Freitag, 8. September 2017

Auf zur letzten Reise

Tadaaa, ein Neuer Eintrag. :D
Nun bin ich schon ca. zwei Wochen wieder zu Haus (mein Gott, die Zeit rennt!) und will nun langsam mal noch die fehlenden Wochen nachtragen, nicht wahr? Da alles zusammen doch einen recht langen Eintrag ergeben hätte, werde ich es nun wohl doch aufteilen. Aber nun erst mal viel Spaß beim Lesen der 2. Augustwoche.

Beginnen wir also mit Montag den 7.8. Doreen und ich sind am Vormittag mit dem Bus zu unserem örtlichen Rathaus gefahren (ok, das letzte Stück mussten wir laufen, weil den 'falschen' Bus genommen hatten), um uns ordnungsgemäß abzumelden. Beim Amt angekommen sagt man uns allerdings, dass wir zu zeitig sind und eine Abmeldung jetzt noch nicht möglich wäre.
Etwas enttäuscht verließen wir das Gebäude unverrichteter Dinge wieder und liefen zu einem nahegelegenen Fest, welches wir auf unserem Weg entdeckt hatten. Bald darauf fanden wir uns in der Einkaufsstraße in Asagaya wieder, die für ihre ausgefallene Deko zum Tanabata bekannt ist. (ö.ö ich wusste gar nicht, dass das dort bei uns die Ecke ist.. ) Also schlenderten wir dort durch und entdeckten ein kl. Geschäft, welches dt. (u.a. auch erzgebirgische) Holzkunst, sowie Kaffee- und Tee-zubehör verkaufte. Der Besitzer war sofort super happy, als wir ihm sagten, dass wir aus Sachsen kommen und jedem Kunde, der ins Geschäft kam wurden wir sofort vorgestellt. :)
Der Herr gab uns noch kl. Kostproben und dann liefen wir weiter, hier und da mal schauend. Am Ende der Straße stießen wir auf eine Bank, bei der Doreen ihr Konto hatte und um noch etwas sinnvolles an dem Tag getan zu haben, versuchten wir ihre Adresse bei der Bank zu ändern. Nach ewigem hin und her...viel Keigo und Verwirrung musste sie das Konto letztendlich doch schließen.
Auf dem Heimweg organisierten wir noch was fürs Lunner und dann hatte sich der Tag auch schon gegessen. Am Abend haben wir aber noch kl. Mini-pizzen aufgepimt und genüsslich verspeist.

Der Dienstagvormittag (8.8.) stand noch im Zeichen des Haushalts und nach einem kl. Mittag hab ich zusammen mit Doreen die bevorstehende Reise durchgeplant. Es wird sicher toll!
Auf Grund eines Literaturtipps meiner Senpai bin ich am Nachmittag dann noch mal zur Uni gefahren. Allerdings war die Zeitschrift nicht wirklich hilfreich und so bin ich etwas lustlos wieder nach Haus gefahren.
Jedoch kam am Abend noch mal Schwung in die .. Küche. XD Denn für uns stand wieder mal Curry auf dem Plan und da Audrey einen Weisheitszahn gezogen bekommen hat und sich derzeit nur von flüssigen Sachen ernähren kann, haben wir ihr noch ne 'Kartoffelsuppe' gekocht. Denn die Arme war von der Op sehr angeschlagen und Audrey nicht lachen zu sehen (sie kann nicht weils weh tut :'( bricht einem doch das Herz, und wofür hat man denn Mitbewohner. ;)

Am Mittwoch (9.8.) wollten wir noch mal etwas Sinnvollen tun, und so ging es ein zweites Mal zum National Museum in Ueno. Ich kam mit der Studentenkarte kostenlos rein, Doreen nach kl. Missverständnissen auch und so stürzten wir uns begierig auf die Ausstellung. Da Doreen allerdings ihre Kamera vergessen hatte, blieb ich kurz mit ihr in ihrer Abteilung, ließ sie Fotos machen und bin dann in den anderen Museumsbereich, zu den Rüstungen, gestiefelt. ;D Als ich dort fertig war gings zurück, um beim Abschreiben und Aufzeichnen der Objekte zu helfen. So lungerte ich vor den Vitrinen rum und bekam bald von einer Angestellten wieder einen däml. Stift in die Hand gedrückt.. Den Grund, verstand ich nicht, denn ich benutzte doch schon einen Bleistift und keinen Kuli.. ô.o Doreen erlitt das gleiche Schicksal, ihr sagte man aber ein Druckbleistift sein gefährlich, weil die Spitze abbrechen könnte.. was?! ô.O
Nach einer gefühlten Ewigkeit und kurz vor Schließung durfte ein Abstecher in den Museumsshop natürlich nicht fehlen, wo ich doch noch mal fündig geworden bin. ^^'
Als wir wieder nach draußen traten lief meine Brille an und es war warm wie in einem Treibhaus und zudem begann es zu regnen. Also flüchteten wir in den nahegelegenen Starbucks, um darauf dann noch im HardRock-Cafe nach einem T-Shirt für Doreen zu schauen. Aber der Ortsname war so doll verhunzt, so dass sie kein Shirt, aber Ohrringe gekauft hatte. ^^“


Am 10.8. (Donnerstag) versuchte ich noch ein wenig Ordnung in meinem Zimmer zu machen und dann gings nach Harajuku, um uns mit Morena zu treffen. Als erstes liefen wir noch mal zum Meiji-jingu hinter und an einem kl. Souvenirshop vorbei. Im Anschluss besuchten wir, auf Empfehlung von Morena (sie kennt immer so tolle, hippe Locations!) das Café von Dominique Ansel, der Bäcker des Jahres 2017 geworden war. Die Küchlein und Kreationen sind echt ausgefallen. Zum Glück konnten wir einen Platz ergattern und genossen unsre erworbenen süßen Köstlichkeiten.
Danach trennten wir uns auf; Doreen machte sich auf den Weg zum HardRock-Café in Roppongi, während ich mit Morena noch mal das Laforet unsicher machte. So bin ich doch noch mal schwach geworden und habe einen hübschen Rucksack, sowie eine total tolle Strumpfhose ergattern können. Die Verkäuferin war super nett und hatte einen gut beraten, sich bemüht Bilder auf nem Tablet zu zeigen, wie die Strumpfhosen getragen aussehen und brachte mir dann die Tüte mit meiner Ware noch bis vor den Shop.. *.* Service und Freundlichkeit... das, was ich Dtl. wieder schmerzlich vermissen werde.
Noch einmal schlenderten wir durch die Takeshita und bleiben vorm Bhf noch ne Weile stehen, um uns in Ruhe zu verabschieden. Als ich Morena dann aus der Bahn heraus zum Abschied winkte, war mir verdammt schwer ums Herz! Ich war echt froh, sie kennengelernt zu haben und mit ihr Zeit zu verbringen! Zum Glück gibt es die moderne Technik und zum Glück, wohnt sie noch in absehbarer Reichweite! (Vielen Dank für die schöne Zeit!, falls du das hier liest..) ...Weinen in der Bahn macht sich immer schlecht und schon wurde ich von dem Kind vor mir angestarrt, als hätte ich was verbrochen.. u.u'
Kurz verschnaufen, was essen und mal fix mit Mama quatschen und dann gings auch schon Richtung Flughafen, um meine Freundin Vera abzuholen, die mich besuchen kam. :)
Am Flughafen angekommen wurde ich immer nervöser. Denn es wurde auch immer später und somit wurde es auch immer mehr zu einem Glücksspiel, ob wir die letzte Bahn nach Haus noch kriegen würden. Ca 1h hatte ich gewartet und kaum, dass ich sie erblickte, ging es fix Heim. Und tatsächlich! Wir hatten die wirkl. allerletzte Bahn noch bekommen. >.< und waren dann ca. 1:30 da. Mir ging die Pumpe, kann ich nur sagen! So knapp war's noch nie!

Trotz der späten Stunde ging es am Freitag (11.8.) schon wieder 'zeitig' raus. Da Vera mit uns nach Kyoto kommt hatte ich geplant ihr Tempel oder Schreine in Tokyo zu ersparen und wir haben lieber die freakigen Ecken abgeklappert, schließlich wartete ab morgen das komplette Kontrastprogramm.
So ging es erst einmal nach Akihabara, wo wir in diversen Shops nach Zeugs zu unseren Lieblingsanimes Ausschau gehalten haben. Ein bisschen was konnte Vera ergattern und auch in den Spaß vom Purikura machen ist sie mit mir gekommen. Ein kleines Mittag haben wir vor dem Bhf eingenommen, bevor es dann weiter zur Station Hamamatsu-cho ging, von wo aus wir zu einem Tempel und dem TokyoTower gelaufen sind. Den Eintritt haben wir uns aber gespart und da wir doch immer müder wurden ging es zurück nach Haus. Schließlich musste ich ja auch noch packen. XD Jedoch gab es noch ein gemeinsames Lunner mit Doreen und Audrey mit tschechischen Kekseln und Tee ^^
Der Abend verlief recht ruhig und nach einigen Mails ging es bald zu Bett.

Kyoto.. wir kommen~  ^^
Am 12.8. (Samstag) brachen wir nach einem gemütlichen Frühstück zum Flughafen auf. Wir hatten genug Zeit und so fuhren wir mit der Bummelbahn, um Geld zu sparen. Der Check-in war raz-fatz erledigt und so warteten wir auf das Boarding. Ganz geordnet stiegen zuerst die Leute ein, die am Fenster saßen, damit kein unnötiger Stau im Gang entsteht (ich wollte das nur mal eben mit erwähnen, weil die Lufthansa leider zu blöd ist, sich so einer einfachen Boarding-logik anzuschließen...jedenfalls was meinen Rückflug betraf...). Obwohl ich ziemlich müde war kam ich nicht zum Schlafen und schwupps waren wir auch schon wieder gelandet und zwar am Kansai Airport, der sich auf einer künstlichen Insel befindet. Unser Gepäck war recht schnell da und auch die Bahn, die uns nach Osaka bringen sollte, schnell gefunden. Im Zug machten wir schon die erste Bekanntschaft mit einer netten, älteren Frau, die uns die Unterschiede zwischen Misosuppe aus Osaka und Tokyo, sowie weiteres kulinarisches und örtliches Wissenswertes erzählte. In Osaka stiegen wir noch einmal um und fuhren bis nach Kyoto.
Die Landschaft mutete im Vergleich zu Tokyo schon fast ländlich an und voller Aufregung fuhren wir sogar an einigen Kofun (Hügelgräbern) vorbei. Auch die Suche nach der richtigen Buslinie gestaltete sich als nicht all zu schwierig, nur leider war der Bus gerammelte voll und wir hatten schon Angst, dass wir an unserer Station gar nicht raus können. (Interessanter weise zahlt man hier den Festpreis beim Aussteigen und in Tokyo beim Einsteigen)
Doch alles ging gut und nach kurzem Verlaufen fanden wir sogar unsere Unterkunft noch vor Einbruch der Dunkelheit. Jedoch stellten wir nur unser Gepäck ab, beäugten kurz das Zimmer und machten uns dann auf die Suche nach Abendbrot. Letztendl. landeten wir in einem Restaurant, in dem es Bratnudeln in allen erdenkl. Varianten gab. So teilte ich mir mit Vera eine riesige Portion Yaki-soba, wobei gebratene Zwiebel mit Käse überbacken, noch als Dessert durchaus rein gepasst hat. Das Essen war zwar schon fertig, aber man konnte es am Tisch noch zur Perfektion fertig braten lassen.
Gut gesättigt organisierten wir noch was fürs Frühstück und dann gings auch schon so gut wie zu Bett.
Unsere Unterkunft war malerisch in der Nähe vom Kiyomizu-dera gelegen und jeden Tag wandelten wir durch historisch anmutende Straßenzüge, die leider all zu oft mit Touristen überflutet waren... ja klar, es war schließl. Hochsaison..

Am 13.8. (Sonntag) ging es jedoch schon wieder kurz nach 6°° aus den Federn. Nach dem Frühstück quetschten wir uns wieder mit in den Bus und von Bhf aus gings nach Osaka. Ich stieg mit Vera dort aus und Doreen fuhr weiter in ein anderes Museum noch etwas weiter außerhalb.
Das Ziel von uns Verbliebenen war das Historische Museum in Osaka nahe der Burg. Als wir uns aus den Katakomben der Metro herausgekämpft hatten machten wir das Museum unsicher, nahmen an einer Stamp-rally teil, und ließen uns in einen Kimono schnüren. Das Museum war unterhaltsam, recht nett gestaltet, aber ich hatte mir mehr erhofft.
Anschließend liefen wir zur Burg, wie weitere Massen an Touristen. Auf dem Hof der Anlage gab es eine Verschnaufpause und wir schauten uns etwas um. In die Burg selbst sind wir nicht hinein. Zum einen hätte man sich da drin sicher erlatscht, außerdem war ich schon mal drin und zum anderen meinte der Herr, mit dem ich seit meinem Besuch der Burg in Odawara in Mailverbindung stehe, es seinen nur Repliken in der Burg und die Ausstellung lohne sich nicht.
Auf dem Brughof war mir allerdings ein älterer Herr in Rüstung aufgefallen, der Müll aufgesammelt hat. Im Schatten eines Baumes sprach ich ihn an und fragte ihn ein wenig aus. Anscheinend war dies sein Hobby und er mache dies freiwillig (so ist er auch echt ne Touristenattraktion! XD ) Das Zusammenbasteln der Rüstung hätte ca. 2 Monate gedauert und die durfte ich auch begutachten, und fand sie gar nich mal so schlecht gemacht, auch wenn sie nur aus Pappmaschee war (Er hat auf Details geachtet, das gibt Pluspunkte ^^).
(Rüstung aus dem Museum in Tokyo XP)
Später blieben wir noch mal an einem schattigen Plätzchen am Burggraben hängen, wo wir noch ein wenig quatschten und Leute beobachteten. Dann gings aber wirklich zurück zum Bhf, wo wir Doreen einsammelten und wieder nach Kyoto fuhren.
Nachdem wir endl. Küchenutensilien ausleihen konnten, liefen wir noch mal zum Supermarkt, um Verpflegung zu organisieren. Und dann bekam ich an dem Abend doch etwas Stress, weil ich noch so viel zu erledigen hatte.. >.<


Soweit hier hin erstmal. Der Rest ist schon in Bearbeitung und wird hoffendl. demnächst folgen, so wie ich zeitl. dazu komme.
Bis dann ~

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