Dann
will ich gar nicht weiter rumtrödeln und euch nicht länger auf die
Folter spannen. Hier kommt nun der restl. Teil unserer Reise in die
Kinki-Region. Vorhang auf ;3
Auch
am 14.8. (Montag) hieß es wieder zeitig aufstehen und in den vollen
Bus quetschen, bis es dann weiter mit der Bahn nach Nara ging. Dieser
Ort war mir schon seit meiner Kindheit bekannt und ich wollte da
schon immer mal hin. Trotzdem war ich im Zug überaus schläfrig..
^^“
Am
Bhf holten wir noch etwas Proviant, denn laut Doreen, die im Feb.
schon mal mit ihren Ellis dort war, gäbe es im Park keine
Verpflegungsmöglichkeiten mehr... (haha,.. sie sollte sich irren,
schließlich ist Hauptsaison XD )
so
stiefelten wir aber zuerst zielstrebig Richtung Nationalmuseum. Dort
gab es etwas Verwirrung beim Ticketkauf und nach der fixen
Besichtigung der Buddha-Ausstellung wollten wir nun endl. In die
archäologische Abteilung, wie wir dann aber feststellen mussten
hatte die schon wieder zu, wegen der däml. Sonderausstellung. -.-
Doreen war gleich doppelt angepisst, denn das war schon ihr 2.
Versuch dort hinein zu kommen. Etwas resigniert mussten wir
feststellen, dass der Montag uns nun auf die Füße fiel, denn die
anderen Museen in der Umgebung hatten zu... Also fingen wir an das
gr. Park-, Schrein- und Tempelgebiet zu erkunden. Auf unseren Wegen
begleiteten uns stets mehr oder minder aufdringliche Rehe, die
hofften etwas leckeres zugesteckt zu bekommen. Brav senkten die
meisten vorher ihren Kopf und bekamen dann ein Leckerli. Allerdings
wurden einige Hirsche auch etwas ruppiger, wenn man sie zu lang
hinhielt. XD
Unser
erstes Ziel war der Daibutsu, der gr. Buddha (größte Buddhastatue
Japans) im Tôdai-ji (Tempel). Schon die Eingangstore sind riesig und
man wird von der Architektur fast erschlagen. Auch das Hauptgebäude
ist in seinen Dimensionen überaus beeindruckend! Trotz der vielen
Touristen konnte man in ruhe schauen und staunen. Zudem gab es eine
Säule im Tempel, in welcher unten ein Loch hindurchgeschlagen war.
Viele Kinder und so manch Erwachsener versuchten sich durch den Spalt
zu quetschen, denn wenn man hindurch kam, versprach das ein langes
Leben, Glück, Gesundheit oder allgem. ein gutes Omen. Wir sahen
allerdings davon ab und gingen weiter unseres Wegs.
Beim
nächsten Tempel, der an einem Hang lag, gab es oben neben der
schönen Aussicht auch einen kostenlosen kalten Mugi-cha (Gerstentee)
und so verschnauften wir kurz. Unterwegs kehrten wir aber auch bei
einem Geschäft ein und gönnten uns ein Eis. Dann ging es an vielen
lauernden Rehe vorbei, weiter zu einem benachbarten Schrein. Hier
fand auch gerade eine Chorprobe oder soetwas statt, aber eigentl.
Attraktion sind die vielen Steinlaterenen, die in der Umgebung zu
finden sind und die Wege säumen. Angeblich 1000 sollen es sein.
Schon
recht spät erreichten wir das Kasuga-taisha Schatzhaus. Hier sind
zwar einige Rüstungen ausgestellt, aber Doreen hatte mir den
Ausstellungsband schon mitgebracht und die Zeit war recht knapp, als
dass es sich noch gelohnt hätte. Also schlenderten wir langsam
wieder zum Bhf. Unterwegs kamen wir noch an einer Schauvorführung
zum Mochi-schlagen vorbei, worauf wir aber zieml. lang warten
mussten.
Auch
unser Zug ließ auf sich warten und in der Bahn wurden wir wahrlich
schockgefroren.. >.< Der Ausstieg war eine Wohltat!
Unser
selbst organisiertes Abendbrot habe ich zubereitet (wir haben nen
Gasherd und da ich die meiste Erfahrung damit hab.. ^^), während
Doreen Wäsche gewaschen hat.
Auch
am Dienstag (15.8.) ging es wieder zeitig aus den Federn. Heutiges
Tagesziel war Kobe, wo wir als erstes den Minatogawa-Schrein
ansteuerten (wegen einer Empfehlung des Herrn aus Odawara). Das
Schreingelände war wirklich toll, aber das war nicht der eigentl.
Grund unseres Besuchs. Denn im Schatzhaus stehen 2 wichtige
Rüstungen, die ich mir natürlich anschauen wollte. Da allerdings
keine Fotos erlaubt waren, lümmelten wir alsbald wie Penner vor den
Vitrinen herum, um die Texte abzuschreiben. (Doreen hat mir zum Glück
geholfen, sonst hätte ich da ewig gesessen >.<) Zum Glück
waren wir so gut wie die einzigen Besucher, da war das kein Problem.
Nur Vera hat sich sicher mächtig gelangweilt. (gomen >.<')
Gegen
Mittag waren wir wieder zurück am Bhf, wo wir uns etwas zum
Schnabbeln suchten. Auf Grund von Sprühregen verkrümelten wir uns
allerdings in eine Einkaufspassage und liefen von dort aus dann zum
Hafen. Überall waren Figuren von Anpanman (einer Manga-Figur aus den
60er-Jahren/ Anime ab den 80er Jahren) zu sehen, der Grund dafür war
ein Anpanman-Museum am Hafen. XD Das war allerdings nicht unser Ziel
und so wandelten wir die Promenade entlang Richtung Kobe-Tower. Dann
gins in die Stadt hinein, die recht modern ist, aber mit vielen kl.
Vintage-Lädchen zum Schlendern einlud. Doch auch hier machten wir
nicht wirkl. Halt, sondern suchten das hist. Museum. Das erste Geb.,
welches wir dafür hielten hatte zu. Nach kurzem Schock, liefen wir
dann aber zu dem richtigen Geb. und dort war dann zum Glück auch
auf. :D
Die
Ausstellung war allerdings nicht so ergiebig wie erhofft. Aber in der
hauseigenen Leseecke konnten Doreen und sich doch ein paar Notizen
machen und Bücher finden, die bei unserer Forschung hilfreich sein
könnten.
Und
schon bald ging es auch wieder zurück nach Kyoto, wo wir noch
Verpflegung organisierten und am Abend ein lustiges Würfelspiel
spielten.
Am
16.8. (Mittwoch) genehmigten wir es uns auszuschlafen (bis 8°° XD).
Auch beim Frühstück haben wir zieml. getrödelt. Aber an dem Tag
sind wir eh in Kyoto geblieben, so war das alles kein Problem. Erster
Tagespunkt auf der Liste war das Nationalmuseum. Während ich in dem
Raum mit Rüstungen in der 1. Etage hängen geblieben bin (wieder
durfte man keine Fotos machen -.-) ist der Rest schon weitergezogen.
Und wieder bekam ich einen däml. Stift gereicht.
Doreen
fand ich denn in der 2. Etage wieder, die gerade bei einer Frau an
einem Informationsstand einen Spiegel in der Zerre hatte. XD Die Frau
war von unseren Japanisch und Archäologiewissen beeindruckt und hat
sich ne ganze Weile mit uns unterhalten.
Dann lief ich noch mal fix
durch die Sonderausstellung mit Doreen und als wir dort heraus kamen,
befand sich ein weiteres Info- und Spieletischchen. Auch dort kamen
wir mit den Angestellten ins Gespräch und erfuhren, dass der Marmor,
welcher die Wände verkleidet, im Museum aus München kommt.
Der
Museumsshop machte nicht viel her und so sammelten wir Vera wieder
ein, die auf uns gewartet hatte und aßen draußen auf ner Bank ein
paar Kekseln. Danach wollten wir eigentl. den Fluss entlangspazieren,
aber ein Regenschauer ließ uns bei McDoof einkehren, aber danach
gings gut gestärkt Richtung Gion.
Der
Fluss, an welchem wir entlangwandelten war gesäumt mit chicen und
alten Häuschen, an denen man sich kaum sattsehen konnte.
In
Gion selbst schoben wir uns mit 1000den anderen Touristen durch die
Straßen und schauten uns etwas um, bevor wir zügigen Schrittes zum
Kiyomizu-dera gelaufen sind. Ich war in diesem Tempel schon mal, aber
Doreen wollte unbedingt noch ein Omamori abgreifen, also stürmte sie
vorweg. Auch Vera und ich erreichten außer Atem ein paar Minuten
später den Tempel. Hinein sind wir allerdings nicht. Denn zur Zeit
wird ein Großteil gebaut und 400¥ Eintritt für nur noch ne halbe
Stunde fanden wir dann doch zu arg. So schlenderten wir dann lieber
durch die Omiyage-Läden und gönnten uns ein Eis.
Am
Abend machten wir uns dann auf, um an einem guten Guggpunkt auf das
Daimonji-Fest zu warten, bei dem riesige Schriftzeichen und Bilder
mit Fackeln an den Berghängen um Kyoto herum kreiert werden. Ein
wenig wie die Hanghühner saßen wir auf einer Wiese und warteten.
Wir haben das erste Zeichen (大)
eigentl. recht gut gesehen, aber wie das Fest abläuft und dass es
besser gewesen wäre zu laufen, anstatt an einer Stelle zu warten,
haben wir erst zu spät mitbekommen. Und so sahen wir nur noch das
Schiff und noch einen Strich von einem anderen Zeichen. Denn
innerhalb von ner halben Stunde war alles schon wieder vorbei. :/ Und
wir dachten die Zeichen werden nach und nach erleuchtet.. Zum Schluss
fanden wir nen guten Guggpunkt aber da war dann nix mehr zu sehen...
Etwas
enttäuscht suchten wir nach der nächstgelegenen Bushaltestelle, um
zurück zur Unterkunft zu fahren, wo uns der aus dem Fenster guggende
Husky von den Nachbarn neugierig beäugte. XD
Am
nächsten Tag (17.8., Donnerstag) ging es in die Natur. Vom Bhf
Arashiyama, welcher im Westen Kyotos liegt ging es als erstes in
einen Bambuswald. Zum Glück waren wir recht zeitig dort und so war
das Gebiet noch nicht ganz so überlaufen. Dennoch plagten mich die
Mücken wieder fies.. >.< Kurz besuchten wir einen kleinen
Schrein, Doreen hat im Drachen-Schrein ein Omamori gekauft und dann
liefen wir durch einen kleinen Wald den Hügel hinunter und kamen an
einem malerisch im Tal gelegenen Fluss heraus. Auf dem Weg begegnete
uns dabei allerlei hübsches Getier. Kurz machen wir Rast und auf
Grund der Hitze wäre man am liebsten gleich in den Fluss gehüpft.
Jedoch
spazierten wir weiter über eine bekannte Brücke und schlenderten
über ein kl. Inselchen. Hier machten wir auch Mittagspause,
beobachteten das Wasser und die Leute. Mein Klobesuch wurde dann doch
recht heiter, denn ein kl. Frosch hatte sich ins Toilettenhäuschen
verirrt.
Allerdings traute ich mich nich an die Rettung ran und so
eilte Doreen mit mir zurück, um den kleinen Kerl davor zu bewahren
in eines der Klos zu fallen. Jedoch war der Frosch wendiger und
klitschiger, als wir angenommen hatten. Lachend und quietschend und
unter skeptischen chin. Augen hat Doreen das Tier aber zu greifen
bekommen und dann am Fluss abgesetzt. Na hoffe er hat seine Lektion
gelernt! XD
Anschließend
schoben wir uns wieder mit 1000enden, überwiegend chin. Touristen,
die Straße nach vorn. Doch je weiter wir kamen, desto ruhiger wurde
es. Ab und an kehrten wir in einen Tempel oder Schrein ein und
bestaunten die malerischen Straßen.
In einem Tempel standen
beispielsweise hunderte Steinlaternen und es gab einen
wunderhübschen Garten. Und dann zog sich der Weg schier ins
Unendliche. Immer ging es ein bisschen bergauf, bis wir an einem ganz
verschlafenen Tempel ankamen, in dem wiederum hunderte kl.
Steinfiguren standen, die alle eine unterschiedl. Mimik und Gestik
hatten. Teilweise lachten sie ausgelassen und heiter, oder tranken
sogar Sake. Dieser Ort war irgendwie magisch und so ließen wir uns
verleiten in der kleinen Haupthalle eine Weile zu verschnaufen, die
angenehme kühle Bergluft einzuatmen und dem Plätschern des kl.
Wasserlaufs zu lauschen.
Doch
wir konnten ja nicht ewig verweilen und alsbald machten wir uns auf
den Rückweg, der bergab natürlich viel schneller beschritten war.
Bevor wir aber wieder zum Bhf sind, gönnten wir uns noch ein
leckeres Eis.
Der
Abend in der Unterkunft verlief ruhig und heut ging es schon zeitig
zu Bett. Nicht nur weil wir nach 19300 Schritten doch etwas erschöpft
waren, sondern weil der nächste Tag ein zeitiges Erwachen forderte.
4:44
Uhr ging es am 18.8. (Freitag) aus den Federn. Die Berge um Kyoto
herum hingen voller dunkler, dicker Wolken und es gewitterte
gefährlich. (Im Grunde das perfekte Wetter für unser heutiges
Tagesziel) Doch wir waren schon froh, dass es in Osaka nicht mehr
regnete, denn heute ging es für uns in die Universal Studios. Doreen
und ich schalteten in den Extrem-Fangirl-Modus und auch Vera wurde
immer hibbeliger, als wir am Einlass standen und darauf warteten,
durch die Schranke gehen zu dürfen. Wir ließen alle Attraktionen
links liegen und liefen geradewegs in den HarryPotter Bereich. Der
Zugang war hier durch einen Wald (verbotener Wald) gestaltet, wo wir
auch auf das Auto der Weaselys trafen, das gegen einen Baum gefahren
war. XD
Dann
standen wir schon in Hogsmade, gleich neben dem Hogwartsexpress, der
scheinbar grad dort angekommen war. :3 Dort wurden wir von einer
netten Angestellten in das kl. Bahnhäuschen hineingelockt, wo wir
ein Foto mit Umhängen und Schal machen durften (was tut man nicht
alles bei 30°C im Schatten für ein tolles Erinnerungsfoto XD )
Anschließend
liefen wir neugierig von A nach B und staunten und freuten uns nen
Ast! „Gugg mal da, der Honigtopf! Dort die Eulenpost! Und das
Gasthaus zu den Drei Besen, sowie eine Zweigstelle von Madame Malkins
Bekleidungsgeschäft oder Ollivanders Zauberstabladen~“ (der hatte
dort sogar sein Schaufenster dekoriert!) [Merke; gehe nie mit Freaks
in so einen Themenpark, außer du bist selbst einer!] XD [Speziell
für diesen Anlass habe ich mein 'Rumtreiber-Karten-Kleid' angezogen
und tatsächlich ist es einigen Angestellten aufgefallen und sie
waren alle hellauf davon begeistert. X3 ]
Da
noch relativ wenig los war, sind wir zunächst ins Schloss Hogwarts.
Dort war es leider recht dunkel, aber es machte trotzdem Spaß
Dumbledores Büro anzuschauen, durch ein Klassenzimmer zu gehen oder
den sprechenden Bildern zuzuhören. ♡
Wieder draußen gönnten
wir uns ein Butterbier (hier eine süße Limonade mit Sahnehaube) Die
Verkäuferin am Fass war super lieb und freute sich zu hören, dass
wir aus Dtl. kommen, denn sie wäre mal 4 Wochen in Leipzig gewesen,
weil die Kyoto Uni mit Leipzig im Austausch steht. Was für ein
Zufall!
Was rein geht muss auch
wieder raus und so gings zum Klo und auch hier war alles bis ins
kleinste Detail durchdesignt! Sogar die Maulende Myrte hat ab und an
gelacht, aber leider hatte sie sich nicht in meinem Klo versteckt.
u.u Schade, ich hätte sie gern mal getroffen. XD Gleich neben an
konnte man sich für eine Show bei Ollivander anstellen und nach ein
paar Minuten fand man sich mit einer kleineren Gruppe in dem
schummrig beleuchteten Geschäft wieder, welches über und über mit
Zauberstabschachteln vollgestopft war, inkl. einem europ. Herren, der
einen auf Ollivander machte. Er fragte also in die Runde, ob wir alle
da sind, um einen Zauberstab zu erwerben, aber nur einer hatte die
Möglichkeit persönl. bedient zu werden. Und dieser eine war .. ich.
Ô.O „Wtf, was ich? Meint der wirkl. mich?! Oh, Gott, hoffendl.
versteh ich alles was er mir sagt....“, so, oder so ähnl. waren
meine Gedanken in dem Moment. Er und ich verständigten uns in einer
illustren Mischung aus Englisch und Japanisch und ich durfte mit ihm
die Szene nachspielen, in der Harry seinen Zauberstab aussucht, bzw.
sich finden lässt.
D.h. in etwa, ich habe erst seinen Laden in
Schutt und Asche gelegt und dann auf magische Weise beleuchtet..
uwaaaahh~ episch... XD Der für mich ausgesuchte Zauberstab war
Haselnuss (den Kern hab ich leider vor Aufregung vergessen >.<)
Und im ersten Moment dacht ich wirkl. ich bekomm den jetzt
geschenkt,.. aber nein... Harry musste schließl. für seinen auch
bezahlen, aber ich hab dann draußen dankend abgelehnt, denn für die
ca. 45€ lassen sich ganz andere, tollere Omiyage kaufen! Aber Spaß
hat es trotzdem gemacht!
Sogleich fingen wir dann
an uns auf Mitbringseljagt zu begeben und das ist gar nicht so leicht
sich zu entscheiden, bei dem tollen Angebot! u.u
Schweren
Herzens verließen wir aber dann die HarryPotter-Welt erst einmal, um
auch mal durch die anderen Bereiche zu guggen. Als nächstes landeten
wir beim Weißen Hai und machten eine abenteuerliche Bootsfahrt mit,
bei der uns mächtig eingeheizt wurde und wir auch etwas nass wurden.
Unser Kapitän bekämpfte todesmutig und mit jap. Enthusiasmus den
Hai, der uns zu verfolgen schien. Ja..ok, ich geb es zu, mir ging
schon ein wenig die Pumpe.. ^^“
Wir
kamen an einer Show von OnePiece vorbei, stiefelten durch
JurassicPark und einen amerikan. Straßenzug und landeten bei den
Minions,.. hier waren scheinbar auch alle Besucher gelb mit blauen
Latzhosen bekleidet (selbst erwachsene Männer!!), so dass wir doch
wieder schleunigst die Flucht ergriffen... Unser Fluchtweg wurde
allerdings von einer riesigen Minion-Musik-Wasser-Parade
abgeschnitten und ich hatte schon Angst dieser Hölle nie zu
entkommen, aber irgendwie haben wir es geschafft.
Aber
um erneut nach Hogsmade zu kommen braucht man nun ein Zeitticket,
welches wir uns organisierten und dann noch ne Stunde warten mussten.
Also legten wir im Schatten ne länger Pause ein, bis wir wieder in
die HP-Welt durften. Dort haben wir uns noch mal ausgiebig umgesehen,
noch mehr Fotos gemacht, waren noch mal im Schloss und haben zwei
Aufführungen auf einer Bühne angeschaut. Doch schweren, schweren
Herzens mussten wir dann bald doch Abschied nehmen, denn der Rückweg
nach Kyoto dauerte schließlich auch noch ne ganze Weile.
Dort
hingen noch immer dunkle Wolken am Himmel und wie es ausschaute hatte
es da den ganzen Tag geregnet. Da hatten wir richtig Glück mit dem
Wetter!
Am
19.8. (Samstag) ging es wie immer früh raus und so sind wir mit der
Bahn nach Hikone gefahren. Doch bevor wir diesen Ort besichtigten
ging es weiter mit einer kl. süßen Privatbahn nach Taga. In diesem
kl. verschlafenen Nest wartete etwa in der Ortsmitte ein
wunderhübscher Schrein auf uns. Der Taga-taisha ist mit einer der
ältesten Schreine im Land und dem Götterpaar Izanami und Izanagi
gewidmet (die dem aufmerksamen Leser ja schon von unserer
Kyushu-Reise bekannt sind ;P ). Ich muss sagen, dass dieser Schrein
irgendwie mit einer der hübschesten war, die ich bislang gesehen
habe. Ich kann nicht genau beschreiben warum, da er zwar prächtig
ausgeschmückt, aber auch nicht zu viel Prunk hatte.
Besonderen
Spaß hatten wir beim Überqueren -klettern der
Brücke, da diese übermäßig steil konstruiert war. XD
Auf
dem Rückweg zur Station trafen wir nicht nur zwei nette Priester,
sondern Doreen holte sich in der wohl kl. Bäckerei Japans ein
Donut-ähnliches Gebäck. Gerade mal 2 Kunden konnte das kl. Häuschen
aufnehmen und auf wohl ca. 4m² war auch noch Platz für ne Theke und
die Verkäuferin!
Zurück
ging es dann mit der Retro-bahn wieder nach Hikone, wo wir erst noch
mal in einem Buchladen hängen geblieben sind.
Dann
versackten wir noch (zum Glück trieb uns Doreens Omamori-Sucht
hinein) in einem Schrein. Für die Omamori mussten wir extra jemanden
herausklingeln, aber da sich diesmal ein Helm auf dem Talisman
befand, hab ich natürlich auch eins gekauft. ;) Und die nette Frau
lobte mich sogar für meine gute Aussprache. X3
Anschließend
machten wir uns dann aber wirkl. auf zur Burg. Während ich aber noch
ins Museum abbog, (was nicht schlecht war, aber ich habe mir nur bei
dem für mich relevanten Teil Zeit genommen), stiefelten Doreen und
Vera schon mal ein bisschen weiter bergauf. Dort sammelte ich die
zwei ein wenig später wieder an einem kl. Kiosk auf und wir schauten
uns das Burggelände dann gemeinsam an.
In
einem der Torhäuser gab es eine kleine Ausstellung zu dem Film
'Sekigahara', da einige Szenen hier an der Burg gedreht wurden. Schon
hier hieß es für mich das 2. mal Schuhe ausziehen. Weiter ging es
dann zum Hauptgebäude. (auch hier wieder Schuhe aus!)
Da Wochenende
war, gab es einen zieml. großen Andrang und wir mussten ein bisschen
Warten. Aber da es eine der 12 noch großteils im Original erhaltenen
Burgen ist, war es schon etwas besonderes dieses Gebäude zu
erkunden. Die Treppen nach oben waren extrem steil und wer hier nicht
gelenkig war, konnte die Besteigung vergessen.
Ganz
oben hatte man einen herrlichen Blick auf die Umgebung und den
Biwa-See. Außerdem bekamen wir einen kl. geheimen Raum gezeigt, von
dem aus geschossen werden konnte, um sich im Belagerungsfall zu
verteidigen.
[Wieder
unten versuchte ich das letzte Mal mein Glück an den
Samurai-Gacha-Automaten und nach ein paar Versuchen konnte ich endl.
Date Masamune mein Eigen nennen! Das muss erwähnt werden, weil ich
schon so lang vergeblich auf ihn gehofft hatte. XP ]
In
einem, im Gelände weiter hinten gelegenen, Wehrturm (wieder Schuhe
aus) gab es noch eine Modell- und Informationstafel-Ausstellung zu
den 12 noch heute historisch erhaltenen Burgen, sowie eine weitere
Möglichkeit einen Ausguck zu erklimmen.
Nach
dem Abstieg des Burghangs, gelangten wir an einen Garten, durch
welchen wir noch schlenderten, aber da es schon kurz vor 18°° war,
wurden wir alsbald auch hinausgekehrt. Nachdem wir noch mal fix in
einem Konbini waren ging es auch schon zurück zum Bhf und nach Kyoto,
wo wir noch räumen und unsere Taschen packen mussten.
20.8.
(Sonntag) Ein letztes Mal zeitig aufstehen, die letzten Sachen packen
und den Müll rausbringen, sowie Küchenutensilien und Schlüssel
abgeben und dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen von
Kyoto. An der Bushaltestelle trafen wir an diesem Morgen sogar noch
eine Frau, die eine Bekannte in Düsseldorft hat und seit einigen
Monaten Deutsch lernt (was schon zieml. gut war!). Zufälle gibt’s!
(Mal wieder..)
Zwar
ging es schon in die Richtung, aber auf etwa halber Strecke, in
Sakai, an einer kl. Stadtion, stiegen wir noch einmal aus, schlossen
unsere Rucksäcke ein und wanderten um die 1. Hälfte des größten
Kofuns in Japan herum. Zusätzlich gilt dieser Grabhügel als die
drittgrößte Grabanlage der Welt! (Zahlen und Fakten bei Doreen auf
dem Blog XD
https://bakenekodesu.wordpress.com/2017/08/22/kyoto-2-0-oder-auch-fangirling-extreme/
)
Im
Süden des Hügels lag ein Museum, in welches wir natürlich hinein
sind. Hier fanden sich zum Glück nicht nur Informationen zu
Grabhügeln und deren Fundmaterial, sondern auch zu Schusswaffen, da
in Sakai eine der großen Produktionsstätten zur Zeit der
streitenden Reiche lag. Leider war die Literatur wieder nur sehr
spärlich, aber trotzdem hat sich der Besuch des Museums gelohnt.
Wieder
draußen liefen wir weiter um das Kofun herum und peilten das örtl.
Rathaus an, um von dort noch einmal einen schönen Ausblick auf die
Umgebung und weitere Grabhügel zu haben. Im 21. Stock gönnten Vera
und ich uns noch ein Stück Kuchen und Doreen ließ sich das
Kofun-Curry mit Kofun-Kaffee schmecken. XD
Bald
darauf ging es zurück zum Bhf und weiter zum Flughafen. Zunächst
schauten wir uns etwas um und wollten dann aber doch bald einchecken.
Dabei erfuhren wir, dass unser Flug um ca eine Stunde verschoben
wurde und somit hatten wir noch massig Zeig, um im anderen Terminal
(wo wir eigentl. gard hergekommen waren) noch in Ruhe Abendbrot zu
machen.
Zu
der angekündigten Zeit gings aber immer noch nicht los und wir
mussten noch mal ein Stückchen warten, wobei ich mir mit Doreen
schon Gedanken gemacht hab, wie wir wohl am Besten von unserem
Heimatflughafen wegkommen würden. Und so nebenbei entdeckte sie,
dass sie ihre Schere im Federmäppchen vergessen hatte, was dem jap.
Personal im Sicherheitsbereich mal so gar nicht aufgefallen war. XD
Mit
1,5h Verspätung gings wieder nach Tokyo: Da aber schon keine Bahnen
am Airport mehr fuhren, mussten wir den Bus in die Stadt nehmen und
kamen dann letztendlich gegen 0°° zu Haus an.
Uff,
was für eine Reise! Aber Kyûshû konnte sie nicht toppen.. Denn es
macht einen himmelweiten Unterschied, ob man zur Haupt- oder
Nebensaison unterwegs ist und ich denke, dass auch die ausgewählte
Region eine große Rolle spielt. Man hat immer die Vorstellung in
Kyoto 'das wahre Japan' zu finden/ zu treffen. Aber nach meinen
jetzigen Erfahrungen gibt es zum einen 'das wahre Japan' nicht
wirkl., zumindest nicht an einem einzigen Ort, und zum anderen sind
solche Orte doch sehr touristisch geprägt und die Frage bleibt,
wieviel hier wirkl. noch authentisch ist oder dem Besucher nur als
solches verkauft wird, oder wie man Authentizität definieren will.
Ich
denke man kommt dem Land aber zumindest schon ein bisschen näher,
wenn man abseits der üblichen Wege geht und eigene Entdeckungen
macht, so wie wir es versucht haben.
Sollte
ich je noch einmal das Glück haben her zu kommen (und ich werde
definitiv wiederkehren!) würde ich gern die Region um die Inlandsee
erkunden, sowie endl. auch mal einen Fuß auf Shikoku setzten wollen.
:D Und somit ist ein neuer Lebenstraum geboren. Schließlich ist
「einmal
nach Japan reisen」&「einmal
in Japan die Kirschblüte erleben」
schon
abgehakt. ;D
Die
Woche des Abschieds und meine Ankunft in Dtl. gibt es dann beim
nächsten Mal, also bleibt dran. ;)
Bis
dann~
p.s. hier noch ein paar Fotos, die ich euch nicht vorenthalten wollte ;)
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