abendbrot und ich war echt froh, als wir noch vor 0°° zu Haus ankamen.

Am 27.5. (Samstag) waren dann auch meine Besucher gesund und munter zurückgekehrt, aber wir wollten uns erst nach dem Mittag treffen, weshalb mir noch Zeit für Haushalt und Kofferpacken blieb. Letztendl. wog dieser dann 21,8kg und ich hoffte, dass er trotz Altersschwäche es noch bis in die Heimat schaffen würde.
Bald machte ich mich auf den Weg nach Harajuku, wo ich mit Sarah und Christian eine Regenbogen-Zuckerwatte essen gegangen bin. *__* So lecker! Und die unterschiedl. Farben schmecken sogar unterschiedl.!! Begeistert haben mir dann die zwei von ihren Erlebnissen berichtet und ich freue mich, dass alles so gut geklappt hatte. :D
Nach nem Crepé gings dann nach Ueno, den Plan vom Ankunftstag nachholen. So schlenderten wir durch den Park, trafen auf einen Straßenkünstler und bestaunten eine Bonsai-Schau. Weiter ging es durch alte Straßen, über einen größeren Friedhof zu einer alten Straße mit vielen kleinen Geschäften. Die Straße ist auch als Katzen-Ginza bekannt, weil doch viele der Tierchen anzutreffen sind und die Läden oft Dinge mit Katzendesign verkaufen. ;3 kawaii...
Den Abend ließen wir mit einer Runde durch Kabuki-cho schlendern ausklingen (noch mal ein kl. Kulturschock am Ende des Tages ;P ) und begaben uns dann auf die Suche nach einem netten Restaurant. Fündig wurden wir im Lumine. Doch ich bemerkte an dem Abend wieder sehr, wie mir Doreen mit ihren Kanjikenntnissen fehlte ^^' Aber alle waren mit dem Essen zufrieden und das war doch die Hauptsache. XD


Große Hoffnungen hegte ich für den Sonntag (28.5.), an dem Doreen und ich nun zu besagten Archäologentag an der Taishô-Universität gefahren sind. Schnell waren die Vortragsräumlichkeiten gefunden, bei denen wir uns trennten, da wir unterschiel. Interessen hatten. Viel zu zeitig da, setzte ich mich und beobachtete die Leute. Zunächst einmal war ein Großteil über 40. Und von den evtl. ~100 Leuten, die mit mir im Raum saßen waren knappe 20 Frauen. Die 'Begrüßungsrituale' von Schülern/Lehrern od. Leuten, die sich flüchtig kannten zu beobachten war wirkl. interessant! Ich meine, mir ist das Verbeugen, der sinnlose Smalltalk und die jap. Gesten ja nicht unbekannt, aber dort war es schon sehr auffällig und befremdlich. Auch wurde ich von niemandem angesprochen, was mich doch irgendwie verwunderte (auch an dem gesamten redete keiner von sich aus ein Wort mit uns!) Ich fühlte mich, als ob ich in einer Seifenblase sitzen würde.. Zwar wurde ich kurz skeptisch beäugt, aber das wars. ö.ö Doreen ging es übrigens genauso, wie sie mir hinterher berichtete.
Nun gut, ich hatte mir also eine Vortragsreihe zu dem Beben von Kumamoto angehört. Dem ersten Vortrag konnte ich soweit recht gut folgen, aber der 2. sprach so schnell da hatte ich keine Chance. Vortragender Nr. 3 sagte in einer Tour „Sô desu ne..“ / „ne“ („nicht wahr/ sehen Sie auch so, nicht wahr“) @.@ Und bei Nr. 4 gings um Vermessungstechnik per Computer. .. Ok, ich bin dann mal tot... Außerdem ertönte eine Art Fahrradklingel immer dann, wenn der Redner nur noch eine bestimmte Zeit an Minuten zur Verfügung hatte...
Zieml. gerädert traf ich mich mit Doreen auf dem Campus und zunächst aßen wir dort Mittag in der Mensa. Dann nahmen wir uns die Räume mit den Verlagen vor. Vielleicht gibt es ja was brauchbares... Doreen hat sich Buchtitel gemerkt, für mich gabs allerdings leider nix. :/ Und auch hier nur verstohlene Blicke für uns.. (insgesamt waren mir 2 weitere Ausländer aufgefallen, wir waren also insgesamt zu viert... >__>) Auch wurde Doreen von einem Typ bei einer kl. Poster-Präsentation zieml. mies abserviert bzw. einfach stehen gelassen.. Alles in allem ein nicht so erfolgreicher Tag, wie wir ihn uns erhofft hatten.
Das meiner Meinung nach genialste war allerdings der Stand, an dem man Pakete aufgeben konntest und die an dem Tag erworbenen Werke nach Haus schicken lassen konnte! Was für ne Geschäftsidee!! Dafür liebe ich Japan! Das wäre in etwa so, als wenn die Post auf der Leipziger Buchmesse nen Stand hätte, und dir anbietet deinen Krimskrams vor Ort versenden zu können... *A*


So, damit ende ich erst mal... ich denke, ich hab euch heute genug zugetextet! Und verbleibe mit den Worten Fortsetzung folgt...

Eure Misuka

4 Kommentare:

  1. Oh, wie schön, dass es wieder etwas zu lesen gibt. Ich hoffe, es freu nich nur ich mich. Na, da hast du ja ein ganz schönes Pensum absolviert. Den Zeitplan auszuarbeiten macht bestimmt sehr viel Arbeit und es gehört ne Portion Organisationstalent dazu. Hut ab, wie du das alles so bewältigst. Ich wünsche dir mal Zeit nur für dich !!! und außerdem ganz viel Spaß und Freude mit Doreen und all deinen Freunden, auf keinen Fall irgendwelchen Stress. Pass weiterhin gut auf dich auf und sei ganz lieb gegrüßt von deiner Okasan * - *

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    1. Omg, ein Kommentar, ich geh kaputt! XD
      Ich ganbariere und Spaß hab ich mit Doreen sowieso immer ;) Nur das mit dem keinen Stress lässt sich derzeit schwerlich umsetzten.. =_=' könntest du bitte ein Paket mit Zeit schicken? Das wär klasse XD
      Hdgsl!

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  2. Ach das kommt mir alles so bekannt vor, was ich da lese... Wieso nur? xD
    Letzte Nacht hatte ich wieder verrückte Träume. Erst gab es hier in der Stadt eine Ausstellung mit japanischen Filmkulissen, hauptsächlich mit Häusern und Pagoden. Dann saß ich plötzlich in einem Bahnhof, der aber eher wie ein Flughafen aussah. Dort haben du und deine Mutti mit mir auf den nächsten Zug gewartet, der 1 Stunde Verspätung hatte. Und das beste - da gab es eine Rutsche (!) auf der die ganze Zeit Suppe herunter lief. Ab und zu war auch ein Häufchen Reis dabei. Und ich stand mit einem Löffel davor... Na wie findest du das? Klingt doch ein bisschen wie Schlaraffenland, oder? xD
    LG, Sarah

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  3. Omg, Sarahlein X'D Weißt du, was du damit angerichtet hast?! Als ich den Kommentar zum ersten Mal las, saß ich in der Bahn nach Haus, in der es zwar voll aber ziemlich still war, ABER ich konnte in dem Moment echt nicht an mich halten und musste lachen, was ich dann versuchte mit einem Glucksen zu unterdrücken... verwunderte Blicke fallen auf mich, während mir die Tränen übers Gesichht laufen... danke ich bin mal wieder aufgefallen XD
    Aber echt mal, solche Träume kannst auch nur du haben! XD
    (p.s. es gibt neuen Lesestoff ;) )
    *knuddel*

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